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  • Andreas 07:13 am 19. Mai 2009 | 9 Permalink | Reply
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    Alta VelocidadeDie Suche nach der ultimativen Quelle für Kreativität ist mit der Suche nach dem heiligen Gral vergleichbar. Viele suchen danach, keiner hat sie je gefunden oder auch nur eine Ahnung davon was es sein könnte. Der Prozess, wie Ideen entstehen, stellt die Wissenschaft immer noch vor ein unlösbares Phänomen. Eine Erforschung dieser Funktionsweise scheint ausgeschlossen, da es bei jedem Menschen anders funktioniert.

    Aufgrund dieses breiten Spektrums von Möglichkeiten wie Kreativität entsteht, ergeben sich auch unendlich viele Möglichkeiten diese zu fördern. Ich möchte in dem heutigen Post auf einige der verschiedenen Möglichkeiten eingehen. Lesen Sie sie in Ruhe, überlegen und testen Sie welche für Sie funktionieren kann.

    In früheren Beiträgen habe ich schon über Denkansätze geschrieben, die sich mit der Förderung von Kreativität befassen. Beispielsweise der Beitrag über John Cleese, der sein Unterbewusstsein die Kreativität erledigen läßt. Dieser Ansatz ist dem Praktmatiker zu passiv, er möchte etwas tun um seiner Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Angeblich soll sich Kreativität durch äussere Einflusse steigern lassen hier durch die Farbe des Raumes, in dem man sich befindet.

    Im heutigen Beitrag möchte ich etwas griffiger zu Werke gehen und zwar mit richtigen Tipps was Sie machen können um kreativer zu sein. Anfangs möchte ich noch einmal auf meine bisherigen 10 Lieblingsmethoden für Kreativität hinweisen. Aber genug von mir – im Blog Überzeugend präsentieren von Dr. Michael Gerharz habe einen interessanten Artikel von Florian Rustler entdeckt. Auch er hat sich mit der Thematik der Kreativitätsförderung beschäftigt und der Post gefällt mir deshalb so gut, weil er sehr praxisnah ist.

    All die eingangs erwähnten Theorien zur Steigerung von Kreativität sind allgemeiner Natur. Sie wirken längerfristig, bringen keine sofortigen Resultate. Doch genau das ist es, was wir im heutigen Berufsleben brauchen – “Instant-On”-Creativity (Kreativität auf Knopfdruck). Genau für diese Art von Kreativität unter Druck muss man gewisse Techniken und Instrumente zur Hand haben, damit das Blatt vor einem nicht leer bleibt. Im Beitrag von Dr. Gerharz wird anhand eines Beispieles anschaulich erklärt was man machen kann. Ich möchte nicht allzu sehr ins Detail einsteigen sondern mich allgemein auf die Techniken beschränken.

    Die Aufgabe strukturiert angehen

    Zu allererst muss man sich darüber im Klaren sein, wo die Reise hingehen soll. Was ist das Ziel? Welches Problem gilt es zu lösen? Was wollen wir erreichen? (CPS – Creative Problem Solving). Hat man die Ziele und ggf. die Teilziele definiert und formuliert, kann man sich an die Ideensammlung machen.

    Brainstorming immer noch hilfreich

    Speziell wenn man nicht alleine sondern im Team arbeitet ist das Brainstorming immer noch eine geeignete Methode um schnell viele Denkansätze zu bekommen. Um effektiv und korrekt zu “brainstormen” ist es wichtig, dass man die einfachen Grundregeln kennt und einhält:

    1. nur ein Thema
    2. Vorschläge notieren, nicht bewerten
    3. jeder muss frei seine Vorschläge bringen können

    Durch diese kreative Zusammenarbeit lassen sich bereits viele Fragestellungen in eine Richtung lenken oder gar lösen.

    Blickwinkel verändern

    In vielen Situation sieht man sprichwörtlich “den Wald vor lauter Bäumen nicht”. Warum? Man versperrt sich selbst die Sicht, in dem man in bekannten und sicherlich auch bewährten Denkmustern denkt. Eine gute Methode um aus dieser Sackgasse herauszukommen ist, die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen. “Kopfstandmethode” nennt sich dies. Das Prinzip ist schnell erklärt. Nehmen Sie Ihre Aufgabenstellung und verkehren Sie sie ins Gegenteil. Beispielsweise könnte “Was müssen wir tun um unsere Kunden stärker an unser Unternehmen zu binden?” in der Kopfstandbetrachtung zu “Was müssen wir tun um unsere Kunden möglichst schnell loszuwerden?” werden. Die Antworten auf diese “verkehrte” Fragestellung gibt also die Antworten auf das, was nicht zu tun ist. Durch diese Methode bringt man das Gehirn auf Trab und ermöglicht frische Ansätze ausserhalb des Standards zu entwicklen.

