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  • Andreas 15:39 am 4. November 2009 | 13 Permalink | Reply
    Tags: papa-online, , umsetzung

    Es ist schon eine ganze Weile ruhig gewesen in meinem Blog. Der Grund ist nicht der, dass ich ihn nicht weiter führen möchte, sondern wie so oft war die Zeit nicht da.

    Mein neues Projekt, dass ich Euch etwas genauer vorstellen möchte, hat mich ziemlich in Beschlag genommen, so dass nicht viel Zeit für anderes blieb.

    Bevor ich genauer auf das Projekt eingehe, möchte ich noch kurz etwas über diesen Blog bekanntgeben.
    Ich habe lange Zeit überlegt was ich damit mache, denn auch in absehbarer Zukunft, werde ich nicht viel mehr Zeit haben um den Blog wie bisher weiterzuführen. Ich möchte daher, den Themenkreis erweitern und die Art, wie hier Einträge vorgenommen werden verändern. Der Blog wird sich weiterhin mit Projekten und Ideen beschäftigen, ich möchte aber daneben auch andere Themen anreißen die mich interessieren und über die ich gerne etwas schreiben möchte. Diese Themen werden sich im Großen und Ganzen um das Thema Ideen, Verwirklichung, Internet und Technologien im allgemeinen drehen. Auch die Art der Posts wird sich verändern. Ich werde häufiger etwas posten, dafür aber in geringerem Umfang. Blogposts mit 1.000+ Wörtern werden wahrscheinlich seltener.
    Ich hoffe, dass Du mir weiterhin als geneigter Leser erhalten bleibst und Dir die neue Ausrichtung gut gefällt.

    Mein neues Projekt
    Im August ging mein neuer Blog "Papa-Online" an den Start. Die Idee ist schnell erklärt. Es handelt sich um einen Blog in dem ich als junger Vater, über meine Erfahrungen als Vater schreibe.

    Die Idee zu diesem Blog ist in der Zeit entstanden, als unser erstes Kind auf dem Weg war. Mir ist aufgefallen, wie wenig Informationmaterial-/ und Quellen es gibt, die sich wirklich um die Belange und Fragen von Vätern kümmern. In den meisten Zeitschriften und Homepages steht die Frau im Mittelpunkt. Dies wollte ich ändern und meinen kleinen Beitrag dazu liefern, dass sich werdende Väter aus "1. Hand" informieren können. Ich behandele in diesem Blog alle möglichen Themen von der Schwangerschaft über Anschaffungen, finanzielle Fragen bis hin zur Erziehung. Somit ist Papa-Online nicht nur etwas für werdende Väter sondern auch für Männer, die bereits Väter sind und sich bei Fragen mit anderen Männern austauschen möchten.

    Viele der Themen, die ich im Blog behandele sind vielleicht nicht unbedingt brandneu doch ich betrachte alles aus dem Blickwinkel der Männer.

    Die Vorbereitung der Seite hat nicht lange gedauert. Aus meiner Erfahrung als Vater ließen sich schnell eine beträchtliche Anzahl an Themen herausarbeiten über die man bloggen kann, so dass für ausreichend Lesestoff gesorgt ist. Die Domain und die Seite waren dank Wordpress schnell eingerichtet.

    Nach den ersten Monaten bin ich mit dem Erfolg recht zufrieden. Papa-Online hat im Monat ca. 1.200 Besucher mit ca. 3.000 Seitenaufrufen. Noch kein heller Stern am Blogfirmament aber ein Anfang. Dafür das ich seit ca. 3 Monaten online bin und 2 Posts pro Woche schreibe, bin ich schon ganz zufrieden. Mein Twitter, auf dem ich täglich interessante Links zum Thema tweete, hat bereits über 200 Follower.

    Ich bin ziemlich stolz, diese Idee umgesetzt zu haben und freue mich, dass ich scheinbar eine Nische gefunden habe, die einem kleinen Blog wie meinem eine Chance gibt zu wachsen und wer weiß was sich in 1-2 Jahren daraus entwickelt.

