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  • Andreas 14:52 am 28. Mai 2009 | 10 Permalink | Reply
    Tags: crowd, deutschland, , , geld, geld verdienen, , , influencer, , , sat 1, ,

    Gute Ideen umzusetzen und damit auch noch wirtschaftlichen Erfolg zu haben ist eine schwierige Sache. Nur wenige haben den Mut die Sache überhaupt anzugehen gescheige denn schaffen es wirklich wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals sind es die eigenen Zweifel, die eine Idee gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen lassen um sich auszuprobieren. Die Sat.1 Show “Die beste Idee Deutschland” (hier im Blog habe ich darüber berichtet) bedient sich eben diesen Zweifeln und macht einen Wettbewerb daraus, seine Ideen zu testen – nicht ganz ohne Haken.

    In meinem Feedreader bin ich heute auf ein Projekt gestoßen, dass einen anderen Ansatz verfolgt. Auf quirky.com kann jeder, der eine Idee für ein Produkt hat, diese einreichen – quirky.com produziert und vermarktet dieses Produkt dann und verteilt 30 % der Einnahmen auf die “Crowd” inklusive des Ideenbringers.

    Ganz so einfach ist es aber dann auch wieder nicht

    Damit quirky.com nicht mit Einsendungen überflutet wird, kostet es 99 $ (ca. 75 €) sein Produkt einzureichen. Zudem schreibt quirky vor, dass es sich um einen nicht elektonischen Verbrauchergegenstand handeln muss, der sich für weniger als 150 $ (ca. 110 €) verkaufen lassen muss.

    Nach der Einreichung, wird das Material von der quirky-Community gesichtet und bewertet. Erst dann wird entschieden ob es ein “Community-Projekt” wird, oder nicht.

    Auch ohne eigene Idee kann man mitmachen

    Auch wer keine eigene Idee für ein Produkt hat kann sich beteiligen und sogar Geld verdienen. Als sogenannter “Influencer” kann man durch Ideen zur Gestaltung, Namensgebung, etc. sich an der Umsetzung einer Idee beteiligen. Jeder Influencer hat ein eigenes Profil und abhängig von dem Engagement für ein Projekt erhält man “Anteile“. Diese Anteile können bei einer späteren Vermarktung des Produktes bares Geld wert sein.

    Wenn quirky ein Produkt verkauft, verteilen sie 30 % des Erlöses an die geteiligten Mitglieder – also an die Influencer. Hier kommen jetzt die “Anteile” ins Spiel – abhängig von den Anteilen, die man an der Produktentwicklung hatte, wird man bei der Verteilung des Erlöses beteiligt. Also nimmt quirky bspw. 3.000 $ ein werden 30 % davon verteilt = 900 $. Hat man ein Anteil von 6 % bekommt man beispielsweise 54 $ ausgezahlt. Das Ganze ist im Video noch einmal anschaulich erklärt.

    Quirky Influence from ben kaufman on Vimeo.

    Die “Crowd” stürzt sich auf das Produkt

    Zurück zum Ablauf: Nachdem die Idee für gut befunden wurde, wird sie bearbeitet. In der Gruppe, kann jeder der als “Influencer” angemeldet ist an dem Produkt mitarbeiten, also Details für das Produkt vorschlagen, Namensgebung beeinflussen, etc. Das Produkt wird durch die Community erstellt, von quirky produziert und vertrieben.

    Ist meine Idee auch immer noch meine?

    Ab dem Zeitpunkt, von dem die Idee in den Prozess der Umsetzung aufgenommen wurde, gehört sie mit allen Rechten Quirky. Das ist eine bittere Pille die man schlucken muss. quirky bekommt alle Rechte an der Idee übertragen und produziert daraus ein Produkt auf eigene Rechnung. Die Gründer argumentieren so, dass zwar die Idee jetzt quirky gehört, der Erfinder aber weiterhin finanziell am Erfolg eines Produktes beteiligt ist, während er nicht das Risiko (auch das finanzielle) eines Fehlschlages trägt.

