Samen, die meisten fallen auf steinigen Grund, nur wenige treffen auf fruchtbaren Boden und keimen. (Zitat: Jesus, Neues Testament)
Über diesen Auszug aus dem neuen Testament bin bei der Lektüre des Fokus gestolpert und habe ihn mir sofort notiert. Das Zitat lässt sich auch auf Ideen anwenden – mit Ideen ist es so, dass tagtäglich viele entstehen aber nur die wenigsten umgesetzt oder angegangen werden.
Worin liegt der Grund dafür? Ich habe mich mit den mögliche Gründen beschäftigt. Meiner Meinung nach gibt es 3 Hauptursachen:
- Fehlender Mut zur eigenen Idee
- Fehlende Möglichkeit zur Umsetzung
- Idee vergessen oder “aus den Auge verlieren“
Kommt Ihnen eine Idee und Sie finden Sie wirklich gut, fehlt Ihnen vielleicht der Mut diese Idee umzusetzen. Etwas neues anpacken bedeutet auch Neuland zu betreten und sich der Gefahr auszusetzen zu scheitern. Ich möchte in diesem Zusammenhang einen meiner Blogpost empfehlen – trauen Sie sich, etwas neues zu probieren.
In einigen Fällen ist es tatsächlich so, dass man eine Idee hat, die man wirklich nicht selbst umsetzen kann. Es fehlen die Mittel, das Know-How, die Zeit oder alles zusammen. Man muss aber deshalb die Idee nicht gleich verwerfen. Es gibt mittlerweile zu so vielen Themengebieten sogenannte Crowdsourcing-Projekte, bei denen man seine Ideen einstreuen kann. Sollten Sie kein passendes Projekt finden, schicken Sie mir Ihre Idee. Ich veröffentliche Ihre Idee im Ideencast und konserviere sie so für die Zukunft.
Doch kommen wir zum 3. und, meiner Ansicht, Hauptgrund warum Ideen nicht umgesetzt werden. Das Vergessen. Viele Ideen und Geistesblitze, die wir haben, kommen uns in willkürlichen Momenten und Situationen. Wir sind gerade mit etwas völlig anderem beschäftigt als uns eine Idee erwischt – eine Lösung zu einem Problem oder einfach nur ein guter Einfall. Jetzt ist sofortige Aktion gefordert denn ansonsten ist der Einfall so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Ich habe in diesem Zuge schon ein Instrument vorgestellt – den guten alten Notizblock – das wohl klassischste Instrument für Notizen aller Art. Im Zuge der weitreichenden Technisierung möchte ich die Liste der Instrumente, mit denen sich Ideen, Inspirationen und Einfälle aller Art einfangen und zur späteren Aufarbeitung festhalten lassen, erweitern.
- Feedreader - beim Durchstöbern der abonnierten Feeds treffe ich regelmäßig auf tolle Ansätze oder mich inspiriert ein Blogeintrag zu einer Idee. In einem solchen Moment nutze ich nicht meine Notizbücher, denn den ganzen Link abzuschreiben und mir entsprechende Querverweise zu notieren dauert einfach zu lange. Als ambitionierter Nutzer des Google-Reader mache ich von den zahlreichen Funktionalitäten Gebrauch. Entweder, ich “markiere” den Beitrag, so dass ich ihn später wieder finde oder ich versende den Link aus dem Reader per eMail und füge der Mail stichpunktartig Gedankenstützen hinzu
- E-Mail – nutze ich als zentrale Inbox. Wie oben beschrieben, landen hier meine Ideen, die ich aus dem Google Reader versende oder ich schicke mir Einfälle, die mir während der Arbeit kommen, als Notizmail. Als eMail Programm nutze ich GMail, da mir mein gutes altes Outlook zu viel des Guten war und GMail alles das kann, was Outlook auch kann. Zudem ist es immer und überall online verfügbar, was meine eMail Nutzung deutlich vereinfacht und erweitert hat. Besonders nützlich finde ich den Aufgabenplaner in GMail. Hier kann man eine Mail direkt in den Aufgabenplaner verschieben und hat so mit zwei Klicks aus der Idee eine Aufgabe zur Umsetzung gemacht.
- Social Bookmarking – neben Feedreadern und eMail sind Bookmarking Seiten, also Dienste bei denen man beliebte Internetseiten markieren kann, ein nützliches Tool um Ideen und Inspirationen einzufangen. Ich nutze hierfür delicious. Wenn ich eine Homepage oder einen Blogbeitrag lese, der mir gefällt und den ich mir später noch einmal ansehen möchte, weil er interessante Informationen enthält, “bookmarke” ich ihn mit zwei Klicks. Zur besseren Verwaltung kann ich verschiedene Tags also Stichworte hinzufügen, damit ich später nicht die Übersicht über meine Bookmarks verliere. Ich kann ferner, ähnlich wie beim Linkversand über eMail, noch Notizen und Stichworte hinzufügen damit ich mich besser erinnern kann warum ich die Seite gebookmarkt habe. Sollten Sie, wie ich, den Service von Friendfeed nutzen, können Ihre Freunde genau verfolgen welche Seiten Sie als interessant markiert haben und welche Notizen Sie gemacht haben.
Dies sind Beispiele und Anwendungen, wie ich sie gerne nutze. Mich interessiert sehr, wie Sie Ihr Ideen täglich einfangen. Schreiben Sie Ihre Methode in den Kommentar.
photo credit: StuSeeger