     
  • Andreas 14:16 am 14. Juni 2009 | 927 Permalink | Reply
    Tags: brainr, brainstorming, , , , , umsetzung

    3492238090_0aef2f9483_bSpricht man über kreative Arbeit oder Wege um Lösungen zu finden, so landet das “Brainstorming” immer ganz oben auf der Toolliste. Für klassische Brainstormings ist es in der Regel notwendig sich mit allen Beteiligten zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem festgelegten Ort (Meetingraum, Telekonferenz) zu treffen um zu “brainstormen“. Doch was wenn man mit verschiedenen Teams zusammenarbeitet, die sich an verschiedenen Teilen der Erde befinden – ggf. sogar in unterschiedlichen Zeitzonen? Hier einen Termin zu finden, der für alle passt, ist schwierig. Eine Online-Lösung muss her, auf der alles, losgelöst von Zeit und Raum, stattfindet und sich jeder in den kreativen Prozess einfinden kann. Genau das bietet brainR:

    brainR ist eine Plattform für Kreativität und Innovation im Web, die es jedem ermöglicht ein online Brainstorming durchzuführen, um so schnell und unkompliziert einen Lösungsansatz für eine Fragestellung zu bekommen.

    brainr-logo

    peter-grosskopfDie Idee fand ich sehr gut und dank Twitter konnte ich den Gründer und Mitentwickler Peter Grosskopf für ein Interview über die Verwirklichung von brainR gewinnen.

    1. Wenn Du einem Aussenstehenden BrainR in 2 Sätzen erklären müssten, wie würdest Du das tun? unbenannt-1
      BrainR ist eine Plattform für gemeinschaftliches Brainstorming im Internet. Nutzer können nach kreativen Antworten für Fragestellungen suchen; andere Benutzer geben ihre Ideen ein und trainieren so ihr kreatives Potenzial.
    2. Wie ist die Idee zu BrainR entstanden?
      Die Idee ist ziemlich spontan entstanden. Wir suchten für unseren Blog Ideentower.de eine Möglichkeit, um mit unseren Nutzern gemeinsam Ideen zu generieren. Für diesen Zweck schien uns die Möglichkeit über Kommentare im Blog zu gehen, nicht zielführend. Deshalb entwickelten wir brainR.
    3. Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?
      Der erste Prototyp ist innerhalb eines Wochenendes (!) entstanden. Als wir merkten, wie gut die Plattform von den Nutzern angenommen wird, haben wir einen Relaunch gemacht und brainR in die Form gebracht, wie es jetzt ist. Diese Vorgehensweise halte ich für sehr sinnvoll: erst mal gucken, wie die Idee angenommen wird, um Rückschlüsse für die Weiterentwicklung zu bekommen und dann ein Konzept richtig auszubauen.
    4. Was waren die größten Hindernisse auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung?
      Am Anfang war sicherlich die spärliche Verbreitung von Ruby on Rails Webspace ein Problem, welcher früher darüber hinaus auch noch sehr teuer war. Dieses Problem haben wir über eine gemeinsame Finanzierung mit den Leuten vom Ideentower gelöst. Ansonsten haben wir einfach gemacht und wenig über irgendwelche Risiken nachgedacht. Außerdem haben wir uns nicht von den Leuten beirren lassen, die das Konzept für unsinnig hielten. Dieses “Wer ist denn so blöd und gibt seine Ideen raus” habe ich auch lange nicht mehr gehört … ;-)
    5. Wie waren die Reaktionen Deines Umfeldes auf Dein Projekt?
      Am Anfang gab es schon ein paar Leute, die es für nicht vorstellbar hielten, dass Leute ihre Ideen kostenlos rausgeben. Aber mit der Zeit haben sich einige treue Fans herausgebildet. Interessant ist vor allem, dass jeder Nutzer seinen eigenen Anwendungszweck hat. Besonders überrascht war ich z.B. über die vielen Mütter, die mir geschrieben haben, die brainR zum Training ihrer Kreativität während der Elternzeit verwenden. An so was hätten wir am Anfang gar nicht gedacht …
    6. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft – bzw. wo möchtest Du Dein Projekt in 2 Jahren sehen?
      Nun ja. Es wäre vor allem schön, wenn ich mal wieder Full-Time an dem Projekt arbeiten könnte. Seit meiner Gründung von Zweitag habe ich leider nicht mehr so viel Zeit. Geplant ist aber, dass wir gemeinsam mit Zweitag eine neue Version bauen, in der auch das viele Feedback der Nutzer eingearbeitet sein wird.

    Danke Peter für Deine Antworten. BrainR ist eine interessante Möglichkeit um das interne Brainstorming raum- und zeitunabhängig durchzuführen aber auch um durch ein öffentliches Brainstorming Ideen von unbeteiligten Personen zu bekommen um die Betriebsblindheit zu überwinden.