    Fazit:

    Mein Fazit zu Quirky: ein Weg, wie man ohne großen Aufwand seine Idee ausprobieren und ohne eigenes unternehmerisches Risiko sogar Geld damit verdienen kann. Wenn man seine Idee abgibt, ist sie weg, das ist auch bei der eingangs erwähnten TV Show so und dessen muss man sich bewusst sein. Selbst wenn quirky die Idee umsetzen und verkaufen kann, so dass man damit selber Geld verdient, kann es passieren, dass das Unternehmen schließt und dann ist sowohl das funktionierende Produkt weg als auch die Rechte an diesem.

    Nichtsdestotrotz sollte man solche Gelegenheiten wahrnehmen um sich auszuprobieren. Besser ich probiere es, unter Abwägung der ggf. zu erwartenden Nachteile, als eine Idee gar nicht in Angriff zu nehmen.

    Wem das Ganze zu ausführlich war, hier das Video von quirky in dem das Konzept in 30 Sekunden erklärt wird.

    Quirky In 30 Seconds from ben kaufman on Vimeo.

     
  • Andreas 07:45 am 12. Mai 2009 | 3 Permalink | Reply
    Tags: , geld, , , ,

    Saltoback 5mIch kann mich gar nicht oft genug wiederholen wenn ich sage, dass man keine Idee leichtfertig verwerfen sollte, egal wie verrückt oder sinnlos sie im ersten Moment auch erscheinen mag.

    Die größte Hürde einer Idee ist es wahrgenommen bzw. ernstgenommen zu werden – auch dies habe ich schon wiederholt betont.

    Um aber auf Worte Taten in Form von Beispielen folgen zu lassen, möchte ich Ihnen heute 10 Beispiele (gefunden im Nichegeek.com Blog) liefern, die meine Einstellung beweisen und Sie zu mehr Mut mit Ihren Ideen motivieren sollen:

    1. Die 1-Million-Dollar Homepage Noch einfacher geht es nicht. Der damals 21 jährige Student Alex Tew erstellte eine Homepage und verkaufte 1.000.000 Pixel auf dieser Seite als Werbefläche für je 1 USD/Pixel. Die Idee funktionierte und heute ist Alex Millionär.
    2. Hinter PickyDomain steckt eine Geschäftsidee, von der jeder sagen würde, dass dies kein Mensch braucht. Jeder, der eine Website hat, braucht auch eine Domain, also eine Internetadresse, unter der die Seite im Netz gefunden wird. Idealerweise sollte diese Adresse einen hohen Wiedererkennungswert haben, gut klingen, leicht zu merken sein und etwas mit dem Inhalt der Seite zu tun haben. Und genau das ist der Service von PickyDomain. Sollten Sie auf der Suche nach einem guten Domainnamen sein, schlägt Ihnen PickyDomain einen vor. Mit dieser Geschäftsidee wird PickyDomain in diesem Jahr einen 6-stelligen Betrag erlösen.
    3. Braucht Ihr Hund eine Brille? Ich denke, Sie werden mit “Nein” antworten und doch wurden die Gründer von Doggles mit der Idee, Brillen für Hunde online zu vertreiben, Millionäre.
    4. LaserMonks ist eine weitere Skurilität des Netzes. Es sind 8 Mönche in einer Abtei in Monroe (USA – wo sonst), die Ihre Druckerpatronen wieder auffüllen. Im Jahr 2005 haben sie damit satte 2,5 Millionen USD (ca. 1,9 Mio. €) umgesetzt.
    5. Würden Sie einen AntennaBall (eine Art Fuchsschwanz in Ballform) an der Antenne Ihres Autos befestigen? Nein? Und doch wurde Jason Wall mit genau dieser Geschäftsidee – also diese Antennen-Bälle im Internet zu verkaufen – zum Millionär.
    6. FitDeck ein Kartenspiel mit Turn- und Workoutübungen für verschiedene Gelegenheiten ist eine weitere ungewöhnliche Idee. Für verschiedene Zielgruppen werden unterschiedlichste Work-Out Kategorien angeboten. Ein Kartenspiel kostet 18,95 $ (ca. 15 €) und bescherte dem früheren Navy Seal und Fitness Trainer Phil Black letztes Jahr einen Umsatz von 4,7 Mio $ (~ 3,6 Mio €).
    7. Auf den ersten Blick wirkt die Idee von PositivesDating.com geschmacklos. Auf den zweiten Blick aber ist die Idee wirklich gut. Auch HIV-positive Menschen haben weiterhin das Bedürfnis nach Nähe und Partnerschaft. Mit PositivesDating.com haben Paul Graves und Brandon Koechlin eine Plattform geschaffen, auf denen sich HIV-Infizierte mit anderen HIV-Infizierten Menschen zu Dates verabreden können.
    8. Aus der Kategorie “Dinge, die die Welt nicht braucht” kommt auch die Idee der Designer Diaper Bags, also Designer Windeltaschen. Christie Rein designte Windeltaschen, die chic sind und 2-4 Windeln für unterwegs Platz bieten. Innerhalb von einem Jahr erwirtschaftete sie so ca. 180.000 $ (ca. 140.000 €). Heute ist das Sortiment von 22 Taschen weltweit online sowie in 120 Botiquen für 14,99 $/Stück (ca. 12 €) erhältlich.
    9. Die folgende Idee kann nur in Amerika entstehen. Lucky Wishbone ist eine Tradition zu Thanksgiving in Amerika, bei der ein Knochen von zwei Personen gebrochen werden muss. Die Person, auf deren Seite der Knochen bricht, hat im kommenden Jahr besonders viel Glück. Da es offenbar während den Thanksgiving Essen in Amerika regelmäßig zu Streitigkeiten wegen dieser Knochen kommt (scheinbar sind nie genug davon da), hat sich Ken Ahroni dazu entschlossen, diese Knochen aus Plastik anzubieten. Heute produziert Ken 30.000 Knochen/Tag und hat 2006 die Millionen Dollar Umsatzgrenze genommen.
    10. Zum Schluss der Liste kommt eine Idee, die ich besonders gut, weil so schön verrückt, finde. Mit SantaMail hat der Gründer Byron Reese den Nerv von Millionen Kindern und Eltern getroffen. Er hat sich eine Adresse am Nordpol registrieren lassen und schickt, auf Bestellung, personalisierte Briefe als vermeintlicher Weihnachtsmann an Kinder. 10 Dollar (7,50 €) kostet es die Eltern einen vorgefertigten Brief vom Weihnachtsmann an die Kinder schicken zu lassen. Seit dem Geschäftsstart, im Jahr 2001, hat Byron schon mehr als 200.000 Briefe verschickt.

    Ich hoffe Sie werden, wie ich, zu der Erkenntnis kommen, dass heute wirklich alles möglich und nichts mehr undenkbar ist. Nehmen Sie Ihren Mut und versuchen Sie einfach Ihre Ideen auch umzusetzen.

    Creative Commons License photo credit: HERRUWE

     
  • Andreas 21:54 am 11. März 2009 | 0 Permalink | Reply
    Tags: , geld,

    ChessEnde letzten Jahres habe ich einen Blogpost verfasst, der sich mit der, sich anbahnenden, Krise beschäftigt. Ich habe darin jedoch mehr die Chance im Fokus und weniger die Gefahr.

    Nach fast einem Quartal im Krisenjahr 2009 gibt es schon einige, die durch die Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Neben der Suche nach einem Job, sehen viele auch einen Weg aus der Arbeitslosigkeit, in dem sie eine Idee aufgreifen und versuchen sich mit dieser Idee selbstständig zu machen. Im Blog von Jeff Cornwall habe ich einen interessanten Begriff hierfür gefunden: “Unternehmer aus Versehen(”Accidental Entrepreneurs”).

