

Gute Ideen umzusetzen und damit auch noch wirtschaftlichen Erfolg zu haben ist eine schwierige Sache. Nur wenige haben den Mut die Sache überhaupt anzugehen gescheige denn schaffen es wirklich wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals sind es die eigenen Zweifel, die eine Idee gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen lassen um sich auszuprobieren. Die Sat.1 Show “Die beste Idee Deutschland” (hier im Blog habe ich darüber berichtet) bedient sich eben diesen Zweifeln und macht einen Wettbewerb daraus, seine Ideen zu testen – nicht ganz ohne Haken.
In meinem Feedreader bin ich heute auf ein Projekt gestoßen, dass einen anderen Ansatz verfolgt. Auf quirky.com kann jeder, der eine Idee für ein Produkt hat, diese einreichen – quirky.com produziert und vermarktet dieses Produkt dann und verteilt 30 % der Einnahmen auf die “Crowd” inklusive des Ideenbringers.
Ganz so einfach ist es aber dann auch wieder nicht
Damit quirky.com nicht mit Einsendungen überflutet wird, kostet es 99 $ (ca. 75 €) sein Produkt einzureichen. Zudem schreibt quirky vor, dass es sich um einen nicht elektonischen Verbrauchergegenstand handeln muss, der sich für weniger als 150 $ (ca. 110 €) verkaufen lassen muss.
Nach der Einreichung, wird das Material von der quirky-Community gesichtet und bewertet. Erst dann wird entschieden ob es ein “Community-Projekt” wird, oder nicht.
Auch ohne eigene Idee kann man mitmachen
Auch wer keine eigene Idee für ein Produkt hat kann sich beteiligen und sogar Geld verdienen. Als sogenannter “Influencer” kann man durch Ideen zur Gestaltung, Namensgebung, etc. sich an der Umsetzung einer Idee beteiligen. Jeder Influencer hat ein eigenes Profil und abhängig von dem Engagement für ein Projekt erhält man “Anteile“. Diese Anteile können bei einer späteren Vermarktung des Produktes bares Geld wert sein.
Wenn quirky ein Produkt verkauft, verteilen sie 30 % des Erlöses an die geteiligten Mitglieder – also an die Influencer. Hier kommen jetzt die “Anteile” ins Spiel – abhängig von den Anteilen, die man an der Produktentwicklung hatte, wird man bei der Verteilung des Erlöses beteiligt. Also nimmt quirky bspw. 3.000 $ ein werden 30 % davon verteilt = 900 $. Hat man ein Anteil von 6 % bekommt man beispielsweise 54 $ ausgezahlt. Das Ganze ist im Video noch einmal anschaulich erklärt.
Quirky Influence from ben kaufman on Vimeo.
Die “Crowd” stürzt sich auf das Produkt
Zurück zum Ablauf: Nachdem die Idee für gut befunden wurde, wird sie bearbeitet. In der Gruppe, kann jeder der als “Influencer” angemeldet ist an dem Produkt mitarbeiten, also Details für das Produkt vorschlagen, Namensgebung beeinflussen, etc. Das Produkt wird durch die Community erstellt, von quirky produziert und vertrieben.
Ist meine Idee auch immer noch meine?
Ab dem Zeitpunkt, von dem die Idee in den Prozess der Umsetzung aufgenommen wurde, gehört sie mit allen Rechten Quirky. Das ist eine bittere Pille die man schlucken muss. quirky bekommt alle Rechte an der Idee übertragen und produziert daraus ein Produkt auf eigene Rechnung. Die Gründer argumentieren so, dass zwar die Idee jetzt quirky gehört, der Erfinder aber weiterhin finanziell am Erfolg eines Produktes beteiligt ist, während er nicht das Risiko (auch das finanzielle) eines Fehlschlages trägt.
Fazit:
Mein Fazit zu Quirky: ein Weg, wie man ohne großen Aufwand seine Idee ausprobieren und ohne eigenes unternehmerisches Risiko sogar Geld damit verdienen kann. Wenn man seine Idee abgibt, ist sie weg, das ist auch bei der eingangs erwähnten TV Show so und dessen muss man sich bewusst sein. Selbst wenn quirky die Idee umsetzen und verkaufen kann, so dass man damit selber Geld verdient, kann es passieren, dass das Unternehmen schließt und dann ist sowohl das funktionierende Produkt weg als auch die Rechte an diesem.
Nichtsdestotrotz sollte man solche Gelegenheiten wahrnehmen um sich auszuprobieren. Besser ich probiere es, unter Abwägung der ggf. zu erwartenden Nachteile, als eine Idee gar nicht in Angriff zu nehmen.
Wem das Ganze zu ausführlich war, hier das Video von quirky in dem das Konzept in 30 Sekunden erklärt wird.
Quirky In 30 Seconds from ben kaufman on Vimeo.

In meinem Beitrag zur Seite der Woche habe ich
Angesichts der Vielzahl der Angebote ist ein solcher Wegweiser eine wirklich nützliche Sache und eine tolle Idee. Und damit wären wir bei meinem Thema. Es hat mich interessiert wie Heiko auf diese Idee gekommen ist und wie er seine Idee umgesetzt hat. Daher habe ich Ihn gebeten mir ein paar Fragen zu beantworten, damit ich die Geschichte einer erfolgreich umgesetzten Idee mit meinen Lesern teilen kann.