    Creative Commons License photo credit: D’Arcy Norman & Peter Grosskopf, brainR

     
  • Andreas 14:52 am 28. Mai 2009 | 10 Permalink | Reply
    Tags: crowd, deutschland, , , , geld verdienen, , , influencer, , , sat 1, , umsetzung

    Gute Ideen umzusetzen und damit auch noch wirtschaftlichen Erfolg zu haben ist eine schwierige Sache. Nur wenige haben den Mut die Sache überhaupt anzugehen gescheige denn schaffen es wirklich wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals sind es die eigenen Zweifel, die eine Idee gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen lassen um sich auszuprobieren. Die Sat.1 Show “Die beste Idee Deutschland” (hier im Blog habe ich darüber berichtet) bedient sich eben diesen Zweifeln und macht einen Wettbewerb daraus, seine Ideen zu testen – nicht ganz ohne Haken.

    In meinem Feedreader bin ich heute auf ein Projekt gestoßen, dass einen anderen Ansatz verfolgt. Auf quirky.com kann jeder, der eine Idee für ein Produkt hat, diese einreichen – quirky.com produziert und vermarktet dieses Produkt dann und verteilt 30 % der Einnahmen auf die “Crowd” inklusive des Ideenbringers.

    Ganz so einfach ist es aber dann auch wieder nicht

    Damit quirky.com nicht mit Einsendungen überflutet wird, kostet es 99 $ (ca. 75 €) sein Produkt einzureichen. Zudem schreibt quirky vor, dass es sich um einen nicht elektonischen Verbrauchergegenstand handeln muss, der sich für weniger als 150 $ (ca. 110 €) verkaufen lassen muss.

    Nach der Einreichung, wird das Material von der quirky-Community gesichtet und bewertet. Erst dann wird entschieden ob es ein “Community-Projekt” wird, oder nicht.

    Auch ohne eigene Idee kann man mitmachen

    Auch wer keine eigene Idee für ein Produkt hat kann sich beteiligen und sogar Geld verdienen. Als sogenannter “Influencer” kann man durch Ideen zur Gestaltung, Namensgebung, etc. sich an der Umsetzung einer Idee beteiligen. Jeder Influencer hat ein eigenes Profil und abhängig von dem Engagement für ein Projekt erhält man “Anteile“. Diese Anteile können bei einer späteren Vermarktung des Produktes bares Geld wert sein.

    Wenn quirky ein Produkt verkauft, verteilen sie 30 % des Erlöses an die geteiligten Mitglieder – also an die Influencer. Hier kommen jetzt die “Anteile” ins Spiel – abhängig von den Anteilen, die man an der Produktentwicklung hatte, wird man bei der Verteilung des Erlöses beteiligt. Also nimmt quirky bspw. 3.000 $ ein werden 30 % davon verteilt = 900 $. Hat man ein Anteil von 6 % bekommt man beispielsweise 54 $ ausgezahlt. Das Ganze ist im Video noch einmal anschaulich erklärt.

    Quirky Influence from ben kaufman on Vimeo.

    Die “Crowd” stürzt sich auf das Produkt

    Zurück zum Ablauf: Nachdem die Idee für gut befunden wurde, wird sie bearbeitet. In der Gruppe, kann jeder der als “Influencer” angemeldet ist an dem Produkt mitarbeiten, also Details für das Produkt vorschlagen, Namensgebung beeinflussen, etc. Das Produkt wird durch die Community erstellt, von quirky produziert und vertrieben.

    Ist meine Idee auch immer noch meine?

    Ab dem Zeitpunkt, von dem die Idee in den Prozess der Umsetzung aufgenommen wurde, gehört sie mit allen Rechten Quirky. Das ist eine bittere Pille die man schlucken muss. quirky bekommt alle Rechte an der Idee übertragen und produziert daraus ein Produkt auf eigene Rechnung. Die Gründer argumentieren so, dass zwar die Idee jetzt quirky gehört, der Erfinder aber weiterhin finanziell am Erfolg eines Produktes beteiligt ist, während er nicht das Risiko (auch das finanzielle) eines Fehlschlages trägt.

