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  • Andreas 07:45 am 12. Mai 2009 | 3 Permalink | Reply
    Tags: , , , internet, ,

    Saltoback 5mIch kann mich gar nicht oft genug wiederholen wenn ich sage, dass man keine Idee leichtfertig verwerfen sollte, egal wie verrückt oder sinnlos sie im ersten Moment auch erscheinen mag.

    Die größte Hürde einer Idee ist es wahrgenommen bzw. ernstgenommen zu werden – auch dies habe ich schon wiederholt betont.

    Um aber auf Worte Taten in Form von Beispielen folgen zu lassen, möchte ich Ihnen heute 10 Beispiele (gefunden im Nichegeek.com Blog) liefern, die meine Einstellung beweisen und Sie zu mehr Mut mit Ihren Ideen motivieren sollen:

    1. Die 1-Million-Dollar Homepage Noch einfacher geht es nicht. Der damals 21 jährige Student Alex Tew erstellte eine Homepage und verkaufte 1.000.000 Pixel auf dieser Seite als Werbefläche für je 1 USD/Pixel. Die Idee funktionierte und heute ist Alex Millionär.
    2. Hinter PickyDomain steckt eine Geschäftsidee, von der jeder sagen würde, dass dies kein Mensch braucht. Jeder, der eine Website hat, braucht auch eine Domain, also eine Internetadresse, unter der die Seite im Netz gefunden wird. Idealerweise sollte diese Adresse einen hohen Wiedererkennungswert haben, gut klingen, leicht zu merken sein und etwas mit dem Inhalt der Seite zu tun haben. Und genau das ist der Service von PickyDomain. Sollten Sie auf der Suche nach einem guten Domainnamen sein, schlägt Ihnen PickyDomain einen vor. Mit dieser Geschäftsidee wird PickyDomain in diesem Jahr einen 6-stelligen Betrag erlösen.
    3. Braucht Ihr Hund eine Brille? Ich denke, Sie werden mit “Nein” antworten und doch wurden die Gründer von Doggles mit der Idee, Brillen für Hunde online zu vertreiben, Millionäre.
    4. LaserMonks ist eine weitere Skurilität des Netzes. Es sind 8 Mönche in einer Abtei in Monroe (USA – wo sonst), die Ihre Druckerpatronen wieder auffüllen. Im Jahr 2005 haben sie damit satte 2,5 Millionen USD (ca. 1,9 Mio. €) umgesetzt.
    5. Würden Sie einen AntennaBall (eine Art Fuchsschwanz in Ballform) an der Antenne Ihres Autos befestigen? Nein? Und doch wurde Jason Wall mit genau dieser Geschäftsidee – also diese Antennen-Bälle im Internet zu verkaufen – zum Millionär.
    6. FitDeck ein Kartenspiel mit Turn- und Workoutübungen für verschiedene Gelegenheiten ist eine weitere ungewöhnliche Idee. Für verschiedene Zielgruppen werden unterschiedlichste Work-Out Kategorien angeboten. Ein Kartenspiel kostet 18,95 $ (ca. 15 €) und bescherte dem früheren Navy Seal und Fitness Trainer Phil Black letztes Jahr einen Umsatz von 4,7 Mio $ (~ 3,6 Mio €).
    7. Auf den ersten Blick wirkt die Idee von PositivesDating.com geschmacklos. Auf den zweiten Blick aber ist die Idee wirklich gut. Auch HIV-positive Menschen haben weiterhin das Bedürfnis nach Nähe und Partnerschaft. Mit PositivesDating.com haben Paul Graves und Brandon Koechlin eine Plattform geschaffen, auf denen sich HIV-Infizierte mit anderen HIV-Infizierten Menschen zu Dates verabreden können.
    8. Aus der Kategorie “Dinge, die die Welt nicht braucht” kommt auch die Idee der Designer Diaper Bags, also Designer Windeltaschen. Christie Rein designte Windeltaschen, die chic sind und 2-4 Windeln für unterwegs Platz bieten. Innerhalb von einem Jahr erwirtschaftete sie so ca. 180.000 $ (ca. 140.000 €). Heute ist das Sortiment von 22 Taschen weltweit online sowie in 120 Botiquen für 14,99 $/Stück (ca. 12 €) erhältlich.
    9. Die folgende Idee kann nur in Amerika entstehen. Lucky Wishbone ist eine Tradition zu Thanksgiving in Amerika, bei der ein Knochen von zwei Personen gebrochen werden muss. Die Person, auf deren Seite der Knochen bricht, hat im kommenden Jahr besonders viel Glück. Da es offenbar während den Thanksgiving Essen in Amerika regelmäßig zu Streitigkeiten wegen dieser Knochen kommt (scheinbar sind nie genug davon da), hat sich Ken Ahroni dazu entschlossen, diese Knochen aus Plastik anzubieten. Heute produziert Ken 30.000 Knochen/Tag und hat 2006 die Millionen Dollar Umsatzgrenze genommen.
    10. Zum Schluss der Liste kommt eine Idee, die ich besonders gut, weil so schön verrückt, finde. Mit SantaMail hat der Gründer Byron Reese den Nerv von Millionen Kindern und Eltern getroffen. Er hat sich eine Adresse am Nordpol registrieren lassen und schickt, auf Bestellung, personalisierte Briefe als vermeintlicher Weihnachtsmann an Kinder. 10 Dollar (7,50 €) kostet es die Eltern einen vorgefertigten Brief vom Weihnachtsmann an die Kinder schicken zu lassen. Seit dem Geschäftsstart, im Jahr 2001, hat Byron schon mehr als 200.000 Briefe verschickt.

