Man bekommt keine zweite Chance einen ersten Eindruck zu machen.

Besucher eines Blogs sind häufig auf der Suche nach Beiträgen zu einem bestimmten Thema und möchten informiert werden. Das größte Problem in einem Blog ist es, den Besucher auf möglichst einfache Weise zu dem Beitrag zu bringen, der ihn interessiert. Es ist die schwierigste Aufgabe, einen Besucher beim ersten Besuch auf dem Blog klar zu machen, dass er hier informative Beiträge findet, die ihn interessieren. Ein Besucher, der den Blog bereits seit mehreren Wochen/Monaten verfolgt weiß worum es geht, er kennt den Blogger und weiß wie informativ ein Blog ist. Es geht also um den ersten Eindruck, die erste „Verführung“.

Jeder verlorene Besucher ist eine verlorene Chance. Man hat so viel dafür getan, dass der neue Besucher auf der Seite landet. Diese Chance gilt es zu nutzen und den neuen Besucher in einen regelmäßigen Besucher oder gar Abonnenten der Seite zu machen.

Wenn Sie diese 10 Fehler vermeiden, sind Sie auf einem guten Weg dies zu schaffen:

  1. Wenig nützliche/interessante Posts: Wenn ich neue Blogs besuche, bin ich auf der Suche nach nützlichen Informationen meist zu einem bestimmten Thema, etwa neue Photoshop Handgriffe, Inspiration für Projekte oder Blogeinträge, etc. Sicher gibt es auch einige Blogs, die ich verfolge, die eher einen unterhaltenden Charakter haben. Die meisten Besucherjedoch verfolgen ein Ziel, suchen eine bestimmte Information und möchten diese schnell finden ohne lange suchen zu müssen. Kommt daher ein neuer Besucher auf die Seite durchforstet er die Startseite. Findet er keinen interessanten Post, ist er so schnell weg wie er gekommen ist. Daher sollten Sie auf der Startseite möglichst viele interessante Posts auflisten damit der Besucher schnell ans Ziel kommt. Sollten Sie also Ihre letzten 5 Posts auflisten und es handelt sich um Updates von Aktionen oder ähnlichem sieht es eher schlecht aus. Der Besucher verlässt den Blog eher, anstatt sich durch 10 wenig interessante und daher für ihn unnütze Posts zu wühlen bis er die gewünschte Information findet.
  2. Unregelmäßige Postings: Wenn Sie auf einen Blog kommen und der letzte Eintrag ist einen Monat alt, wissen Sie, das der Blog nicht gepflegt wird. Selbst wenn die vorhandenen Informationen sehr interessant sind, werden Sie eher nicht zurückkommen oder den Feed abonnieren, da Sie keine Aktualisierungen erwarten. Ein guter Blog wird mindestens jede Woche aktualisiert. Zwei bis drei Updates sind sicher besser, vier bis fünf Updates sind wahrscheinlich optimal. Die Frequenz ist abhängig vom Thema des Blogs, ein News-Blog beispielsweise sollte mehrfach pro Tag upgedated werden.
  3. Über unregelmäßige Postings schreiben: Was ist wohl schlimmer als festzustellen, das das letzte Update zwei Wochen alt ist? Es in dem nächsten Post zu lesen. Vermeiden Sie Posts wie: „Sorry, konnte in letzter Zeit nicht posten weil…“. Stoßen Sie Ihre Leser nicht auf Ihre Untätigkeit und verstärken Sie den Eindruck nicht, dass Sie nicht regelmäßig bloggen werden. Sollten Sie einige Zeit untätig gewesen sein, schreiben Sie einen tollen Post zu einem interessanten Thema und überzeugen Sie durch Qualität anstatt sich zu entschuldigen.
  4. Verstecken Sie Ihre besten Posts: Auf der Suche nach den guten Posts monatelange Archive eines Blogs zu durchsuchen ist mühseelig und die wenigsten Besucher machen sich diese Art von Mühe. Der neue Leser muss Ihre besten Artikel auf Anhieb finden können, auf der Startseite. In der Regel sind dort jedoch nur die letzten Artikel anzutreffen obwohl sich über die Zeit die guten Artikel verteilen. Daher sollten Sie auf der ersten Seite eine Liste mit 10-20 der besten Beiträge ablegen, so dass neue Leser alle Ihre besten Posts auf einen Blick haben.
  5. Blinkende oder langweilende Werbung: Vermeiden Sie es, Werbung auf Ihrer Seite zu haben, die blinkt, Geräusche macht, Pop-ups benutzt oder ähnliches. Dies nervt oder langweilt Ihre Besucher und das Schlimmste, das Sie machen können ist Ihre Leser zu nerven oder zu langweilen.
