Updates from November, 2009

  • Andreas 15:39 am 4. November 2009 | 13 Permalink | Reply
    Tags: papa-online, ,

    Es ist schon eine ganze Weile ruhig gewesen in meinem Blog. Der Grund ist nicht der, dass ich ihn nicht weiter führen möchte, sondern wie so oft war die Zeit nicht da.

    Mein neues Projekt, dass ich Euch etwas genauer vorstellen möchte, hat mich ziemlich in Beschlag genommen, so dass nicht viel Zeit für anderes blieb.

    Bevor ich genauer auf das Projekt eingehe, möchte ich noch kurz etwas über diesen Blog bekanntgeben.
    Ich habe lange Zeit überlegt was ich damit mache, denn auch in absehbarer Zukunft, werde ich nicht viel mehr Zeit haben um den Blog wie bisher weiterzuführen. Ich möchte daher, den Themenkreis erweitern und die Art, wie hier Einträge vorgenommen werden verändern. Der Blog wird sich weiterhin mit Projekten und Ideen beschäftigen, ich möchte aber daneben auch andere Themen anreißen die mich interessieren und über die ich gerne etwas schreiben möchte. Diese Themen werden sich im Großen und Ganzen um das Thema Ideen, Verwirklichung, Internet und Technologien im allgemeinen drehen. Auch die Art der Posts wird sich verändern. Ich werde häufiger etwas posten, dafür aber in geringerem Umfang. Blogposts mit 1.000+ Wörtern werden wahrscheinlich seltener.
    Ich hoffe, dass Du mir weiterhin als geneigter Leser erhalten bleibst und Dir die neue Ausrichtung gut gefällt.

    Mein neues Projekt
    Im August ging mein neuer Blog "Papa-Online" an den Start. Die Idee ist schnell erklärt. Es handelt sich um einen Blog in dem ich als junger Vater, über meine Erfahrungen als Vater schreibe.

    Die Idee zu diesem Blog ist in der Zeit entstanden, als unser erstes Kind auf dem Weg war. Mir ist aufgefallen, wie wenig Informationmaterial-/ und Quellen es gibt, die sich wirklich um die Belange und Fragen von Vätern kümmern. In den meisten Zeitschriften und Homepages steht die Frau im Mittelpunkt. Dies wollte ich ändern und meinen kleinen Beitrag dazu liefern, dass sich werdende Väter aus "1. Hand" informieren können. Ich behandele in diesem Blog alle möglichen Themen von der Schwangerschaft über Anschaffungen, finanzielle Fragen bis hin zur Erziehung. Somit ist Papa-Online nicht nur etwas für werdende Väter sondern auch für Männer, die bereits Väter sind und sich bei Fragen mit anderen Männern austauschen möchten.

    Viele der Themen, die ich im Blog behandele sind vielleicht nicht unbedingt brandneu doch ich betrachte alles aus dem Blickwinkel der Männer.

    Die Vorbereitung der Seite hat nicht lange gedauert. Aus meiner Erfahrung als Vater ließen sich schnell eine beträchtliche Anzahl an Themen herausarbeiten über die man bloggen kann, so dass für ausreichend Lesestoff gesorgt ist. Die Domain und die Seite waren dank Wordpress schnell eingerichtet.

    Nach den ersten Monaten bin ich mit dem Erfolg recht zufrieden. Papa-Online hat im Monat ca. 1.200 Besucher mit ca. 3.000 Seitenaufrufen. Noch kein heller Stern am Blogfirmament aber ein Anfang. Dafür das ich seit ca. 3 Monaten online bin und 2 Posts pro Woche schreibe, bin ich schon ganz zufrieden. Mein Twitter, auf dem ich täglich interessante Links zum Thema tweete, hat bereits über 200 Follower.

    Ich bin ziemlich stolz, diese Idee umgesetzt zu haben und freue mich, dass ich scheinbar eine Nische gefunden habe, die einem kleinen Blog wie meinem eine Chance gibt zu wachsen und wer weiß was sich in 1-2 Jahren daraus entwickelt.