    Ich hoffe Sie werden, wie ich, zu der Erkenntnis kommen, dass heute wirklich alles möglich und nichts mehr undenkbar ist. Nehmen Sie Ihren Mut und versuchen Sie einfach Ihre Ideen auch umzusetzen.

    Creative Commons License photo credit: HERRUWE

     
  • Andreas 17:50 am 29. März 2009 | 6 Permalink | Reply
    Tags: internet, legacy locker, , testament

    Wat een mooie dagDer eigene Tod ist ein unschönes Ereignis und die wenigsten beschäftigen sich gerne damit. Dennoch müssen wir uns darum kümmern, was zum Beispiel mit unseren Hinterlassenschaften geschehen soll wenn wir einmal nicht mehr sind. Ich bin mir sicher viele, die diesen Post lesen, haben ein Regelung für Ihre Angehörigen getroffen: wer bekommt die Lebensversicherung ausgezahlt, wer kümmert sich um die Kinder wenn etwas passiert, was geschieht mit meinem Hab und Gut, etc. Je nach Lebenssituation kann die Detailtiefe der Ausgestaltung variieren, doch in der Regel hat jeder eine solche Art von Regelung bereits getroffen.

    Das Web 2.0 bringt enorme Möglichkeiten mit sich, wie man sich im Internet präsentieren kann. Man hat seine eigenen Profile in diversen Social Networks, man betreibt eigene Homepages, Blogs, etc. Dieses “Eigentum” kann mitunter sogar richtig viel Geld wert sein. Doch haben Sie etwa geregelt, wer nach Ihrem Tod Zugriff auf Ihr Xing oder StudiVZ Profil hat? Wer die Passwörter für Ihren Blog erhält zumindest um dort eine Nachricht zu hinterlassen, dass der Blog nicht weiter gepflegt wird oder ihn ggf. verkaufen kann?
    Ich auch nicht. Ich muss gestehen ich habe mir, bis dato, noch nie darüber Gedanken gemacht was mit diesen Daten geschieht. Genau hierüber nachzudenken hat mich ein Blogpost auf Scobelizer.com angeregt und mich dazu bewogen die Seite LegacyLocker.com als meine Seite der Woche zu präsentieren.

    Das Konzept ist wirklich schnell und einfach erklärt. Auf LegacyLocker.com kann man nach der Registrierung sämtliche Online Services einrichten, die Login-Informationen erfordern.
    Man gibt den Service ein, die Login-Informationen und die Informationen über die Person, die nach dem Versterben diese Informationen bekommen soll. Ein weiterer Service, den Legacy Locker anbietet ist der automatische Versand von persönlichen Abschiedsbriefen. Nach Ihrem Tod, versendet Legacy Locker in Ihrem Namen eMails an Menschen die Sie über Ihren Tod informieren möchten. Das können sehr persönliche Botschaften sein, sogar mit Video oder aber förmliche.

