iPhoneDer heutige Beitrag kommt von dem Blog Netzwertig.com. Die Autoren haben sich überlegt, welche Anwendungen Sie in 2009 gerne realisiert sehen möchten. Ein Post also der geradezu prädestiniert ist bei meinem Ideencasting mitzumachen. Die Autoren von Netzwertig.com konzentrieren sich dabei auf das mobile Internet, da sie hier viele interessante Anwendungsmöglichkeiten sehen. Die Gründe für Ihre Meinung sind:

  • 2009 wird das Jahr in dem das mobile Internet seinen wirklich Durchburch hat
  • Gute Endgeräte unterstützen diese Entwicklung (iPhone-Hype, Google Handy, etc.)
  • Zusatzausstattung wie GPS und Kamera wird bei Handys immer mehr Standard
  • die Kombination der technischen Komponenten ermöglicht völlig neuartige Anwendungsmöglichkeiten

Aus den vielen verschiedenen Möglichkeiten haben sie 4 Favoriten gewählt und hier kurz beschrieben:

  1. GPS-basierte Version von Facebook
    Mein bevorzugtes Social Network Facebook bietet bereits eine sehr gute mobile Site und installierbare Apps unter anderem für das iPhone und für Blackberrys. Was fehlt, ist eine Verknüpfung mit den in immer mehr Geräten vorhandenen GPS-Empfängern. Dann könnte man sehen, welche Kontakte sich gerade in der Nähe befinden oder schon einmal an dem jeweiligen Ort waren. Vorstellbar ist auch, dass Facebook-Mitglieder Rezensionen von Locations hinterlassen können, die mir verraten, was mein Social Graph zum jeweiligen Ort zu sagen hat.Die Veröffentlichung einer GPS-basierten Facebook App für unterstützte Geräte im Laufe dieses Jahres ist wahrscheinlich. Zwar existieren bereits Dutzende mobiler Social Networks mit ortsbezogenen Funktionen, doch erscheint es mehr als müßig, dort erneut alle seine Kontakte sammeln zu müssen. Facebook, aber auch MySpace und andere führende Netzwerke, dürften in nächster Zeit ihre Aktivitäten im Mobile-Web-Bereich intensivieren und damit die meisten dieser speziell für Mobiltelefone geschaffenen Dienste überflüssig machen. Zumindest sollten sie dies tun.
  2. Identifikation von Gegenständen
    Applikationen wie Shazam oder SnapTell helfen dabei, Songs bzw. Bücher/DVDs/CDs zu identifizieren. Was ich mir wünsche, ist eine Anwendung, die diese Aufgabe für alltägliche Gegenstände übernimmt. Man fotografiert ein Kleidungsstück, ein Auto, ein Haus oder ein Denkmal. Die Applikation gleicht das Bild mit einer Datenbank ab und liefert relevante Informationen, z.B. Links zu Wikipedia, Zeitungsartikeln etc.Ob eine funktionsfähige Anwendung dieser Art tatsächlich 2009 auf den Markt kommen könnte, ist unsicher. Zwar gibt es mittlerweile taugliche, intelligente Bildsuchmaschinen, die nicht Meta-Informationen sondern die tatsächlichen Darstellungen durchsuchen und abgleichen. Allerdings würde die App eine enorme Datenbank im Rücken benötigen und müsste sich sehr flexibel im Umgang mit unterschiedlichen Lichteffekten und Perspektiven zeigen. Aber praktisch wäre es!
  3. Preisvergleich für stationären Handel
    Ein Horrorszenario für den Einzelhandel: Ein Verbraucher geht in den Elektronikmarkt, sucht nach interessanten Produkten, fotografiert den Barcode, lässt sich anzeigen, wo es die Ware günstiger gibt und kauft dann dort. Ob die Händler es wollen oder nicht – so wird es kommen. Es gibt bereits die ein oder andere App, mit der sich solche Preisvergleiche recht unkompliziert durchführen lassen sollen. Von einer, die wirklich gut funktioniert und breit eingesetzt werden kann, habe ich aber noch nicht gehört.Meine Traumanwendung in diesem Bereich liefert mir nach dem Fotografieren des Barcodes Bewertungen (z.B. von Amazon), eine Preisübersicht über Webshops SOWIE eine Liste von Läden im Umkreis, die das Produkt ebenfalls anbieten – unter Angabe des Preises natürlich. Da sich vermutlich kaum ein Händler an der Einspeisung solcher Daten beteiligen würde, müsste die App teilweise auf User Generated Content basieren. Ob damit dann tatsächlich eine Funktionalität wie beschrieben machbar ist, bleibt offen.
  4. Ortsbezogene, semantische und automatisierte Empfehlungen
    Wie schön wäre es, wenn man bei einem Spaziergang in der Heimatstadt oder während des touristischen Sightseeings automatisch Empfehlungen über das Mobiltelefon erhalten könnte, die nicht nur zum aktuellen Ort passen, sondern sich an den persönlichen Präferenzen und Vorlieben ausrichten? Man gibt einmalig Locations und Plätze an, die einem in einer beliebigen Stadt gut gefallen, sowie allgemeine Schlagworte zu Interessen (z.B. “Vinyl”, “80er”, “Schlittschuhlaufen”, “Literatur”), und fortan erhält man bei eingeschalteter Applikation Tipps zu Einrichtungen, Plätzen und Veranstaltungen in der unmittelbaren Nähe, die damit übereinstimmen.
    Prädestiniert für die Bereitstellung dieser Features wären Empfehlungsportale wie Qype oder Yelp, die auch bereits im mobilen Bereich aktiv sind. Als Basis für die Tipps würden die von den Nutzern eingetragenen Empfehlungen dienen, die mit Informationen aus externen Quellen angereichert und unter Einsatz semantischer Algorithmen sowie des GPS-Empfängers je nach Standort automatisch und personalisiert ausgeliefert werden. Bin ich zu anspruchsvoll?

Da sind tolle Ideen dabei wie ich finde. In eine ähnlich Richtung ging ja bereits der Ideencast von Freshzweinull. Ich denke, in diesem Jahr könnte in dieser Richtung noch einiges passieren.

Creative Commons License photo credit: William Hook

Wichtige Info zum Ideencast!

Haben auch Sie eine Idee oder einen Einfall wie man etwas verbessern könnte oder was Sie gerne umgesetzt sehen würden? Dann schreiben Sie mir eine e-Mail (lorxsion[ at ]googlemail.com) und ich werde Ihren Vorschlag hier veröffentlichen.