  6. Aggressive Hinweise auf Produkte oder Dienstleistungen: Es gibt viele Blogs die alles richtig machen. Interessante Beiträge, gut geschrieben und regelmäßig aktualisiert. ABER: sie machen einen kapitalen Fehler, sie versuchen alle etwas zu verkaufen. Ich meine in jedem Post preisen Sie Ihre Produkte oder die Ihrer Werbepartner an um etwas zu vertreiben. Es geht hierbei nicht um Banner oder Werbeflächen, sondern in den Texten. Jeder Blogger will mit seinem Blog Geld einspielen, da ist auch nichts dran auszusetzen, aber in jedem Post?
  7. Lange Beiträge, die schwer zu „scannen“ sind. Wir haben diesen Punkt bereits zuvor angesprochen, daher gehe ich hier jetzt nicht zu tief ins Detail. Es gibt viele Blogs mit sehr nützlichen Inhalten, jedoch sind diese gut versteckt in langen Artikeln und man muss eine Zeit suchen bis man wirklich die guten Informationen findet. Man sollte nicht den gesamten Text Wort für Wort lesen müssen, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Machen Sie eine einfache Übersicht mit den wichtigsten Aussagen und formulieren Sie diese dann aus. Machen Sie die Kernaussagen in Fettdruck leicht zu finden. Machen Sie es dem Leser einfach, die gewünschten Informationen zu finden.
  8. Pop-up Abonnement Formulare: Viele Blogs werden dieses Tool, ein Popup, der Ihnen beim ersten Besuch der Seite anbietet sie zu abonnieren. Vielleicht hilft es ja Abonnenten zu gewinnen, das kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann ist, wenn ich als Leser auf eine solche Seite komme, schließe ich das Pop-up und bin auf Nimmerwiedersehen weg. Das ist zu aggressiv. Zwingen Sie Ihre Leser nicht Ihre Seite oder Ihren Blog zu abonnieren. Geben Sie dem Leser Zeit Ihre Seite und die Inhalte zunächst genau zu studieren. Wenn er die Informationen gut findet, wird er die Seite schon von alleine in seinen Feedreader aufnehmen. Es gibt einige nützliche Wordpress Plugins, die anhand der Cookies im Browser erkennen, ob ein Leser zum ersten Mal auf der Seite ist. Solchen Lesern bieten sie dann einen Text an wie: “Sie sind zum ersten Mal auf der Seite, vielleicht haben Sie Interesse diese Seite zu abonnieren?”. Mit Sicherheit höflicher als ein Pop-up aber immer noch zu viel. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein sicherheitsbewusster Surfer und löschen nach jeder Browser-Session all Ihre Cookies (in Firefox gibt es eine entsprechende Funktion, die dies standardmäßig möglich macht). Selbst wenn Sie ein regelmäßiger Besucher der Seite sind, werden Sie jedes Mal aufs Neue angesprochen, ob Sie als Erstbesucher die Seite nicht abonnieren möchten. Nervig, oder?
  9. Zu viel Gerümpel auf Ihrer Seite. Die bezieht sich häufig auf zu viel Werbung auf der Seite. Viele Blogger versuchen alles was an Werbefläche auf der Seite zur Verfügung steht mit Werbung zu tapezieren. Das stört die Optik und auch das Lesevergnügen, wenn z. B. auch im Text jede 3. Zeile durch eine Werbeeinblendung unterbrochen wird. Versuchen Sie den Spagat zwischen optischer Reinheit und maximalem Werbeerfolg. Machen Sie das Lesen Ihrer Seite zu einem Vergnügen
  10. Langweilige, nichtssagende Überschriften. Man kann sich nur wiederholen, ein neuer Leser möchte auf Ihrer Seite schnell nützliche und gute Informationen finden, dies möglichst schnell. Das bedeutet, der Leser kommt auf Ihre Seite und scannt die Startseite nach interessanten Überschriften. Bei einer Überschrift wie “Dienstags Training” kann man nicht unbedingt hilfreiche und nützliche Informationen erwarten. Der gleiche Post hingegen mit der Überschrift “Warum Joggen einen Tag nach Gewichtstraining keine gute Idee ist” dem Leser Informationen gibt worum es geht und ihm vermutlich einen Inhalt bietet, der ihn interessiert. Sie sehen die zweite Version liefert mehr Informationen über den Inhalt und liefert dem Leser genaue Informationen, was Ihn erwartet. Nutzen Sie diese Macht der Überschrift und Sie werden mehr Leser auf Ihrer Seite halten können.

Den Originalartikel von Leo finden Sie auf seiner Seite writetodone.com