    Der Service von LegacyLocker.com soll nächsten Monat an den Start gehen. Es gibt drei verschiedene Accounts, (Stand heute) die man eröffnen kann. Der kostenfreie Test-Account beinhaltet die Möglichkeit die Informationen über drei Dienste zu hinterlassen und einen Begünstigten zu nennen. Darüberhinaus kann man einen Abschiedsbrief abspeichern. Die Jahresmitgliedschaft erlaubt es unbegrenzt viele Hinterlassenschaften einzurichten und diese auf ebenfalls unbegrenzt viele Begünstigte zu verteilen. Auch die Anzahl der Abschiedsbriefe ist unbegrenzt. Die einzige Begrenzung ist die Laufzeit – sie ist auf 12 Monate beschränkt. Die Jahresmitgliedschaft kostet 29,99 $ (~ 23 €). Wer gänzlich keine Beschränkung möchte, der ist mit einer Einmalzahlung von 299,99 $ (ca. 226 €) auf Lebenszeit abgesichert.

    Diese neue Geschäftsidee aus Amerika (woher auch sonst) klingt, auf den ersten Blick, wie eine die niemand wirklich braucht. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, fallen mir etliche Accounts ein, von denen ich schon möchte, das meine Hinterbliebenen Zugriff auf sie haben, ich aber aktuell der einzige bin der die Zugangsdaten hat. Wenn ich alleine bedenke wie viele persönliche Bilder ich auf FlickR gespeichert habe. Es wäre ein großer Verlust wenn meine Familie hierauf keinen Zugriff hätte. Auch Bankkonten werden heute online geführt, doch durch das reale Institut ist dies kein Problem. Denken wir aber an PayPal. Die Familie weiß unter Umständen nicht einmal von dem PayPal-Account und vielleicht ereilt mich der Tod ja so schnell, dass die letzten Überweisungen noch dort liegen?

    Es gibt also durchaus Berechtigung für einen solchen Service und ich finde es eine ganz gute Idee. Ob der Preis gerechtfertigt ist vermag ich nicht zu beurteilen. Ich denke, wenn man ein Testament beim Notar erstellen lässt sind ähnliche Summen fällig.

    Ein Knackpunkt ist, wie so oft, die Pflegeintensität. Wer weiß schon, ob die Account-Daten in bspw. 50-60 Jahren noch die gleichen sind? Vielleicht ändern sich die Passwörter, man löscht sein Account um ein neues zu eröffnen oder ähnliches. Um also eine wirkliche Absicherung seiner Daten für die Hinterbliebenen zu gewährleisten ist ein regelmäßiger Abgleich unerlässlich. Ob also eine solche Absicherung online erfolgen muss oder genauso gut als Testamentserweiterung gehandhabt werden kann, muss jeder selbst entscheiden und beurteilen. Darüber nachzudenken und sich in dieser Hinsicht vorzubereiten halte ich für ratsam.

    Creative Commons License photo credit: hans s

     
  • Andreas 14:04 am 25. März 2009 | 7 Permalink | Reply
    Tags: , internet, , Selbstständig im Netz,

    sinVon Zeit zu Zeit veröffentliche ich hier im Blog gerne Interviews von Menschen, die Ihre Idee angepackt und umgesetzt haben – bzw. in der Umsetzungsphase sind.

    Mich interessieren die Herausforderungen, die Erlebnisse, die Erfolge und Rückschläge, die mit der Umsetzung eines eigenen Projektes verbunden sind. In meinem Post von vorgestern habe ich bereits erwähnt, dass viele Menschen das Internet für die Verwirklichung Ihrer Ideen nutzen, da es sehr einfach und ohne große Anfangsinvestitionen zu starten ist und sich zudem mehr oder weniger gut nebenbei betreiben lässt. Sehr passend kommt daher heute das Interview mit Peer Wandiger von Selbststaendig-im-Netz.de.

