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	<title>Papa Online &#187; recht</title>
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	<description>Erfahrungen, Meinungen und Ansichten von Mann zu Mann</description>
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		<title>Bin ich der Vater? So kannst Du es herausfinden.</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 06:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männer & Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[recht]]></category>
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Lesezeit: ca. 4 Minuten
Ich kann mir kaum vorstellen wie schlimm es sein muss herauszufinden, dass das Kind, das vor den eigenen Augen zur Welt gekommen ist und dem man sein ganzes Herz gegeben hat, nicht das eigene sein soll. Gibt es nur im Film denkst Du? Dachte ich auch doch die Statistik spricht andere, erschreckende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><img class="aligncenter size-full wp-image-600" title="Vaterschaftstest" src="http://www.papa-online.com/wp-content/uploads/2009/12/Vaterschaftstest.jpg" alt="Vaterschaftstest" width="600" height="250" /></h5>
<h5>Lesezeit: ca. 4 Minuten</h5>
<p>Ich kann mir kaum vorstellen wie schlimm es sein muss herauszufinden, dass das Kind, das vor den eigenen Augen zur Welt gekommen ist und dem man sein ganzes Herz gegeben hat, nicht das eigene sein soll. Gibt es nur im Film denkst Du? Dachte ich auch doch die Statistik spricht andere, erschreckende Worte.</p>
<p><a title="10% aller Neugeborenen sind Kuckuckskinder" href="http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/kuckuckskinder/223190?datum=2009-02-18" target="_blank">10% aller Neugeborenen (ca. 70.000 Kinder) im Jahr sind sogenannte Kuckuckskinder</a> &#8211; also Kinder von einem anderen Mann.</p>
<p>Nur ein Bruchteil der Fälle kommt tatsächlich ans Tageslicht. Ein sehr komplizierter Fall. In den meisten Fällen kommt &#8220;<em>Mann</em>&#8221; gar nicht auf den Gedanken, dass das Kind nicht von ihm sein könnte. Zu groß der Stolz, die Freude und das Vertrauen in die Partnerin. Selbst wenn Zweifel auftauchen haben Männer oft Schwierigkeiten damit umzugehen. Sie verdrängen den Gedanken, wollen das Bild der heilen Familie nicht zerstören oder wissen schlicht nicht was sie tun können.</p>
<p>Ich bin sehr froh, dass wir für den ersten Gastbeitrag auf Papa-Online.com eine Expertin zu dem Thema haben. Claudia Strelzing von <a title="weiter zu vaterschaftstests.de" href="http://www.vaterschaftstests.de" target="_blank">www.vaterschaftstests.de</a> gibt uns heute einen kleinen Einblick in die rechtliche Situation und die Unterschiede von Vater sein und Vater sein.<br />
<span id="more-587"></span></p>
<blockquote><p>Die Vaterschaft beruht überhaupt  nur auf der Überzeugung.<br />
(Goethe)</p></blockquote>
<h3>Wer ist der Vater? Ein Thema,  dass Eltern und Kinder interessiert</h3>
<p>Die letzten Schlagzeilen zum  Thema Vaterschaft machte im November 09 Martin Walser, als überraschenderweise,  zumindest für die Öffentlichkeit, bekannt wurde, dass er der leibliche,  und damit biologische Vater von Verleger Jakob Augstein ist. Bis dahin  war der soziale und wahrscheinlich auch juristische Vater der verstorbene  „Spiegel“- Gründer Rudolf Augstein.</p>
<h3>Sozial? Juristisch? Ist Vater  nicht gleich Vater?</h3>