    Fazit:

    Mein Fazit zu Quirky: ein Weg, wie man ohne großen Aufwand seine Idee ausprobieren und ohne eigenes unternehmerisches Risiko sogar Geld damit verdienen kann. Wenn man seine Idee abgibt, ist sie weg, das ist auch bei der eingangs erwähnten TV Show so und dessen muss man sich bewusst sein. Selbst wenn quirky die Idee umsetzen und verkaufen kann, so dass man damit selber Geld verdient, kann es passieren, dass das Unternehmen schließt und dann ist sowohl das funktionierende Produkt weg als auch die Rechte an diesem.

    Nichtsdestotrotz sollte man solche Gelegenheiten wahrnehmen um sich auszuprobieren. Besser ich probiere es, unter Abwägung der ggf. zu erwartenden Nachteile, als eine Idee gar nicht in Angriff zu nehmen.

    Wem das Ganze zu ausführlich war, hier das Video von quirky in dem das Konzept in 30 Sekunden erklärt wird.

    Quirky In 30 Seconds from ben kaufman on Vimeo.

     
  • Andreas 20:45 am 5. Mai 2009 | 28 Permalink | Reply
    Tags: , , , , rückblick, scheitern, umsetzung

    Be the Difference that Makes the Difference
    Eine Idee und ihre Umsetzung hat einen harten Weg vor sich. Zunächst muss einmal die Idee entstehen. Im weiteren Verlauf, muss der, der die Idee hatte, zu seiner Idee stehen und den Mut aufbringen sich mit ihr eingehend zu befassen und die Umsetzung in Erwägung ziehen.

    Es ist also schon recht viel nötig, damit eine Idee überhaupt erst einmal auf den Weg geschickt wird. Wer jetzt denk, damit wäre der “Drops gelutscht” und jetzt läuft es quasi von selbst, der täuscht sich gewaltig. Denn sind wir mit unserer Idee erstmal auf dem Weg gibt es noch viele weitere “Gefahren”. Über eine dieser Gefahren möchte ich heute schreiben – die Motivation.

    Nach dem Mut, bzw. dem fehlenden Mut (zur Umsetzung nämlich), ist die Motivation der zweitgrößte Feind einer noch so guten Idee. Viele werden sich fragen, warum? Die Motivation für ein Projekt blüht auf, wenn ich mich dazu entschlossen habe den Weg zu gehen, aufzubrechen ein Projekt umzusetzten. In dieser Phase ist man voll Tatendrang und motiviert bis in die Haarspitzen. Es ist auch nicht diese Motivation, die ich als Feind des Projektes oder der Idee sehe. Es ist die Motivation, die abflacht und die eines Tages auf einmal weg ist.

    Die Gründe warum die Motivation nachlässt und eines Morgens nicht mehr da ist, wo wir sie abends zuvor noch gesehen haben, sind vielfältig:

    • der Erfolg bleibt im gewünschten Maße aus
    • man hat andere Ideen, die auf einmal viel brillianter wirken
    • man arbeitet an mehreren Projekten gleichzeitig und ein Projekt verschlingt auf einmal mehr Zeit
    • an Stelle eines weiteren Projektes kann es auch die “reguläre” Arbeit sein der man nachgeht und die nicht ausreichend Zeit lässt das Projekt zu verfolgen

    Ich bin mir sicher, viele meiner Leser könnten die Liste der Gründe beliebig fortsetzen. Ist die Motiation erstmal weg ,setzt ein schleichender Prozess ein. Man verschiebt Aufgaben, man erledigt Dinge halbherzig und das, nicht zufriedenstellende, Resultat verringert die Motivation noch weiter. Die Abwärtsspirale kommt in Gang und die Idee, das Projekt, ist in ernsthafter Gefahr.

    Was tun?

    Zunächst, was sollten Sie nicht tun? Nichts überstürzen. Fällen Sie jetzt nicht aus der negativen Stimmung heraus (und Sie sind sicher negativer Stimmung denn Sie stellen fest, dass Ihre tolle Idee nicht mehr so toll ist oder nicht so funktioniert, wie Sie es anfänglich geplant haben) eine folgenschwere Entscheidung. Nehmen Sie sich Zeit um Ihre Idee, Ihr Projekt zu überdenken. Reflektieren Sie was schief gegangen ist. Sinnvoll ist es jetzt, sich die Aufzeichnungen hervorzusuchen, die Sie bei der Umsetzung der Idee gemacht haben (vorrausgesetzt Sie haben meinen Tipp aus dem Blog befolgt). Schauen Sie sich an, welche Annahmen Sie damals getroffen haben, wie Ihr Projekt aussehen sollte und überprüfen Sie ob diese “Vision” heute noch Bestand hat. Sollten Sie eine solche Aufzeichnung nicht haben, können Sie immer noch ein Wunschszenario erstellen.