    Peers Projekt beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit der Online-Selbstständigkeit im Allgemeinen und mit der Bloggerei im Speziellen. Auf seiner Seite findet man viele nützlich Tipps wie man seinen Blog richtig aufsetzt und welche Fehler man vermeiden sollte. Nicht zu vergessen sind auch die Ratschläge wie man seinen Blog monetarisieren kann und sei es nur um die Hostingkosten zu finanzieren. In der Anfangszeit meines Blogs (in der ich mich mit 6 Monaten ja eigentlich immer noch befinde) habe ich viel von Peer lernen können und bin froh das es seinen Blog gibt.

    Nun aber zum Interview:

    1. Wenn Du einem Aussenstehenden Deine Idee “Selbstständig im Netz” in 2 Sätzen erklären müssten, wie würdest Du das tun?
      “Selbstständig im Netz” bedeutet, das Internet als neue Möglichkeit zu nutzen, dass eigene Business erfolgreich(er) zu machen. In meinem Blog versuche ich mit Tipps, Tricks und Erfahrungen aus der Praxis diesen Selbtändigen und Unternehmen zu helfen.
    2. Wie ist die Idee zu Selbstständig im Netz entstanden?
      Ich habe mich vor einigen Jahren selber selbständig gemacht und dabei natürlich viele Erfahrungen gesammelt. Ich war schon davor lange im Netz unterwegs und habe auch Websites erstellt.
      Ich hatte schon länger nach einem Thema für einen Blog gesucht. Da dachte ich, es wäre eine gute Idee meine eigenen Erfahrungen in einem Blog zu verarbeiten, so dass auch andere Selbständige was davon haben und man sich austauschen kann.
      Der Blog entstand also ganz natürlich aus meiner damaligen Situation geraus.
    3. Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?
      Ich bin ja eigentlich jemand, der sehr lange plant, bevor er etwas umsetzt. Ich möchte halt nicht mir irgendwas halbgarem starten, sondern der erste Eindruck soll schon sehr gut sein.
      Den Blog habe ich damals im Februar 2007 aber sehr schnell gestartet. Einfach WordPress installiert und ein schönes und passendes Theme gesucht und eingebaut.
      Und dann habe ich einfach drauf los gebloggt. :-)
      Die Erfahrungen, die seitdem beim Bloggen gesammelt habe, habe ich natürlich auch im Blog verarbeitet. Und da ich mittlerweile doch über recht viel Blog-Erfahrung verfüge, habe ich vor kurzem einen neuen Blog gestartet, der sich auschließlich dem Thema “Bloggen” widmet: http://www.blogprojekt.de
    4. Was waren die größten Hindernisse auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung?
      Der eigentlich Start des Blogs ging reibungslos. WordPress macht es da sehr einfach. Noch einfacher geht es, wenn man sich bei einem Blog-Anbieter anmeldet. Dann muss man noch nicht mal eigenen Webspace haben oder sich um die Technik kümern.
      Der eigene Schweinhund war sicher eines der größten Hindernisse. Sich jeden Tag zu motivieren, einen Artikel zu schreiben fiel mir Anfangs nicht leicht.
      Am Anfang konnte ich jeden Besucher noch per Handschlag begrüßen. Es dauerte lange, bis ich meine Besucherzahlen steigern konnte. Aber das war auch eine sehr gute Schule.
    5. Wie waren die Reaktionen Deines Umfeldes auf Dein Projekt?
      Der Blog ist ja “nur” ein Nebenprojekt und viele haben es als Hobby gesehen.
      Am Anfang waren deshalb manche skeptisch, ob ich meine Zeit täglich in so einen Blog stecken sollte. Schließlich hat man als Selbständiger schon genug zu tun und wenn man nach einem langen Arbeitstag noch zusätzlich an einem Blog arbeitet, ist das so eine Sache.
      Aber mitterweile hat sich der Erfolg eingestellt und neben der Aufmerksamkeit, die auch meiner Selbständigkeit hilft, wirft der Blog auch ganz gutes Geld ab. Das man mit einem Blog regelmäßig 1.000 Euro und mehr im Monat verdienen kann, hat doch viele überrascht.
    6. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft – bzw. wo möchtest Du Dein Projekt in 2 Jahren sehen?
      Ich habe viele Ideen für Selbständig im Netz. Da kommt in den nächsten Monaten noch einiges neues. In 2 Jahren soll es mir einfach noch Spaß machen zu bloggen und wenn ich irgendwann mal allein von meinen Blogs und Websites leben kann, wäre das auch nicht schlecht.
      Ich arbeite auch an anderen Projekten, wie z.B. den genannten Blogprojekt.de-Blog. Es gibt viel zu tun und meine ToDo-Liste wird immer länger und länger.