    In einer solchen Situation nicht den Kopf in den Sand zu stecken sondern seine Zukunft aktiv gestalten zu wollen ist genau der richtige Weg. Wer mit seiner Idee wirtschaftlichen Erfolg haben will, dem möchte ich die 3 M´s von Jeff Cornwall ans Herz legen – egal mit welchem Hintergrund Sie sich mit Ihrer Idee selbstständig machen möchten.

    Gibt es einen Markt?

    Sie müssen herausfinden, ob es genügend Menschen gibt, die für das was Sie anbieten möchten (Produkte, Dienstleistungen) Geld ausgeben würden. Genügend ist hierbei ein wichtiger Begriff. Es müssen so viele sein, dass Sie davon leben können.

    Diese Frage sollten Sie sich auch stellen, wenn Sie beispielsweise einen Blog starten möchten ohne das primäre Ziel Geld damit zu verdienen. Bei der Themenauswahl sollten Sie sich die Frage stellen ob das Thema für ausreichend Menschen interessant sein könnte.

    Diese Art von Analyse ist nie einfach zu bewerkstelligen und weder ich noch Jeff Cornwall können Ihnen im Blog wirkliche Patentrezepte an die Hand geben. Wenn Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten möchten, versuchen Sie sich den idealen Kunden vorzustellen. Was tut er, wie viel Geld hat er wiederum zur Verfügung, etc. Dann müssen Sie herausfinden, wie viele dieser Kunden es wohl geben könnte. Es gibt für Deutschland gute und frei verfügbare Informationen über Demographie und mit intensiver Recherche von Google & Co. lässt sich fast alles in Erfahrung bringen. Versuchen Sie mit Menschen zu sprechen, die Ihr Produkt Ihrer Meinung nach kaufen würden um zu überprüfen ob Ihre Annahmen richtig waren. Gibt es bereits Firmen oder Organisationen, die ein ähnliches Produkt anbieten? Versuchen Sie mit diesen ins Gespräch zu kommen, um herauszufinden wie sie es machen. Sie müssen Ihre Kunden und die Branche in die Sie einsteigen möchten genau kennen. Wer sind die großen Spieler und was können Sie besser als die Marktteilnehmer?

    Kann ich eine gesunde Marge erzielen?

    Die nächste, elementare Frage, die Sie für sich und Ihre Idee klären müssen ist, ob es eine Marge gibt – also ob Sie einen höheren Preis für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung erzielen können als es Sie in der Herstellung kostet. Sie müssen hierfür keinen ausgefeilten Businessplan erstellen. Meist reicht schon eine fundierte Einschätzung des Verkaufspreises, den Sie meinen erzielen zu können. Von diesem müssen Sie Ihre Kosten abziehen – vergessen Sie dabei nicht Ihr eigenes Gehalt und zwar so viel, dass Sie damit Ihre Grundbedürfnisse decken können.

    Ist das was für mich?

    Sie können eine tolle Idee haben und den Markt genau eruieren. Sie sind sich sicher, dass sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung gut verkaufen ließe und Sie damit auch sicherlich Geld verdienen könnten. Wenn Sie diese letzte Frage mit “nein” beantworten, lassen Sie die Finger davon. Es geht bei dieser Frage darum, ob Sie in der Lage sind all Ihre Ideen und Pläne in Taten umzusetzen. Nur ein zweifelsfreies und klares “Ja” bestätigt das Herzblut, das Sie benötigen werden um Ihre junge Idee durch die Herausforderungen des täglichen Geschäftsalltages zu steuern.