     
  • Andreas 14:16 am 14. Juni 2009 | 927 Permalink | Reply
    Tags: brainr, brainstorming, , , , ,

    3492238090_0aef2f9483_bSpricht man über kreative Arbeit oder Wege um Lösungen zu finden, so landet das “Brainstorming” immer ganz oben auf der Toolliste. Für klassische Brainstormings ist es in der Regel notwendig sich mit allen Beteiligten zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem festgelegten Ort (Meetingraum, Telekonferenz) zu treffen um zu “brainstormen“. Doch was wenn man mit verschiedenen Teams zusammenarbeitet, die sich an verschiedenen Teilen der Erde befinden – ggf. sogar in unterschiedlichen Zeitzonen? Hier einen Termin zu finden, der für alle passt, ist schwierig. Eine Online-Lösung muss her, auf der alles, losgelöst von Zeit und Raum, stattfindet und sich jeder in den kreativen Prozess einfinden kann. Genau das bietet brainR:

    brainR ist eine Plattform für Kreativität und Innovation im Web, die es jedem ermöglicht ein online Brainstorming durchzuführen, um so schnell und unkompliziert einen Lösungsansatz für eine Fragestellung zu bekommen.

    brainr-logo

    peter-grosskopfDie Idee fand ich sehr gut und dank Twitter konnte ich den Gründer und Mitentwickler Peter Grosskopf für ein Interview über die Verwirklichung von brainR gewinnen.

    1. Wenn Du einem Aussenstehenden BrainR in 2 Sätzen erklären müssten, wie würdest Du das tun? unbenannt-1
      BrainR ist eine Plattform für gemeinschaftliches Brainstorming im Internet. Nutzer können nach kreativen Antworten für Fragestellungen suchen; andere Benutzer geben ihre Ideen ein und trainieren so ihr kreatives Potenzial.
    2. Wie ist die Idee zu BrainR entstanden?
      Die Idee ist ziemlich spontan entstanden. Wir suchten für unseren Blog Ideentower.de eine Möglichkeit, um mit unseren Nutzern gemeinsam Ideen zu generieren. Für diesen Zweck schien uns die Möglichkeit über Kommentare im Blog zu gehen, nicht zielführend. Deshalb entwickelten wir brainR.
    3. Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?
      Der erste Prototyp ist innerhalb eines Wochenendes (!) entstanden. Als wir merkten, wie gut die Plattform von den Nutzern angenommen wird, haben wir einen Relaunch gemacht und brainR in die Form gebracht, wie es jetzt ist. Diese Vorgehensweise halte ich für sehr sinnvoll: erst mal gucken, wie die Idee angenommen wird, um Rückschlüsse für die Weiterentwicklung zu bekommen und dann ein Konzept richtig auszubauen.
    4. Was waren die größten Hindernisse auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung?
      Am Anfang war sicherlich die spärliche Verbreitung von Ruby on Rails Webspace ein Problem, welcher früher darüber hinaus auch noch sehr teuer war. Dieses Problem haben wir über eine gemeinsame Finanzierung mit den Leuten vom Ideentower gelöst. Ansonsten haben wir einfach gemacht und wenig über irgendwelche Risiken nachgedacht. Außerdem haben wir uns nicht von den Leuten beirren lassen, die das Konzept für unsinnig hielten. Dieses “Wer ist denn so blöd und gibt seine Ideen raus” habe ich auch lange nicht mehr gehört … ;-)
    5. Wie waren die Reaktionen Deines Umfeldes auf Dein Projekt?
      Am Anfang gab es schon ein paar Leute, die es für nicht vorstellbar hielten, dass Leute ihre Ideen kostenlos rausgeben. Aber mit der Zeit haben sich einige treue Fans herausgebildet. Interessant ist vor allem, dass jeder Nutzer seinen eigenen Anwendungszweck hat. Besonders überrascht war ich z.B. über die vielen Mütter, die mir geschrieben haben, die brainR zum Training ihrer Kreativität während der Elternzeit verwenden. An so was hätten wir am Anfang gar nicht gedacht …
    6. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft – bzw. wo möchtest Du Dein Projekt in 2 Jahren sehen?
      Nun ja. Es wäre vor allem schön, wenn ich mal wieder Full-Time an dem Projekt arbeiten könnte. Seit meiner Gründung von Zweitag habe ich leider nicht mehr so viel Zeit. Geplant ist aber, dass wir gemeinsam mit Zweitag eine neue Version bauen, in der auch das viele Feedback der Nutzer eingearbeitet sein wird.