    Dann gilt es die Situation genau zu analysieren:

    • gab es eine Fehleinschätzung bei der damaligen Planung
    • haben Sie einige Ihrer Ziele nicht erreicht
    • waren die Teilschritte falsch oder nicht korrekt eingeschätzt

    Gehen Sie selbstkritisch und vor allen Dingen offen mit sich ins Gericht und analysieren Sie die Situation genau.

    Abbrechen oder neu ausrichten und weitermachen?

    Basierend auf den Erkenntnissen die sich aus der genauen Situationsanalyse ergeben, können Sie nun Entscheidungen treffen, die Sie auch später nicht bereuen werden. Auch hier gilt es schonungslos ehrlich zu sich selbst zu sein.

    Viele Ideen bedürfen nur einer Korrektur um wieder fit gemacht zu werden. Einer der Hauptfehler liegt darin, dass man sich am Anfang zu viel zugetraut hat und dabei die anderen Lebensbereiche (Job, Familie, Hobbies) zu wenig berücksichtigt hat. Zeit ist hier das Zauberwort. Wenn man nur noch arbeitet und sich nach der Arbeit der Umsetzung seiner Idee widment, bleibt die Erholung und andere wichtige Lebensbereiche auf der Strecke. Das kann man nicht auf Dauer durchhalten.

    Auch wenn der Erfolg ausbleibt, sehen Sie sich Ihr Konzept noch einmal genau an. Was wollen Sie erreichen? Vielleicht müssen kleine Anpassungen gemacht werden damit es zu einem Erfolg wird.

    Das Wichtigste ist, nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und an der Stelle, an der Sie jetzt sind, waren vor Ihnen schon viele andere auch. Hier trennt sich die “Spreu vom Weizen”, wie man so schön sagt. Lernen Sie aus den Fehlern und nehmen Sie die nötigen Anpassungen vor, um die Motivation wieder zu erlangen. Drehen Sie Ihren Zeitplan etwas runter, richten Sie sich neu aus und schon geht es weiter.

    Aber: sollten Sie feststellen, dass Sie wirklich nicht weiterkommen oder es zeitlich nicht geregelt bekommen, kann es auch besser sein das Buch final zu schließen und sich die Sackgasse einzugestehen, in die man sich verrannt hat. Sparen Sie sich Ihre Lust und Zeit für die nächste Idee auf. Wenn Sie den Kopf erstmal wieder frei haben, wird sie bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

    Creative Commons License photo credit: Faithful Chant

     
  • Andreas 14:04 am 25. März 2009 | 7 Permalink | Reply
    Tags: , , , Selbstständig im Netz, umsetzung

    sinVon Zeit zu Zeit veröffentliche ich hier im Blog gerne Interviews von Menschen, die Ihre Idee angepackt und umgesetzt haben – bzw. in der Umsetzungsphase sind.

    Mich interessieren die Herausforderungen, die Erlebnisse, die Erfolge und Rückschläge, die mit der Umsetzung eines eigenen Projektes verbunden sind. In meinem Post von vorgestern habe ich bereits erwähnt, dass viele Menschen das Internet für die Verwirklichung Ihrer Ideen nutzen, da es sehr einfach und ohne große Anfangsinvestitionen zu starten ist und sich zudem mehr oder weniger gut nebenbei betreiben lässt. Sehr passend kommt daher heute das Interview mit Peer Wandiger von Selbststaendig-im-Netz.de.

    Peers Projekt beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit der Online-Selbstständigkeit im Allgemeinen und mit der Bloggerei im Speziellen. Auf seiner Seite findet man viele nützlich Tipps wie man seinen Blog richtig aufsetzt und welche Fehler man vermeiden sollte. Nicht zu vergessen sind auch die Ratschläge wie man seinen Blog monetarisieren kann und sei es nur um die Hostingkosten zu finanzieren. In der Anfangszeit meines Blogs (in der ich mich mit 6 Monaten ja eigentlich immer noch befinde) habe ich viel von Peer lernen können und bin froh das es seinen Blog gibt.