    Peer ist ein Aushängeschild in der deutschen Blogosphäre denn einen Blog dorthin zu bringen wo Selbststaendig-im-Netz.de heute ist, ist harte Arbeit. Man kann also mit Fug und Recht Peers Umsetzung seiner Idee als extrem gelungen und erfolgreich bezeichnen.

    Danke Peer für das nette Interview und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Projekten.

     
  • Andreas 21:37 am 23. März 2009 | 4 Permalink | Reply
    Tags: , , internet, ,

    Blogging tools, at Nerja Parador...Seit dem es das Internet gibt, ist es so einfach geworden wie noch nie, sich seine eigene Beschäftigung zu suchen und damit sogar Geld zu verdienen. Websites sind schnell erstellt und kosten nicht viel Geld. Darüber hinaus ist das Feld offen und man kann sich in alle Richtungen bewegen. Egal ob man als Power-Seller seinen eigenen Shop betreibt, ob man eine Community oder ein Forum betreibt oder ob man sich als Blogger versucht mit interessanten Artikeln die Aufmerksamkeit von möglichst vielen Lesern zu gewinnen. Der Fantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

    Heute möchte ich mich dem Thema “bloggen” widmen, da ich mich seit einiger Zeit selbst dazu zähle. Wenn man sich entscheidet einen Blog zu starten, egal ob aus Spaß am Schreiben oder mit dem Ziel Geld damit zu verdienen (wobei letzteres wirklich nicht als primäres Ziel zu empfehlen ist – es wird schief gehen), versucht man seine Themen für sich zu umreißen. Worüber schreibt man, welche Zielgruppe könnte sich dafür interessieren, etc. Schaut man sich die erfolgreichen Blogs an, dann stellt man fest, dass viele erfolgreiche Blogs übers Bloggen selbst schreiben. Warum ist das so?

    Nun, ich denke es liegt daran, dass es für Blogger kein Handbuch gibt, keine goldene Regel. Das lässt Spielraum für sehr viel Spekulation. Erfolgreiche Blogs, die das “erfolgreiche Bloggen” als Thema haben werden nie müde zu erwähnen, wie viel Geld sie damit verdienen und wie wenig Zeit sie investieren. Angezogen vom Traum reich zu sein und dafür wenig zu tun, suchen viele ihr Glück im Internet und dort das Rezept wie sie möglichst ohne Umwege in die Schlossallee des Web 2.0 einziehen können. So füttern diese Blogger geschickt Ihre Kunden.

    Es gibt kein Patentrezept

    Wenn man all diese Blogs über die Zeit verfolgt, stellt man eines ganz deutlich fest: es gibt kein Patentrezept für Erfolg beim Bloggen. Das wäre auch das Ende all der “Blogging-Blogs“, dann gäb es nämlich nichts mehr zu schreiben. Keine Sorge, das wird kein weiterer Beitrag der in die Reihe der so bloggen Sie richtig-Kategorie fällt. Mich beschäftigt, da ich diesen Blog nun seit fast einem halben Jahr betreibe, die Frage wie man es als Amateurblogger dauerhaft schafft einen Blog einigermaßen erfolgreich, und ohne totale Aufgabe des Privatlebens, zu betreiben. Ich bin selbst berufstätig und habe einen Job, der mich ziemlich in Anspruch nimmt (9-10 Stundentage sind die Regel, eher sogar mehr). Darüberhinaus habe ich Familie, mit der ich ebenfalls meine Zeit verbringen möchte. Wie schafft man es also, das alles zu kombinieren wenn der Tag doch nur 24 Stunden hat und ich meine 7,5 – 8 Stunden Schlaf brauche, um zu gebrauchen zu sein?