    Danke Peter für Deine Antworten. BrainR ist eine interessante Möglichkeit um das interne Brainstorming raum- und zeitunabhängig durchzuführen aber auch um durch ein öffentliches Brainstorming Ideen von unbeteiligten Personen zu bekommen um die Betriebsblindheit zu überwinden.

    Creative Commons License photo credit: D’Arcy Norman & Peter Grosskopf, brainR

     
  • Andreas 14:52 am 28. Mai 2009 | 10 Permalink | Reply
    Tags: crowd, deutschland, , , , geld verdienen, , , influencer, , , sat 1, ,

    Gute Ideen umzusetzen und damit auch noch wirtschaftlichen Erfolg zu haben ist eine schwierige Sache. Nur wenige haben den Mut die Sache überhaupt anzugehen gescheige denn schaffen es wirklich wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals sind es die eigenen Zweifel, die eine Idee gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen lassen um sich auszuprobieren. Die Sat.1 Show “Die beste Idee Deutschland” (hier im Blog habe ich darüber berichtet) bedient sich eben diesen Zweifeln und macht einen Wettbewerb daraus, seine Ideen zu testen – nicht ganz ohne Haken.

    In meinem Feedreader bin ich heute auf ein Projekt gestoßen, dass einen anderen Ansatz verfolgt. Auf quirky.com kann jeder, der eine Idee für ein Produkt hat, diese einreichen – quirky.com produziert und vermarktet dieses Produkt dann und verteilt 30 % der Einnahmen auf die “Crowd” inklusive des Ideenbringers.

    Ganz so einfach ist es aber dann auch wieder nicht

    Damit quirky.com nicht mit Einsendungen überflutet wird, kostet es 99 $ (ca. 75 €) sein Produkt einzureichen. Zudem schreibt quirky vor, dass es sich um einen nicht elektonischen Verbrauchergegenstand handeln muss, der sich für weniger als 150 $ (ca. 110 €) verkaufen lassen muss.

    Nach der Einreichung, wird das Material von der quirky-Community gesichtet und bewertet. Erst dann wird entschieden ob es ein “Community-Projekt” wird, oder nicht.

    Auch ohne eigene Idee kann man mitmachen

    Auch wer keine eigene Idee für ein Produkt hat kann sich beteiligen und sogar Geld verdienen. Als sogenannter “Influencer” kann man durch Ideen zur Gestaltung, Namensgebung, etc. sich an der Umsetzung einer Idee beteiligen. Jeder Influencer hat ein eigenes Profil und abhängig von dem Engagement für ein Projekt erhält man “Anteile“. Diese Anteile können bei einer späteren Vermarktung des Produktes bares Geld wert sein.

    Wenn quirky ein Produkt verkauft, verteilen sie 30 % des Erlöses an die geteiligten Mitglieder – also an die Influencer. Hier kommen jetzt die “Anteile” ins Spiel – abhängig von den Anteilen, die man an der Produktentwicklung hatte, wird man bei der Verteilung des Erlöses beteiligt. Also nimmt quirky bspw. 3.000 $ ein werden 30 % davon verteilt = 900 $. Hat man ein Anteil von 6 % bekommt man beispielsweise 54 $ ausgezahlt. Das Ganze ist im Video noch einmal anschaulich erklärt.

    Quirky Influence from ben kaufman on Vimeo.

    Die “Crowd” stürzt sich auf das Produkt

    Zurück zum Ablauf: Nachdem die Idee für gut befunden wurde, wird sie bearbeitet. In der Gruppe, kann jeder der als “Influencer” angemeldet ist an dem Produkt mitarbeiten, also Details für das Produkt vorschlagen, Namensgebung beeinflussen, etc. Das Produkt wird durch die Community erstellt, von quirky produziert und vertrieben.

    Ist meine Idee auch immer noch meine?

    Ab dem Zeitpunkt, von dem die Idee in den Prozess der Umsetzung aufgenommen wurde, gehört sie mit allen Rechten Quirky. Das ist eine bittere Pille die man schlucken muss. quirky bekommt alle Rechte an der Idee übertragen und produziert daraus ein Produkt auf eigene Rechnung. Die Gründer argumentieren so, dass zwar die Idee jetzt quirky gehört, der Erfinder aber weiterhin finanziell am Erfolg eines Produktes beteiligt ist, während er nicht das Risiko (auch das finanzielle) eines Fehlschlages trägt.

