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Es ist Freitag und damit wieder Zeit sich eine Seite genau anzusehen – unsere Seite der Woche um genau zu sein.

Seiten zu reviewen und zu bewerten erfreut sich unter Bloggern wachsender Beliebtheit und so hat sich jetzt auch der Trends der Zukunft Blog, den ich regelmäßig und gerne lese, dazu entschieden dieses Feature bei sich anzubieten. Das Prinzip seiner Wahl unterscheidet sich von dem meinigen gänzlich. Während ich meine subjektive, eigene Meinung als Grundlage für die Kür heranziehe, geht es bei Trends der Zukunft demokratischer zu. Die Blogleser können Seiten zur Wahl vorschlagen und später über diese abstimmen. Also eine reine Leserentscheidung. Ich mache eine Twitter-Umfrage, was die Leser meines Blogs bevorzugen. Bitte um rege Teilnahme.


Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Kürzlich hat ein weiterer Bloggerkollege über eine Seite geschrieben, die ich sehr interessant fand. Bei Peer Wandiger fand ich einen Bericht über TheprintedBlog.com. Grund genug mir die Seite mal genauer anzusehen.

Die Idee dahinter ist, all die Informationen, die man sonst elektronisch konsumiert – also Social Media, Blogs, RSS Feeds, etc. wieder in die gute alte Papierform zu bringen. Es geht also genau um die Umkehrung des Trends der, in dem Video des gestrigen Posts, angekündigt wurde. Laut Angaben auf der Website will man so die Zeitungshabtik wiederherstellen und die gewünschten Beiträge im Zug und am Frühstückstisch lesbar machen.

Nutzer können Blogs, die sie lesen, sowie anderen Content (Musik, Events, Websites, etc.) hinzufügen. Theprintedblog.com will die aggregierten Beiträge dann zweimal täglich drucken – eine Morgen- und eine Abendausgabe. Auf der Homepage ist es etwas unklar ausgedrückt, wie genau die gedruckten Versionen zu den Lesern kommen soll. Wie ich es verstanden habe, soll es verschiedene, lokalisierte, Versionen geben und die meistgewünschten Contents pro Region werden gedruckt und tatsächlich an Zeitungsständen verkauft.

Ich finde die Idee, so romantisch angestaubt sie klingt, gar nicht schlecht. Mit einem solchen Service hätte man seinen Feedreader oder sein Friendfeed immer dabei – also „To-Go“. In Zeiten von mobilem Internet à la iPhone mag so mancher nun denken, dass ein solcher Service nur wenige Anhänger findet. Wenn man aber bedenkt, wie viele Menschen immer noch ihre eMails ausdrucken (ja, die gibt es immer noch!) dann findet sich auch für diesen Service eine Zielgruppe. Oder denken wir an Flugreisende, die im Flugzeug nicht online sein können – sie könnten dann bequem alles offline lesen.

Die Umsetzung allerdings dürfte daneben gehen. Wenn man, so wie ich es verstanden habe, eine, für gewisse Bezirke lokalisierte, Version drucken und tatsächlich am Kiosk verkaufen will, dürfte das nur schwer machbar sein. Es ist ein unglaublicher logistischer Aufwand nötig, der bestimmt in keinem Verhältnis zum Ertrag einer solchen Zeitung stehen dürfte.
Um das Projekt erfolgreich zu machen würde ich den Weg zu mehr Web 2.0 gehen und einen wirklich individuellen Aggregationsservice einrichten, bei dem jeder User, zu definierbaren Zeitpunkten, eine PDF Version seines Contents gemailt bekommt und diesen dann ausdrucken kann.

Haben Sie schon bei meiner Twitter-Umfrage zum Thema “Seite der Woche” mitgemacht? Hier die bisherigen Ergebnisse:


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