    Wie viel, wie oft?

    Stellt sich zuerst einmal die Frage wie oft man bloggen sollte und wann. Alleine darauf eine Antwort zu finden ist müßig. Fragen Sie 10 Leute bekommen Sie mindestens genauso viele, unterschiedliche Antworten. Die einen sagen, man müsse mindestens jeden Tag etwas schreiben. Andere wiederum sagen, dass 2-3 gute Beiträge pro Woche völlig ausreichen. Schließt sich die Frage an, wann man bloggen sollte. Auch hierzu gibt es zahlreiche Meinungen. Während die einen fest davon überzeugt sind, dass man feste Blogzeiten haben sollte, vertreten andere die Meinung man solle schreiben, wenn es etwas zu schreiben gibt. Wer nun Recht hat und wer nicht wird sich niemals abschließend klären lassen, denn es gibt sowohl Blogs, die sehr erfolgreich mit der einen als auch mit der anderen Methode sind. Bloggen ist sehr individuell, kein Blog ist wie der andere und so lassen sich auch die Methoden nicht kopieren. Was für Blog X gut funktioniert, mag bei Blog Y floppen.

    Technik, die den Bloggern hilft

    Seit der Erfindung von RSS und der großen Popularität von RSS-Feed Readern spielt die Blogfrequenz nicht mehr die entscheidende Rolle, da der Leser nicht regelmäßig auf die Seite kommen muss um zu sehen ob es etwas neues gibt, sondern in seinem Reader sieht wenn neue Beiträge erschienen sind. Daher kann man sich etwas entspannter zurücklehnen und seinen Gedanken freien Lauf lassen.
    Ich persönlich habe es mir zum Ziel gesetzt 3-4 Posts pro Woche zu verfassen und habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich es nicht schaffe (verrückt, oder?). Gerade in der letzten Zeit beläuft sich meine Frequenz eher auf 1-2 Posts die Woche, was mir persönlich deutlich zu wenig ist. Aber wie bekommt man nun seinen Job, die Familie und das Bloggen (Reihenfolge ist zufällig und entspricht nicht meinen Prioritäten) unter einen Hut?

    Organisation, Organisation, Organisation.

    Es ist, wie so oft im Leben, alles eine Sache der Organisation. Man hat Tage in der Woche, das sitzt man bis spät Abends im Büro und ist froh wenn man den Computer für den Tag nicht mehr sehen muss. Solche Tage sind keine Blogtage. Wenn man sich jetzt aufrappelt und einen Post schreibt, wird das mit ziemlicher Sicherheit eine mittelschwere Quälerei und das sieht man dem Beitrag später an. Ich werde an solchen Tagen Blog Blog sein lassen und mich aufs Sofa setzten. Meist ist nicht jeder Tag der Woche so und man findet einen entspannten Abend oder, für die Frühaufsteher unter uns, Morgen um etwas zu schreiben. An solchen Tagen sollte man der Kreativität freien Lauf lassen und soviel zu schreiben wie man kann. Vielleicht einen Post fertig schreiben und 2-3 andere Rohschriften verfassen. Durch den Puffer, den man sich so zurecht schreibt, kann man das schlechte Gewissen vertreiben und es ist weniger zeitaufwendig einen Beitrag zu veröffentlichen, denn die Hauptarbeit ist bereits getan. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass man den verfassten Rohtext nach einigen Tagen erneut durchgeht und bearbeitet. Durch den zeitlichen Abstand hat man einen ganz anderen Blickwinkel und man kann den Text effektiver korrigieren, so dass dabei meist bessere Ergebnisse zu Tage treten als wenn man den Text an einem Tag geschrieben und veröffentlicht hätte.

    Es muss nicht immer ein großer Text sein.

