Seit Januar gibt es eine neue Kategorie in meinem Blog, den Ideencast. Meine Idee war es, einen Platz zu schaffen, an dem Ideen gesammelt werden, die von Menschen kommen die diese aber selbst nicht umsetzen können. Damit die Ideen nicht verloren gehen, möchte ich sie sammeln und in meinem “Ideenpool” mit meinen Lesern teilen und diskutieren. Vielleicht greift ja in Zukunft jemand eine der hier gemachten Ideen auf und packt ihre Verwirklichung an. Der heutige Beitrag kommt von mir selbst. Es handelt sich um eine Idee für die Automobilindustrie und kam mir auf einer Geschäftsreise nach Tschechien, die ich mit dem Auto absolvierte. Ich freue mich über Ihr Feedback im Kommentar.
Neulich fuhr ich mit meinem Auto auf der Autobahn. Ich kannte den genauen Weg nicht und hatte daher mein Navigationsgerät eingeschaltet (Anmerkung: es ist ein integriertes Navi – vom Hersteller). Die Entfernung zu meinem Zielort betrug ca. 900 km. Normalerweise schaffe ich eine solche Entfernung mit einer Tankfüllung, ich hatte aber zu Hause nicht mehr getankt und bin deshalb nicht mit komplett vollem Tank gestartet.
Ich war also unterwegs und bemerkte, dass ich es wohl nicht ohne Tankstopp schaffen würde. Da mich meine Reise durch ziemlich entlegene Gefilde führte, wurde ich etwas nervös als sich mein Bordcomputer meldete um mir mitzuteilen, dass ich nur noch eine Reichweite von ca. 80 km habe und es nun doch an der Zeit wäre nachzutanken. Da ich weit und breit keine Ortschaft sah und auch keinerlei Hinweisschilder auf Tankstellen oder Rastplätze, hielt ich also an und programmierte in meinem Navigatinssysstem ein Zwischenziel ein – eine Tankstelle.
Diese Situation brachte mich auf die Idee oder vielmehr die Frage, warum es noch kein Navigationssystem gibt, das wirklich intelligent ist? Ein, werksseitig, eingebautes Navigationssystem ist bei den meisten Autoherstellern nicht gerade günstig – 2.000 Euro sind da schnell ausgegeben, ein vielfaches von heute erhältlichen, guten Navigationssystemen wie TomTom, Navigon oder Garmin. Ein Radio ist meist mit integriert sowie TMC-Empfang und bei manchen Modellen sogar noch ein TV-Tuner. Nett aber dennoch keine wirkliche Begründung für den Preisunterschied – zu dem die mobilen Gerät oft viel schneller sind und zahlreiche, nützliche Zusatzfunktionen bieten.
Ein wirklich intelligentes Navigationssystem hätte eine Verbindung zum Bordcomputer. Der Borcomputer weiß wie viel ich durchschnittlich verbrauche, wie viel Sprit noch im Tank ist und kann errechnen, wie weit ich mit der aktuellen Spritmenge noch fahren kann. Durch eine Verbindung mit dem Bordcomputer könnte das Navigationsgerät also die beste Route für mich berechnen und dabei neben Verkehrsmeldungen auch noch meine Kraftstoffsituation berücksichtigen. Das Navigationsgerät könnte mich dann also kurz vor der “Nachtanken”-Meldung des Bordcomputers zu einer Tankstelle führen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit wäre, regelmäßige Pausen im Navi einzuplanen, so dass es diese mit in die Routenplanung aufnimmt.
Technisch kann ich mir nicht vorstellen, dass dies nicht realisierbar ist. Es wäre einzig und alleine notwendig eine Verbindung zwischen zwei Systemen herzustellen, die ohnehin fest und vom Hersteller im Auto eingebaut sind. Die Automobilhersteller könnten sich, durch diesen Mehrwert, einen Vorteil gegenüber mobilen Lösungen, wie eingangs erwähnten TomTom´s und Garmin´s, verschaffen und hätten endlich eine ansatzweise nachvollziehbare Erklärung für die hohen Preise Ihrer Navigationslösungen.
Wichtige Info zum Ideencast!
Haben auch Sie eine Idee oder einen Einfall wie man etwas verbessern könnte oder was Sie gerne umgesetzt sehen würden? Dann schreiben Sie mir eine e-Mail (lorxsion[ at ]googlemail.com) und ich werde Ihren Vorschlag hier veröffentlichen.
dwolbxe 17:21 on 14. Dezember 2009 Permalink |
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