博客纹身Diesen Freitag geht die Trophäe “Seite der Woche“  nicht an einen neu-gegründeten Service wie schon häufiger, sondern an das absolute Schwergewicht im Internet – einen Google Service. Viele Nutzer kennen und lieben ihn, den Google Reader. Nach vielen Feedreadern, die ich bereits genutzt habe, ist der Google Reader mit Abstand der Beste.

Wie Sie wissen, ist dies regelmäßig eine subjektive Wahl und kann daher auf abweichende Meinungen treffen. Warum ich den Google Reader so gerne nutze möchte ich Ihnen daher gerne näherbringen:

Übersichtlichkeit

Wie viele Feeds haben Sie abonniert? 10? 20? 100? Ich verfolge aktuell 67 Feedquellen. Einige Quellen beziehen sich auf berufliches, andere befassen sich mit meinen Hobbies (z. B.: Fotografie und Photoshop), Feeds zu Seiten die ich für die Recherche meiner Blogposts verfolge, usw. Es sind also viele verschiedene Themengebiete, zu denen ich Feeds abonniert habe. Das Wichtigste hierbei ist es, die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Der Google Reader bietet hierfür eine simple und überaus effektive Lösung. Durch Kategorisierung mit sogenannten “Tags” wird jede Feedquelle einer bestimmten Kategorie zugeordnet. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht immer alle aktuellen Feeds lesen muss. Wenn ich nicht viel Zeit habe, blättere ich schnell durch die “Blog-Recherche” Feeds und schaue ob es etwas interessantes für meinen Blog gibt. Die restlichen Feeds lese ich ein anderes Mal, wenn ich mehr Zeit habe.

Kommunikation:

Neben dem Lesen von Feeds gehört die Kommunikation zu einer weiteren, wichtigen Funktionalität, die Feedreader bieten. Google´s Lösung bietet hier das direkte Versenden per Mail an (natürlich über GMail). Darüberhinaus, kann man Beiträge direkt aus dem Reader heraus empfehlen, wahlweise mit oder ohne Kommentar. Bei gleichzeitiger Nutzung von FriendFeed (einem Service den wir in dieser Reihe ebenfalls vorgestellt haben), lässt sich so mit wenigen Klicks ein Beitrag mit Freunden diskutieren.

Das alles und noch mehr

Der Reader wäre nicht von Google, wenn er nicht noch viel mehr könnte als die Standardfeatures wie Feedverwaltung und Kommunikation. Eine sehr interessante Möglichkeit, die der Reader bietet, bedient sich dem hauseigenen Suchalgorithmus, der Google berühmt gemacht hat. Diese Technologie findet auch im Reader Anwendung und so kann man sich interessante und relevante Feeds empfehlen lassen. Google durchforstet hierfür die bereits abonnierten Feeds nach Inhalten beziehungsweise Themenschwerpunkten und macht entsprechende Vorschläge zu weiteren Feeds.
Ein weiteres, sehr interessantes Feature kümmert sich um die verbesserte Übersichtlichkeit der Feeds. Wie eingangs erwähnt, hat man häufig sehr viele Feeds gesammelt. Einige verfolgt man konsequenter, andere überliest man schnell oder markiert sie gar ohne Beachtung als gelesen. Wenn man nicht gänzlich von der Feedwelle überrollt werden möchte, empfiehlt es sich, die Abo´s regelmäßig zu durchforsten und aufzuräumen. Hierfür bietet der Reader mit seiner “Trends”-Funktion ein geeignetes Tool. Mit Trends können Sie genau analysieren, welcher Feed Ihnen wie viele Beiträge geliefert hat. Ferner können Sie sehen, wie viele der gelieferten Beiträge Sie tatsächlch gelesen haben. Eine große Hilfe also bei der Entscheidung, welche Feeds Sie behalten und welche Sie eventuell löschen können.

Fazit:

Mein Fazit ist, dass für mich der Google Reader der Feedreader meines Vertrauens ist. Google bietet hier ein effizientes Tool ohne viel Schnick-Schnack. Es ist auch beim Design google-typisch, getreu dem Motto “form follows function”, gearbeitet und somit auf das Wesentliche konzentriert worden. Kritiker können bemängeln, dass einige Funktionen – beispielsweise das Weiterleiten – nur per G-Mail funktioniert, also diese Funktion ein aktuelles Konto bei Google´s Mailservice bedingt. Auch gerne angeführt wird die Kritik des “gläsernen Kunden” da niemand so genau weiß, was Google mit den unglaublichen Datenmengen macht die sie über die Nutzer sammeln. Für mich als Google-Fan, sind dies aber eher zweitrangige Themen, da ich über mehrere G-Mail Konten verfüge und auch die Weitergabe meiner Daten nicht als so kritisch empfinde.

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