    Der Blogger blogt um sich mitzuteilen, um Informationen, von denen er denkt sie könnten für andere interessant sein, zu verbreiten. Der geschriebene Text ist aber nicht der einzige Weg, wie man sich mitteilen kann. Für die Tage an denen man nichts zu schreiben hat, aber dennoch einen Beitrag veröffentlichen möchte, gibt es vielerlei Möglichkeiten an “Füllmaterial” die keineswegs schlechter sind als ein guter Beitrag. Sollten Sie Social Bookmarking, wie beispielsweise Delicious nutzen, können Sie Ihre Bookmarks veröffentlichen und somit Ihren Lesern zeigen was Sie im Internet interessantes gefunden haben. Andere Alternativen sind Umfragen (vielleicht als Recherche für einen zukünftigen Beitrag), Gewinnspiele, Interviews, etc. Eine besonders gelungen Variante fand ich neulich im Kwerfeldein Blog. Als der Autor aufgrund einer Erkältung matt gesetzt war, machte er einen sogenannten Netzwerktag und teilte seinen Lesern mit, wo sie ihn im Internet überall finden können. Eine super Idee, denn so vernetzt man sich mit seinen Lesern und erzeugt eine qualitativ viel höhere Bindung.

    Es gibt viele Möglichkeiten seinen Blog mit Leben zu füllen, welche für den eigenen Blog die Richtige ist kann niemand sagen. Es hängt vom Thema des Blogs ab, von der Zielgruppe und vom Autor selbst. Ich werde für meinen Blog versuchen die oben genannten Dinge zu befolgen und hoffe, damit meinem Ziel der 3-4 Posts näher zu kommen.

    Sind Sie auch Amateurblogger? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht. Ich bin für Ihre Tipps dankbar.

    Creative Commons License photo credit: Ben30

     
  • Andreas 21:12 am 1. März 2009 | 56 Permalink | Reply
    Tags: 12seconds, , internet,

    The most expensive webcam of all times?Pünktlich zum Ende der Woche möchte ich, heute ausnahmsweise an einem Sonntag, das Ergebnis meiner Wahl zur Seite der Woche bekanntgeben.

    Im Internet werden immer mehr Inhalte angeboten. Jeden Tag starten hunderte von Blogs und andere, informative, Quellen. Da ist es schwierig den Überblick zu behalten und unmöglich alles zu lesen. Daher ist der aktuelle Trend Inhalte zu verkürzen. Das überaus erfolgreiche Projekt “Twitter“, ein Microblogging Dienst den ich hier schon vorgestellt habe, beschränkt jeden Beitrag (sog. Tweet) auf 140 Zeichen.

    Eine Beschränkung ähnlicher Art hat auch die Seite dieser Woche: 12seconds.tv.

    “Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte” (Fred R. Barnard).


    Eine Sekunde Video besteht aus ca. 60 Bildern und sagt demnach mehr als 60.000 (!) Worte. Video ist also ein Kommunikationsmedium der Zukunft um effizient Informationen zu transportieren. Und genau auf dieser Annahme basiert 12seconds.tv. Es ist eine Art Videomicroblogging-Plattform.

    Der Vorteil dieser “short is sexy” Dienste, wie Twitter oder Tumblr, ist, das die Information ohne große Einführung daher kommen, meist sehr kompakt und auf das Wesentliche fokussiert sind.

    Die Videos bei 12seconds.tv sind, wie sich vermuten lässt, genau 12 Sekunden lang. Man muss also seine Botschaft sehr “auf den Punkt” formulieren, um sie in einem Video bei 12Seconds zu verpacken.

    12seconds.tv könnte der nächste große Trend als “Video-Twitter” werden. Der beliebteste Twitter-Client “Tweetdeck” hat jedenfalls schon reagiert und spendiert seiner aktuellsten Version eine 12Seconds.tv-Schnittstelle mit dem sich direkt aus Tweetdeck 12Seconds Videos aufnehmen und publizieren lassen.

    Auch ich habe bereits ein 12seconds.tv Account, bin aber noch nicht dazu gekommen ein Video zu posten. Wenn ich mir darüber im Klaren bin, wie ich 12seconds.tv für mich nutzen möchte, werde ich es bestimmt nachholen und hier darüber berichten.

    Teilen Sie mir mit was Sie von der Idee halten oder welche Erfahrungen Sie schon selbst damit gemacht haben. Freue mich über Ihren Kommentar.
    Creative Commons License photo credit: MK Media Productions

     
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