Im Geistesblitzblog bin ich kürzlich auf das Video von John Cleese und seinem Vortrag beim World Creativity Forum gestoßen.
Sollte bei Ihnen der Namen John Cleese nicht gleich einen fallenden Groschen auslösen, will ich Ihnen kurz auf die Sprünge helfen. John Cleese ist britischer Komiker und Drehbuchautor. Berühmt wurde er durch Monty Phyton´s Flying Circus, bei dem er 3 Staffeln lang mitgespielt, mitgeschrieben und für den er auch lange über seine aktive Zeit noch geschrieben hat. Für seine Leistungen, sowohl schauspielerisch als auch als Autor, bekam er viele Auszeichnungen darunter eine Oskar-Nominierung für sein Drehbuch zu “Ein Fisch namens Wanda“.
John Cleese kann als kreativ arbeitender Mensch bezeichnet werden und überdies auch noch ziemlich erfolgreich. Das Rezept für seine Kreativität ist sehr simpel – er überlässt es seinem Unterbewusstsein.
Es handelt sich dabei nicht um seine Theorie sondern um eine Erkenntnis aus dem eigenen Erleben.
Man kann sein Unterbewusstsein Probleme lösen oder sich bei Ideen unterstützen lassen
Überrascht Sie diese These, dann werden Sie anhand eines Beispiels bemerken, dass es tatsächlich so ist und Sie wahrscheinlich bereits ähnliches erlebt haben.
- Probleme im Schlaf lösen. Kennen Sie doch bestimmt auch: Sie sitzen den ganzen Tag an etwas, dass Ihnen partout nicht gelingen will oder auf dessen Lösung Sie nicht kommen? Frustriert gehen Sie zu Bett. Im Schlaf arbeitet Ihr Unterbewusstsein an der Aufgabe weiter. Am nächsten Morgen stehen Sie auf, widmen sich wieder Ihrer Aufgabe und auf einmal fällt ihnen mühelos die Lösung ein und Sie fragen sich was daran gestern denn so schwer war.
Ideen entstehen unterbewusst.
Auf die Frage “woher seine Ideen kommen” antwortete Cleese einmal, dass er jemanden kenne, der ihm die Ideen jeden Montag auf einer Postkarte schickt. Auch hätte er seinen Freund einmal gefragt, woher dieser seine Ideen bekäme. Er sagte, er bekäme die Ideen von einer Dame auf der Isle of Whight – diese wollte aber nicht verraten woher sie wiederum Ihre Ideen herbekäme.
Was er damit sagen will: wir wissen nicht woher unsere Ideen kommen. Sie entstehen auf nicht nachvollziehbare und damit nicht reproduzierbare Weise in unserem Unterbewusstsein.
Die Rezeptur für kreative Leistung lautet also: lass Dein Unterbewusstsein arbeiten.
Dies ist in der heutigen Welt, in der man von Termin zu Termin eilt und zwischendurch noch seine Aufgaben erledigen will, gar nicht so leicht. Das kreative Unterbewusstsein ist wie eine Schildkröte die, bei all dem Stress, nicht den Kopf aus Ihrem Panzer herausstrecken will. Sie kommt nur heraus, wenn die Luft “rein” ist. Diesen Zustand muss man schaffen, will man das kreative Potenzial des Unterbewussten nutzen.
Oasen schaffen
Um diesen Zustand herzustellen, benötigt man “Oasen” in seinem Tagesablauf. Solche “Oasen“, in denen man sich seiner Kreativität hingeben und mit Gedanken spielen kann, schafft man in dem man zwei einfache Dinge berücksichtigt:
- keine Störung – schalten Sie alles aus, was Sie ablenken könnte oder gehen Sie an einen Ort an dem Sie definitiv nichts und niemand ablenken kann.
- festgelegte Zeit – schaffen Sie sich einen Zeitraum in dem Sie spielen wollen. Legen Sie eine Start- und eine Endzeit fest und halten Sie sich dran. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Oase von dem Rest des Tages abkoppeln.
Erstaunlich simpel und so faszinierend einleuchtend: Die Erkenntnis, dass unser Unterbewusstsein die Kreativleistung für uns übernimmt wenn wir ihm nur Zeit und Ruhe zur Verfügung stellen.
Eine Technik die wirkt, denn von John Cleese kann man mit Fug und Recht behaupten, dass er und seine Berufsgattung der Komiker äußerst kreative Menschen sind. John Cleese ist zudem ein bemerkenswert erfolgreicher Vertreter seiner Gattung.
Wenn Sie die Ausführungen von John Cleese im Original sehen möchten, finden Sie hier das Video des Vortrages.
traui 19:01 on 7. März 2009 Permalink |
cool, das foto hängt bei mir in der wohnung
Probleme im Schlaf lösen 08:02 on 7. Mai 2009 Permalink |
[...] Während der Nacht strukturieren und verarbeiten wir die Ereignisse des Tages. Manche Probleme lassen sich so tatsächlich im Schlaf lösen. [...]
vznljlsfy 17:45 on 14. Dezember 2009 Permalink |
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