    Viele von uns haben Ideen von denen Sie denken, man könnte sie erfolgreich in Geschäftsideen umsetzen. So manche Bauchlandung hätte durch eine objektive Betrachtung und Überprüfung der 3 Punkte vermieden werden können. Speziell der Verlust des Arbeitsplatzes und des festen Einkommens kann panische Affektreaktionen hervorrufen. Durch diese getrieben, stürzt man sich auf Ideen die halbgar sind oder nicht das Potenzial haben einen Full-Time Job zu ersetzen. Das kostet die Motivation und kostbare Zeit. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn Ihnen der Job abhanden kommt. Das soziale Netz in Deutschland wird Sie, zumindest eine Zeit lang, auffangen und Sie können sich ausreichend Zeit nehmen an Ihrem Konzept zu arbeiten. Parallel kann es nie schlecht sein sich, als Plan B, weiter zu bewerben.

    Creative Commons License photo credit: frankblacknoir

     
  • Andreas 20:28 am 2. Februar 2009 | 0 Permalink | Reply
    Tags: , , geld, , , ,

    juliusturm - last steps to the lightHaben Sie meinen Beitrag zum Thema Gründung in Krisenzeiten gelesen? Wenn ja, dann wissen Sie, dass der Zeitpunkt für eine Firmengründung gar nicht so schlecht ist, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag (sollten Sie den Beitrag nicht gelesen haben, wissen Sie was Sie nachholen sollten). Wenn Sie an diesem Punkt sind, an dem dieser Beitrag Sie sehr neugierig macht, haben Sie sicher schon zwei Phasen durchlebt.

    1. Die Entstehung der Idee
    2. Die Ausgestaltung der Idee

    Sie sind so sehr von der Idee besessen, dass Sie sich damit gerne selbstständig machen möchten, auch wenn es anfangs nur als Nebenerwerb reicht? Dann möchte ich Ihnen die 7 nächsten Schritte erläutern, die vor Ihnen liegen:

    1. Machen Sie sich klar was Sie können. Selbstreflexion nennen das die Fachleute. Worum es geht ist ziemlich einfach. Machen Sie sich klar was Sie können. Durchforsten Sie alles was Sie gelernt haben, in der Schule, in der Ausbildung während Ihrer beruflichen Laufbahn. Schreiben Sie erstmal alles auf, jede Fortbildung, welche Sprachen Sie können, etc. Konzentrieren Sie sich nicht ausschließlich auf das, was Sie beruflich machen sondern auch privat. Welchen Hobbies gehen Sie nach, welche Stärken haben Sie hierfür entwickelt, … Glauben Sie mir, alles ist wichtig. Auch die Hobbies oder gerade die Hobbies. Wenn es Ihnen nicht augenscheinlich ist, was das mit einer Geschäftsidee zu tun hat, möchte ich Ihnen ein kurzes Beispiel liefern. Sie spielen Tennis? Eine Einzelsportart. Beim Spiel mit Ihrem Gegner liegen Sie einen Satz hinten und der Gegner hat schon 3 Spiele vor. Aussichtslos das Match noch zu drehen. Doch Sie beißen sich rein, kämpfen sich Punkt um Punkt heran. Die Kraft Ihres Gegners lässt nach und am Ende des Matches haben Sie gewonnen… Ich denke Sie wissen worauf ich hinaus will. Wenn Sie alles notiert haben, werden Sie eine beeindruckende Liste vor sich sehen und Sie werden sich wundern, was Sie alles können.
    2. Stärken und Schwächen. Nachdem Sie wissen was Sie können, geht es nun darum sich auch klar vor Augen zu halten, was Sie nicht oder nicht gut können. Hier gilt es wirklich schonungslos zu sein und sich nicht selber etwas vorzumachen.
    3. Persönliche Situation berücksichtigen. Es ist wichtig für Sie, Ihre aktuelle Lebenssituation zu analysieren. Das ist in sofern wichtig, als dass Sie genau wissen sollten wo Sie aktuell im Leben stehen und wo Sie hinwollen. Involvieren sie Ihren Partner und Ihre Familie in diesen Prozess. Wenn Sie sich selbstständig machen, bedeutet dies einen sehr großen Arbeitsaufwand bei ungewisser Einnahmesituation. Dies ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt und vor allem von allen Familienmitgliedern mitgetragen werden sollte.
    4. Resümieren Sie die Ergebnisse der ersten 3 Schritte. Sie haben analysiert was Sie können, wo Sie noch Schwächen haben und Sie haben die Vereinbarkeit mir Ihrer aktuellen Lebenssituation geprüft. Mit diesem Wissen lassen sich nun die nächsten Schritte planen und angehen. Da Sie Ihre Schwächen kennen, werden Sie nun daran arbeiten diese zu kompensieren und Ihre Stärken noch besser einzubringen.
    5. Was hat der Kunde davon? Wenn Sie mit Ihrer Idee nun soweit sind, dass Sie auf den Kunden losstürmen wollen, nehmen Sie sich noch einen Augenblick zurück. Ich weiß, dass Sie für sich alles feinsäuberlich zurechtgelegt haben. “Ich kann dies und das, ich mache es so und so… “. Das ist auch alles gut so aber, versetzen Sie sich nun in die Lage des Kunden und betrachten Sie Ihre Argumente aus seiner Perspektive. Welchen Wert hat Ihre Idee, mit der Sie sich selbstständig machen möchten, für den, der dafür Geld bezahlen soll? Bekommt er die gleichen Produkte/Services nicht bereits schon beim Wettbewerb, vielleicht sogar besser oder günstiger? Seien Sie Ihr kritischster Kunde und nehmen Sie sich regelrecht auseinander. Analysieren Sie den Preis, den ein Kunde für Ihre Produkte/Leistung zahlen würde. Es ist einer der unangenehmen Schritte, aber noch unangenehmer ist es, wenn Ihre tatsächlichen Kunden Sie derart auseinander nehmen würden.
    6. Rechnen Sie. Sie haben nun eine Verkaufspräsentation die den härtesten Kunden bereits überzeugt hat und Sie sind sich sicher, dass der festgelegte Preis erzielbar ist. Jetzt können Sie an die weiteren Berechnungen gehen. Welche Kosten werden Sie haben, wie viel benötigen Sie um von der Tätigkeit leben zu können, was müssen Sie für den Start anschaffen, was kostet die Firmengründung (Notarkosten, Gebühren für Eintragungen, etc.)? Wie schnell rechnen Sie mit den ersten Einnahmen, wann planen Sie die Kostendeckung bzw. die ersten Gewinne? Schätzen Sie Ihre Kosten möglichst exakt ein, sollten Sie unsicher sein, greifen Sie lieber zu hoch als am Ende mit Ihrer Kalkulation nicht hinzukommen (kaufmännisches Vorsichtsprinzip!).
    7. Zeit für den Fachmann. Gratulation, Sie haben nun einen hieb- und stichfesten Businessplan ausgearbeitet, der zur Vorlage bei einem Fachmann geeignet ist. Dies empfehle ich jedem, der sich mit einer Gründung beschäftigt. So gut der Plan auch ist, irgendetwas hat man immer übersehen oder schlicht nicht gewusst. Ein Gespräch mit dem Fachmann, beleuchtet das Projekt nochmals kritisch und wirft vielleicht Punkte auf, die Ihnen so noch nicht aufgefallen sind.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Idee und beglückwünsche Sie nochmals zu Ihrem Vorhaben. Sie gehören zu den Wenigen, die diesen langen Weg konsequent gehen. Viele Menschen aus Ihrem Umfeld werden Sie für Ihre Konsequenz und Ihren Mut beneiden. Sie tun was Sie wirklich wollen – viel zu wenig Menschen können dies von sich behaupten. Nachtrag: Alle die jenigen, die Sie jetzt beneiden sollten sich das folgende Video ansehen, dass im amerikanischen Fernsehen während der SuperBowl Übertragung lief. Vielleicht kommen sie ja auch zu dem Schluss, dass es Zeit ist etwas zu verändern.