    Osborne Checkliste

    Je nach dem an welchem Problem sie arbeiten, kann Ihnen die Technik der Osborne Checkliste weiterhelfen, die ich im Anders|Denken Blog entdeckt habe. Die Osborne Checkliste ist ein Fragenkatalog, der dabei helfen soll ein Problem zu lösen. Ansatz dabei ist, dass man oft zu kompliziert denkt und auf die naheliegendsten Dinge nicht kommt beziehungsweise die erstbeste Idee nimmt und nicht nachdenkt ob es ggf. bessere Lösungen gibt.

    Die 100er-Liste

    Das “Brainstorming für die One-Man Show” ist mir im imgriff-Blog über den Weg gelaufen. Diese Methode funktioniert ähnlich wie das Brainstorming in der Gruppe, nur alleine. Sie dient der Ideenfindung und ist ein erster Schritt zu Lösung einer Aufgabe oder eine Problems. Wichtig ist es, sich ungestört und wirklich konzentriert mit einer Fragestellung zu beschäftigen und nicht eher aufzuhören, bis man 100 Punkte notiert hat. Dies ist eine sehr radikale Methode doch die Arbeit wird sich lohnen.

    Dieser Beitrag kann keine vollständige Liste sein denn, wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei “Kreativität” um ein so komplexes Thema, dass niemals wirklich abschließend und erschöpfend beantwortet werden kann. Im weiteren Verlauf werde ich weitere Tipps und Methoden präsentieren und ich hoffe, dass für Sie der ein oder andere Tipp dabei ist. Wenn Sie weitere Kreativitätstipps haben, freue ich mich wenn Sie mir einen Kommentar hinterlassen. Abschließend möchte ich Sie noch gerne auf einen Beitrag von Jochen Mai vom Karrierebibel-Blog aufmerksam machen. Er hatte, ebenfalls im Bezug auf Kreativität, die Abonennten seines Twitter-Channels befragt, wie Sie auf Ihre Ideen kommen und hat wirklich interessante Antworten bekommen – auch meine Antwort wurde veröffentlicht.

    Creative Commons License photo credit: Luciano Meirelles

     
  • Andreas 18:59 am 25. Februar 2009 | 3 Permalink | Reply
    Tags: , , john cleese, , monty phyton, , wissen

    Toni Frissell: Weeki Wachee spring, Florida, 1947Im Geistesblitzblog bin ich kürzlich auf das Video von John Cleese und seinem Vortrag beim World Creativity Forum gestoßen.

    Sollte bei Ihnen der Namen John Cleese nicht gleich einen fallenden Groschen auslösen, will ich Ihnen kurz auf die Sprünge helfen. John Cleese ist britischer Komiker und Drehbuchautor. Berühmt wurde er durch Monty Phyton´s Flying Circus, bei dem er 3 Staffeln lang mitgespielt, mitgeschrieben und für den er auch lange über seine aktive Zeit noch geschrieben hat. Für seine Leistungen, sowohl schauspielerisch als auch als Autor, bekam er viele Auszeichnungen darunter eine Oskar-Nominierung für sein Drehbuch zu “Ein Fisch namens Wanda“.

    John Cleese kann als kreativ arbeitender Mensch bezeichnet werden und überdies auch noch ziemlich erfolgreich. Das Rezept für seine Kreativität ist sehr simpel – er überlässt es seinem Unterbewusstsein.

    Es handelt sich dabei nicht um seine Theorie sondern um eine Erkenntnis aus dem eigenen Erleben.

    Man kann sein Unterbewusstsein Probleme lösen oder sich bei Ideen unterstützen lassen

    Überrascht Sie diese These, dann werden Sie anhand eines Beispiels bemerken, dass es tatsächlich so ist und Sie wahrscheinlich bereits ähnliches erlebt haben.

    • Probleme im Schlaf lösen. Kennen Sie doch bestimmt auch: Sie sitzen den ganzen Tag an etwas, dass Ihnen partout nicht gelingen will oder auf dessen Lösung Sie nicht kommen? Frustriert gehen Sie zu Bett. Im Schlaf arbeitet Ihr Unterbewusstsein an der Aufgabe weiter. Am nächsten Morgen stehen Sie auf, widmen sich wieder Ihrer Aufgabe und auf einmal fällt ihnen mühelos die Lösung ein und Sie fragen sich was daran gestern denn so schwer war.