    Nun aber zum Interview:

    1. Wenn Du einem Aussenstehenden Deine Idee “Selbstständig im Netz” in 2 Sätzen erklären müssten, wie würdest Du das tun?
      “Selbstständig im Netz” bedeutet, das Internet als neue Möglichkeit zu nutzen, dass eigene Business erfolgreich(er) zu machen. In meinem Blog versuche ich mit Tipps, Tricks und Erfahrungen aus der Praxis diesen Selbtändigen und Unternehmen zu helfen.
    2. Wie ist die Idee zu Selbstständig im Netz entstanden?
      Ich habe mich vor einigen Jahren selber selbständig gemacht und dabei natürlich viele Erfahrungen gesammelt. Ich war schon davor lange im Netz unterwegs und habe auch Websites erstellt.
      Ich hatte schon länger nach einem Thema für einen Blog gesucht. Da dachte ich, es wäre eine gute Idee meine eigenen Erfahrungen in einem Blog zu verarbeiten, so dass auch andere Selbständige was davon haben und man sich austauschen kann.
      Der Blog entstand also ganz natürlich aus meiner damaligen Situation geraus.
    3. Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?
      Ich bin ja eigentlich jemand, der sehr lange plant, bevor er etwas umsetzt. Ich möchte halt nicht mir irgendwas halbgarem starten, sondern der erste Eindruck soll schon sehr gut sein.
      Den Blog habe ich damals im Februar 2007 aber sehr schnell gestartet. Einfach WordPress installiert und ein schönes und passendes Theme gesucht und eingebaut.
      Und dann habe ich einfach drauf los gebloggt. :-)
      Die Erfahrungen, die seitdem beim Bloggen gesammelt habe, habe ich natürlich auch im Blog verarbeitet. Und da ich mittlerweile doch über recht viel Blog-Erfahrung verfüge, habe ich vor kurzem einen neuen Blog gestartet, der sich auschließlich dem Thema “Bloggen” widmet: http://www.blogprojekt.de
    4. Was waren die größten Hindernisse auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung?
      Der eigentlich Start des Blogs ging reibungslos. WordPress macht es da sehr einfach. Noch einfacher geht es, wenn man sich bei einem Blog-Anbieter anmeldet. Dann muss man noch nicht mal eigenen Webspace haben oder sich um die Technik kümern.
      Der eigene Schweinhund war sicher eines der größten Hindernisse. Sich jeden Tag zu motivieren, einen Artikel zu schreiben fiel mir Anfangs nicht leicht.
      Am Anfang konnte ich jeden Besucher noch per Handschlag begrüßen. Es dauerte lange, bis ich meine Besucherzahlen steigern konnte. Aber das war auch eine sehr gute Schule.
    5. Wie waren die Reaktionen Deines Umfeldes auf Dein Projekt?
      Der Blog ist ja “nur” ein Nebenprojekt und viele haben es als Hobby gesehen.
      Am Anfang waren deshalb manche skeptisch, ob ich meine Zeit täglich in so einen Blog stecken sollte. Schließlich hat man als Selbständiger schon genug zu tun und wenn man nach einem langen Arbeitstag noch zusätzlich an einem Blog arbeitet, ist das so eine Sache.
      Aber mitterweile hat sich der Erfolg eingestellt und neben der Aufmerksamkeit, die auch meiner Selbständigkeit hilft, wirft der Blog auch ganz gutes Geld ab. Das man mit einem Blog regelmäßig 1.000 Euro und mehr im Monat verdienen kann, hat doch viele überrascht.
    6. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft – bzw. wo möchtest Du Dein Projekt in 2 Jahren sehen?
      Ich habe viele Ideen für Selbständig im Netz. Da kommt in den nächsten Monaten noch einiges neues. In 2 Jahren soll es mir einfach noch Spaß machen zu bloggen und wenn ich irgendwann mal allein von meinen Blogs und Websites leben kann, wäre das auch nicht schlecht.
      Ich arbeite auch an anderen Projekten, wie z.B. den genannten Blogprojekt.de-Blog. Es gibt viel zu tun und meine ToDo-Liste wird immer länger und länger.

    Peer ist ein Aushängeschild in der deutschen Blogosphäre denn einen Blog dorthin zu bringen wo Selbststaendig-im-Netz.de heute ist, ist harte Arbeit. Man kann also mit Fug und Recht Peers Umsetzung seiner Idee als extrem gelungen und erfolgreich bezeichnen.

    Danke Peer für das nette Interview und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Projekten.

     
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