    Fazit:

    Mein Fazit zu Quirky: ein Weg, wie man ohne großen Aufwand seine Idee ausprobieren und ohne eigenes unternehmerisches Risiko sogar Geld damit verdienen kann. Wenn man seine Idee abgibt, ist sie weg, das ist auch bei der eingangs erwähnten TV Show so und dessen muss man sich bewusst sein. Selbst wenn quirky die Idee umsetzen und verkaufen kann, so dass man damit selber Geld verdient, kann es passieren, dass das Unternehmen schließt und dann ist sowohl das funktionierende Produkt weg als auch die Rechte an diesem.

    Nichtsdestotrotz sollte man solche Gelegenheiten wahrnehmen um sich auszuprobieren. Besser ich probiere es, unter Abwägung der ggf. zu erwartenden Nachteile, als eine Idee gar nicht in Angriff zu nehmen.

    Wem das Ganze zu ausführlich war, hier das Video von quirky in dem das Konzept in 30 Sekunden erklärt wird.

    Quirky In 30 Seconds from ben kaufman on Vimeo.

     
  • Andreas 07:45 am 12. Mai 2009 | 3 Permalink | Reply
    Tags: , , , , ,

    Saltoback 5mIch kann mich gar nicht oft genug wiederholen wenn ich sage, dass man keine Idee leichtfertig verwerfen sollte, egal wie verrückt oder sinnlos sie im ersten Moment auch erscheinen mag.

    Die größte Hürde einer Idee ist es wahrgenommen bzw. ernstgenommen zu werden – auch dies habe ich schon wiederholt betont.

    Um aber auf Worte Taten in Form von Beispielen folgen zu lassen, möchte ich Ihnen heute 10 Beispiele (gefunden im Nichegeek.com Blog) liefern, die meine Einstellung beweisen und Sie zu mehr Mut mit Ihren Ideen motivieren sollen:

    1. Die 1-Million-Dollar Homepage Noch einfacher geht es nicht. Der damals 21 jährige Student Alex Tew erstellte eine Homepage und verkaufte 1.000.000 Pixel auf dieser Seite als Werbefläche für je 1 USD/Pixel. Die Idee funktionierte und heute ist Alex Millionär.
    2. Hinter PickyDomain steckt eine Geschäftsidee, von der jeder sagen würde, dass dies kein Mensch braucht. Jeder, der eine Website hat, braucht auch eine Domain, also eine Internetadresse, unter der die Seite im Netz gefunden wird. Idealerweise sollte diese Adresse einen hohen Wiedererkennungswert haben, gut klingen, leicht zu merken sein und etwas mit dem Inhalt der Seite zu tun haben. Und genau das ist der Service von PickyDomain. Sollten Sie auf der Suche nach einem guten Domainnamen sein, schlägt Ihnen PickyDomain einen vor. Mit dieser Geschäftsidee wird PickyDomain in diesem Jahr einen 6-stelligen Betrag erlösen.
    3. Braucht Ihr Hund eine Brille? Ich denke, Sie werden mit “Nein” antworten und doch wurden die Gründer von Doggles mit der Idee, Brillen für Hunde online zu vertreiben, Millionäre.
    4. LaserMonks ist eine weitere Skurilität des Netzes. Es sind 8 Mönche in einer Abtei in Monroe (USA – wo sonst), die Ihre Druckerpatronen wieder auffüllen. Im Jahr 2005 haben sie damit satte 2,5 Millionen USD (ca. 1,9 Mio. €) umgesetzt.
    5. Würden Sie einen AntennaBall (eine Art Fuchsschwanz in Ballform) an der Antenne Ihres Autos befestigen? Nein? Und doch wurde Jason Wall mit genau dieser Geschäftsidee – also diese Antennen-Bälle im Internet zu verkaufen – zum Millionär.
    6. FitDeck ein Kartenspiel mit Turn- und Workoutübungen für verschiedene Gelegenheiten ist eine weitere ungewöhnliche Idee. Für verschiedene Zielgruppen werden unterschiedlichste Work-Out Kategorien angeboten. Ein Kartenspiel kostet 18,95 $ (ca. 15 €) und bescherte dem früheren Navy Seal und Fitness Trainer Phil Black letztes Jahr einen Umsatz von 4,7 Mio $ (~ 3,6 Mio €).
    7. Auf den ersten Blick wirkt die Idee von PositivesDating.com geschmacklos. Auf den zweiten Blick aber ist die Idee wirklich gut. Auch HIV-positive Menschen haben weiterhin das Bedürfnis nach Nähe und Partnerschaft. Mit PositivesDating.com haben Paul Graves und Brandon Koechlin eine Plattform geschaffen, auf denen sich HIV-Infizierte mit anderen HIV-Infizierten Menschen zu Dates verabreden können.
    8. Aus der Kategorie “Dinge, die die Welt nicht braucht” kommt auch die Idee der Designer Diaper Bags, also Designer Windeltaschen. Christie Rein designte Windeltaschen, die chic sind und 2-4 Windeln für unterwegs Platz bieten. Innerhalb von einem Jahr erwirtschaftete sie so ca. 180.000 $ (ca. 140.000 €). Heute ist das Sortiment von 22 Taschen weltweit online sowie in 120 Botiquen für 14,99 $/Stück (ca. 12 €) erhältlich.
    9. Die folgende Idee kann nur in Amerika entstehen. Lucky Wishbone ist eine Tradition zu Thanksgiving in Amerika, bei der ein Knochen von zwei Personen gebrochen werden muss. Die Person, auf deren Seite der Knochen bricht, hat im kommenden Jahr besonders viel Glück. Da es offenbar während den Thanksgiving Essen in Amerika regelmäßig zu Streitigkeiten wegen dieser Knochen kommt (scheinbar sind nie genug davon da), hat sich Ken Ahroni dazu entschlossen, diese Knochen aus Plastik anzubieten. Heute produziert Ken 30.000 Knochen/Tag und hat 2006 die Millionen Dollar Umsatzgrenze genommen.
    10. Zum Schluss der Liste kommt eine Idee, die ich besonders gut, weil so schön verrückt, finde. Mit SantaMail hat der Gründer Byron Reese den Nerv von Millionen Kindern und Eltern getroffen. Er hat sich eine Adresse am Nordpol registrieren lassen und schickt, auf Bestellung, personalisierte Briefe als vermeintlicher Weihnachtsmann an Kinder. 10 Dollar (7,50 €) kostet es die Eltern einen vorgefertigten Brief vom Weihnachtsmann an die Kinder schicken zu lassen. Seit dem Geschäftsstart, im Jahr 2001, hat Byron schon mehr als 200.000 Briefe verschickt.