    Creative Commons License photo credit: extranoise

     
  • Andreas 21:14 am 29. Januar 2009 | 2 Permalink | Reply
    Tags: , , geld, , , Michael Buckley, , , youtube

    The Great Orion Nebula (M42)Das Internet, unendliche Weiten…

    In der Tat ist es so, dass der Spielraum für verrückte Ideen, mit dem Internet und seinen immer neuen Entwicklungen, stetig wächst. Es gibt nichts was undenkbar wäre. Wie Techcrunch uns heute ins Gedächtnis ruft, hielten die Menschen 1981 die Vorstellung, dass man sich morgens mit einem Kaffee an seinen Rechner setzt und die Tageszeitung online liest, für utopische Zukunftsmusik. Wenige Jahre später ist es das Normalste der Welt.

    Hier nochmal die revolutionäre Meldung von damals im amerikanischen Fernsehen:

    Wer weiß, wie wir in 10 Jahren über unsere heutige Medienlandschaft denken? Mit dieser schnellen Entwicklungen entstehen immer wieder interessante Möglichkeiten, neue Ideen umzusetzen und davon leben zu können, teilweise sogar sehr gut.

    YouTube ist ein ganz ähnliches Beispiel. Vor gar nicht so langer Zeit, als sich Bandbreite, des Namens nicht würdig, noch jenseits der 56k Modems bewegte, glaubte niemand wirklich daran, dass man eines Tages im Internet ein Alternativprogramm zum Fernsehen findet. Heute schauen junge Leute fast mehr YouTube als TV. Diese Entwicklung brachte einer Generation, ganz neue Stars. Michael Buckley ist einer dieser neuen YouTube Stars. Im lokalen TV-Programm mit seiner Lästershow mäßig erfolgreich, ist er auf YouTube der Star. Mit bescheidenem Equipemnt hat Michael angefangen seine Show aufzunehmen. Heute sehen über 200.000 Menschen seine wöchentliche Show auf YouTube, über 100 Millionen Mal wurde sein YouTube Channel aufgerufen und auch die New York Times hat schon über Ihn geschrieben.

    Seit dem Google nun mit YouTube auch endlich Geld verdienen möchte, und in YouTube-Videos Werbung einblendet, lohnen sich solche Shows für die Betreiber richtig. Michael Buckley, so schätzt man, kommt inzwischen auf ein ganz stattliches, 6-stelliges, Sümmchen im Jahr. Wie so oft möchten viele auf den Zug des Erfolges aufspringen und suchen im Internet den schnellen Reichtum. Nirgendwo sonst findet man ähnliche viele Beispiele, wie man mit wenig viel erreichen kann. So ist es kaum verwunderlich, dass Michael Buckley nicht der Einzige ist, der auf YouTube um die Gunst der Besucher und damit um Werbedollar buhlt.

    Ähnlich erfolgreich, wenn auch mit einem anderen Konzept ist Marina Orlova mit HotForWords. Ihr Konzept ist sogar noch simpler als das von Michael, doch nicht minder wirksam. Marina hat russische Wurzeln lebt aber in Amerika. In Ihrem Podcast klärt Sie Ihre Besucher, oder “Studenten“, wie sie sie nennt, über Herkunft und Hintergrund von verschiedenen Begriffen auf. Dabei geizt sie nie mit ihren weiblichen Reizen – wen wunderts: Sex sells. Sie erinnern sich vielleicht, Marina hatte auch hier im Blog schon einmal den Begriff  “Twitter” eindrucksvoll erklärt.

    Hier noch ein kleines Video von Marina und Michael zusammen:

    Sie sehen also, es gibt für jede Idee eine Chance, verwirklicht zu werden. Und wenn Sie sie jetzt nocht nicht sehen, warten Sie es ab. Wer weiß welche Chance sich in Zukunft noch für Ihre Idee ergibt. Solange können Sie sie auch gerne in meinem Ideencast parken und wieder abholen, wenn die Zeit reif ist.

    Creative Commons License photo credit: Opo Terser

     
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