    Ideen entstehen unterbewusst.

    Auf die Frage “woher seine Ideen kommen” antwortete Cleese einmal, dass er jemanden kenne, der ihm die Ideen jeden Montag auf einer Postkarte schickt. Auch hätte er seinen Freund einmal gefragt, woher dieser seine Ideen bekäme. Er sagte, er bekäme die Ideen von einer Dame auf der Isle of Whight – diese wollte aber nicht verraten woher sie wiederum Ihre Ideen herbekäme.

    Was er damit sagen will: wir wissen nicht woher unsere Ideen kommen. Sie entstehen auf nicht nachvollziehbare und damit nicht reproduzierbare Weise in unserem Unterbewusstsein.

    Die Rezeptur für kreative Leistung lautet also: lass Dein Unterbewusstsein arbeiten.

    Dies ist in der heutigen Welt, in der man von Termin zu Termin eilt und zwischendurch noch seine Aufgaben erledigen will, gar nicht so leicht. Das kreative Unterbewusstsein ist wie eine Schildkröte die, bei all dem Stress, nicht den Kopf aus Ihrem Panzer herausstrecken will. Sie kommt nur heraus, wenn die Luft “rein” ist. Diesen Zustand muss man schaffen, will man das kreative Potenzial des Unterbewussten nutzen.

    Oasen schaffen

    Um diesen Zustand herzustellen, benötigt man “Oasen” in seinem Tagesablauf. Solche “Oasen“, in denen man sich seiner Kreativität hingeben und mit Gedanken spielen kann, schafft man in dem man zwei einfache Dinge berücksichtigt:

    1. keine Störung – schalten Sie alles aus, was Sie ablenken könnte oder gehen Sie an einen Ort an dem Sie definitiv nichts und niemand ablenken kann.
    2. festgelegte Zeit – schaffen Sie sich einen Zeitraum in dem Sie spielen wollen. Legen Sie eine Start- und eine Endzeit fest und halten Sie sich dran. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Oase von dem Rest des Tages abkoppeln.

    Erstaunlich simpel und so faszinierend einleuchtend: Die Erkenntnis, dass unser Unterbewusstsein die Kreativleistung für uns übernimmt wenn wir ihm nur Zeit und Ruhe zur Verfügung stellen.

    Eine Technik die wirkt, denn von John Cleese kann man mit Fug und Recht behaupten, dass er und seine Berufsgattung der Komiker äußerst kreative Menschen sind. John Cleese ist zudem ein bemerkenswert erfolgreicher Vertreter seiner Gattung.

    Wenn Sie die Ausführungen von John Cleese im Original sehen möchten, finden Sie hier das Video des Vortrages.

     
  • Andreas 21:47 am 12. Februar 2009 | 6 Permalink | Reply
    Tags: farbe rot, juliet zhu, , , ravi mehta, stimulus, wissen

    go with the flowKreativität ist für viele eine wichtige Eigenschaft. Kaum jemand kommt heute noch ohne eine gehörige Portion dieser aus. Und doch wissen wir so wenig über sie. Wir haben gelernt, dass Kreativität sich in gewissem Maße beeinflussen lässt doch man kann sie nur bedingt steigern.

    Auch Jochen Mai des geschätzten Karrierebibel-Blog hat darüber einen interessanten Post geschrieben. Es geht darum, wie Farben die Kreativität beeinflussen.

    Mai zieht hierzu Material der NY Times zu Rate. Hier haben die Wissenschaftler Ravi Mehta und Dr. Juliet Zhu Theorien und Studien zum Kausalzusammenhang zwischen Farben und Kreativität bzw. Leistung allgemein präsentiert. Mit erstaunlichem Ergebnis.

    Die Farbe Rot erhöht die Aufmerksamkeit, Blau jedoch die kreative Leistungsfähigkeit.

    In einer Versuchsreihe mussten 600 Probanden verschiedene Aufgaben lösen. Jeweils mussten Sie diese an einem Bildschirm erfüllen der entweder rot, blau oder weiß war.

    Das interessante Ergebnis: die Versuchspersonen, die an dem roten Bildschirm arbeiteten, erledigten z. B. Gedächtnisaufgaben besser und konnte besser buchstabieren, während die Personen an blauen Bildschirmen bei Aufgaben besser abschnitt, die die Vorstellungskraft beanspruchen wie z. B. sich kreative Anwendungen mit Bauklötzen ausdenken.