<p>Nein, es gibt Unterschiede.  Ein Mann wird zum sozialen Vater, wenn er sich liebevoll um ein Kind  kümmert. Er ist nicht unbedingt ein nachgewiesener genetischer Verwandter.  Und er darf nur dann Entscheidungen für das Kind treffen, wenn er  auch im gesetzlichen Sinne Vater ist. Das bedeutet, er war zum Zeitpunkt  der Geburt mit der Mutter verheiratet, er hat die Vaterschaft anerkannt  oder sie gerichtlich feststellen lassen. Hier fängt oft die Verwirrung  an, da ein biologischer Vater, also jener, der das Kind gezeugt hat,  nicht zwangsläufig auch der juristische sein muß, wenn das Kind nämlich  aus einer außerehelichen Beziehung stammt.</p>
<h3>Bin ich der Vater? Wie krieg  ich’s raus?</h3>
<p>Hat ein (werdender) Vater Zweifel  an der Treue seiner Partnerin und damit an der Herkunft seines Kindes,  so kann ein Vaterschaftstest für Aufklärung sorgen. Häufig beruht  auf einer eindeutig festgestellten Vaterschaft nicht nur eine gesunde  Beziehung zum Kind. Es geht auch um finanzielle Punkte wie Erbansprüche  und Unterhalt. Auch Sozialleistungen werden von einer biologischen  Vaterschaft abhängig gemacht.</p>
<h3>Sicherheit schon vor der Geburt?</h3>
<p>Schon während einer Schwangerschaft  kann ein Mann, der nicht mit seiner Partnerin verheiratet ist, die Vaterschaft  gegenüber dem noch ungeborenen Kind anerkennen. Die Zustimmung der  Mutter ist dafür notwendig. Die Vaterschaft gilt dann auch juristisch.  Der Vater erhält das Sorgerecht und auch die Unterhaltspflicht. Er  kann nun die Erziehung in seinem Sinne mit beeinflussen.</p>
<p>Auch Vaterschafts<em>tests</em> sind während einer Schwangerschaft in gewissem Rahmen schon möglich. Das Ergebnis führt zu Sicherheit auf beiden Seiten und kann helfen,  die Schwangerschaft emotional stabiler zu erleben.</p>
<h3>Akzeptanz nach der Geburt.</h3>
<p>Unverheiratete Paare können  auch bis nach der Geburt mit der Anerkennung der Vaterschaft warten.  Sie kann dann beim Jugendamt, beim Amtsgericht, beim Standesamt oder  bei einem Notar durchgeführt werden.<br />
Im Gegensatz zu dieser freiwilligen  Anerkennung des Kindes durch seinen Vater, steht die Vaterschaftsfeststellung.  Bei einem unehelich geborenen Kind oder bei fehlender Anerkennung, ist  eine Vaterschaftsfeststellung der einzige Weg, den Vater zu bestimmen.</p>
<p>Hierzu gibt es neben einem  vereinfachten Verfahren bei einem Jugend- oder Standesamt ein gerichtliches  Feststellungsverfahren, in dem eine Klage erhoben werden kann.<br />
Grundlage dafür wird u.a.  ein gerichtlich anerkannter Vaterschaftstest sein. In Gegenwart von  Zeugen werden dafür im untersuchenden Labor, beim Arzt oder auch beim  Jugendamt DNA-Proben, entweder Speichel mit einem Mundhöhlenabstrich  oder Blut, genommen. Ein Test, an dem alle drei Personen teilnehmen,  führt meist zu einem deutlicheren Ergebnis. Auch DNA-Spuren aus Proben  wie Fingernägel, benutzte Schnuller, Zigarettenstummel o.ä. können  zu einem Vaterschaftstest verwendet werden.</p>
<h3>„Ganz der Vater“ – Kenntnis  der Vaterschaft</h3>
<p>Tausende Gentests jährlich zeugen von der Unsicherheit vieler Menschen, wenn es um ihre Verwandtschaft zueinander geht. Die Kenntnis der Vaterschaft und die Sicherheit darüber,  dass ein ganz bestimmter Mensch der leiblich Vater oder das Kind ist,  führt für viele Menschen zu einem ruhigerem Leben. Dennoch sollte  es das Wichtigste bleiben, dem Kind eine stabile Umgebung zu bieten,  in dem es in Liebe groß werden kann.</p>
<p>Foto: <a title="CC rights reserved by" href="http://www.flickr.com/photos/foreverphoto/" target="_blank">KellyB.</a></p>
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