    Sollten Sie also einen Text Korrektur lesen müssen, sollten Sie sich hierzu besser mit roten Farben umgehen. Für das nächste Meeting, bei dem Sie sich mit Ihren Kollegen neue Strategien ausdenken wollen, lassen Sie den Raum blau anstreichen.

    Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie vielfältig und facettenreich unser Gehirn funktioniert. Auch die Methode ist sicher kein Allheilmittel um ab morgen kreativ zu sein. Als Unterstützung Ihrer kreativen Fähigkeiten oder als Brücke bei kreativen Hängern lässt sich ein entsprechender Stimulus aber bestimmt positiv einsetzen.

    Creative Commons License photo credit: notsogoodphotography

     
  • Andreas 20:28 am 2. Februar 2009 | 0 Permalink | Reply
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    juliusturm - last steps to the lightHaben Sie meinen Beitrag zum Thema Gründung in Krisenzeiten gelesen? Wenn ja, dann wissen Sie, dass der Zeitpunkt für eine Firmengründung gar nicht so schlecht ist, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag (sollten Sie den Beitrag nicht gelesen haben, wissen Sie was Sie nachholen sollten). Wenn Sie an diesem Punkt sind, an dem dieser Beitrag Sie sehr neugierig macht, haben Sie sicher schon zwei Phasen durchlebt.

    1. Die Entstehung der Idee
    2. Die Ausgestaltung der Idee

    Sie sind so sehr von der Idee besessen, dass Sie sich damit gerne selbstständig machen möchten, auch wenn es anfangs nur als Nebenerwerb reicht? Dann möchte ich Ihnen die 7 nächsten Schritte erläutern, die vor Ihnen liegen:

    1. Machen Sie sich klar was Sie können. Selbstreflexion nennen das die Fachleute. Worum es geht ist ziemlich einfach. Machen Sie sich klar was Sie können. Durchforsten Sie alles was Sie gelernt haben, in der Schule, in der Ausbildung während Ihrer beruflichen Laufbahn. Schreiben Sie erstmal alles auf, jede Fortbildung, welche Sprachen Sie können, etc. Konzentrieren Sie sich nicht ausschließlich auf das, was Sie beruflich machen sondern auch privat. Welchen Hobbies gehen Sie nach, welche Stärken haben Sie hierfür entwickelt, … Glauben Sie mir, alles ist wichtig. Auch die Hobbies oder gerade die Hobbies. Wenn es Ihnen nicht augenscheinlich ist, was das mit einer Geschäftsidee zu tun hat, möchte ich Ihnen ein kurzes Beispiel liefern. Sie spielen Tennis? Eine Einzelsportart. Beim Spiel mit Ihrem Gegner liegen Sie einen Satz hinten und der Gegner hat schon 3 Spiele vor. Aussichtslos das Match noch zu drehen. Doch Sie beißen sich rein, kämpfen sich Punkt um Punkt heran. Die Kraft Ihres Gegners lässt nach und am Ende des Matches haben Sie gewonnen… Ich denke Sie wissen worauf ich hinaus will. Wenn Sie alles notiert haben, werden Sie eine beeindruckende Liste vor sich sehen und Sie werden sich wundern, was Sie alles können.
    2. Stärken und Schwächen. Nachdem Sie wissen was Sie können, geht es nun darum sich auch klar vor Augen zu halten, was Sie nicht oder nicht gut können. Hier gilt es wirklich schonungslos zu sein und sich nicht selber etwas vorzumachen.
    3. Persönliche Situation berücksichtigen. Es ist wichtig für Sie, Ihre aktuelle Lebenssituation zu analysieren. Das ist in sofern wichtig, als dass Sie genau wissen sollten wo Sie aktuell im Leben stehen und wo Sie hinwollen. Involvieren sie Ihren Partner und Ihre Familie in diesen Prozess. Wenn Sie sich selbstständig machen, bedeutet dies einen sehr großen Arbeitsaufwand bei ungewisser Einnahmesituation. Dies ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt und vor allem von allen Familienmitgliedern mitgetragen werden sollte.
    4. Resümieren Sie die Ergebnisse der ersten 3 Schritte. Sie haben analysiert was Sie können, wo Sie noch Schwächen haben und Sie haben die Vereinbarkeit mir Ihrer aktuellen Lebenssituation geprüft. Mit diesem Wissen lassen sich nun die nächsten Schritte planen und angehen. Da Sie Ihre Schwächen kennen, werden Sie nun daran arbeiten diese zu kompensieren und Ihre Stärken noch besser einzubringen.
    5. Was hat der Kunde davon? Wenn Sie mit Ihrer Idee nun soweit sind, dass Sie auf den Kunden losstürmen wollen, nehmen Sie sich noch einen Augenblick zurück. Ich weiß, dass Sie für sich alles feinsäuberlich zurechtgelegt haben. “Ich kann dies und das, ich mache es so und so… “. Das ist auch alles gut so aber, versetzen Sie sich nun in die Lage des Kunden und betrachten Sie Ihre Argumente aus seiner Perspektive. Welchen Wert hat Ihre Idee, mit der Sie sich selbstständig machen möchten, für den, der dafür Geld bezahlen soll? Bekommt er die gleichen Produkte/Services nicht bereits schon beim Wettbewerb, vielleicht sogar besser oder günstiger? Seien Sie Ihr kritischster Kunde und nehmen Sie sich regelrecht auseinander. Analysieren Sie den Preis, den ein Kunde für Ihre Produkte/Leistung zahlen würde. Es ist einer der unangenehmen Schritte, aber noch unangenehmer ist es, wenn Ihre tatsächlichen Kunden Sie derart auseinander nehmen würden.
    6. Rechnen Sie. Sie haben nun eine Verkaufspräsentation die den härtesten Kunden bereits überzeugt hat und Sie sind sich sicher, dass der festgelegte Preis erzielbar ist. Jetzt können Sie an die weiteren Berechnungen gehen. Welche Kosten werden Sie haben, wie viel benötigen Sie um von der Tätigkeit leben zu können, was müssen Sie für den Start anschaffen, was kostet die Firmengründung (Notarkosten, Gebühren für Eintragungen, etc.)? Wie schnell rechnen Sie mit den ersten Einnahmen, wann planen Sie die Kostendeckung bzw. die ersten Gewinne? Schätzen Sie Ihre Kosten möglichst exakt ein, sollten Sie unsicher sein, greifen Sie lieber zu hoch als am Ende mit Ihrer Kalkulation nicht hinzukommen (kaufmännisches Vorsichtsprinzip!).
    7. Zeit für den Fachmann. Gratulation, Sie haben nun einen hieb- und stichfesten Businessplan ausgearbeitet, der zur Vorlage bei einem Fachmann geeignet ist. Dies empfehle ich jedem, der sich mit einer Gründung beschäftigt. So gut der Plan auch ist, irgendetwas hat man immer übersehen oder schlicht nicht gewusst. Ein Gespräch mit dem Fachmann, beleuchtet das Projekt nochmals kritisch und wirft vielleicht Punkte auf, die Ihnen so noch nicht aufgefallen sind.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Idee und beglückwünsche Sie nochmals zu Ihrem Vorhaben. Sie gehören zu den Wenigen, die diesen langen Weg konsequent gehen. Viele Menschen aus Ihrem Umfeld werden Sie für Ihre Konsequenz und Ihren Mut beneiden. Sie tun was Sie wirklich wollen – viel zu wenig Menschen können dies von sich behaupten. Nachtrag: Alle die jenigen, die Sie jetzt beneiden sollten sich das folgende Video ansehen, dass im amerikanischen Fernsehen während der SuperBowl Übertragung lief. Vielleicht kommen sie ja auch zu dem Schluss, dass es Zeit ist etwas zu verändern.

    Creative Commons License photo credit: extranoise

     
  • Andreas 19:55 am 20. Januar 2009 | 2 Permalink | Reply
    Tags: , , wissen

    Empty CageVor einigen Tagen fand ich auf der Seite der Sueddeutschen einen sehr interessanten Artikel zum Thema Kreativität, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Der Artikel räumt mit zahlreichen Vorurteilen über Kreativität und Kreative auf und stellt folgendes klar:

    1. Kreative Menschen sind “normal”
    2. Kreativität lässt sich kaum messen
    3. Kreativität ist nicht trainierbar
    4. Brainstorming funktioniert nicht
    5. Kreativität ist harte Arbeit

    Zwei Experten wurden zum Thema befragt, Sozialpsychologe Wolfgang Stroebe von der Universität im niederländischen Utrecht und Ernst Hany, Persönlichkeitspsychologe an der Universität Erfurt.

    (mehr …)

     
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