    Ich hoffe Sie werden, wie ich, zu der Erkenntnis kommen, dass heute wirklich alles möglich und nichts mehr undenkbar ist. Nehmen Sie Ihren Mut und versuchen Sie einfach Ihre Ideen auch umzusetzen.

    Creative Commons License photo credit: HERRUWE

     
  • Andreas 17:50 am 29. März 2009 | 6 Permalink | Reply
    Tags: , legacy locker, , testament

    Wat een mooie dagDer eigene Tod ist ein unschönes Ereignis und die wenigsten beschäftigen sich gerne damit. Dennoch müssen wir uns darum kümmern, was zum Beispiel mit unseren Hinterlassenschaften geschehen soll wenn wir einmal nicht mehr sind. Ich bin mir sicher viele, die diesen Post lesen, haben ein Regelung für Ihre Angehörigen getroffen: wer bekommt die Lebensversicherung ausgezahlt, wer kümmert sich um die Kinder wenn etwas passiert, was geschieht mit meinem Hab und Gut, etc. Je nach Lebenssituation kann die Detailtiefe der Ausgestaltung variieren, doch in der Regel hat jeder eine solche Art von Regelung bereits getroffen.

    Das Web 2.0 bringt enorme Möglichkeiten mit sich, wie man sich im Internet präsentieren kann. Man hat seine eigenen Profile in diversen Social Networks, man betreibt eigene Homepages, Blogs, etc. Dieses “Eigentum” kann mitunter sogar richtig viel Geld wert sein. Doch haben Sie etwa geregelt, wer nach Ihrem Tod Zugriff auf Ihr Xing oder StudiVZ Profil hat? Wer die Passwörter für Ihren Blog erhält zumindest um dort eine Nachricht zu hinterlassen, dass der Blog nicht weiter gepflegt wird oder ihn ggf. verkaufen kann?
    Ich auch nicht. Ich muss gestehen ich habe mir, bis dato, noch nie darüber Gedanken gemacht was mit diesen Daten geschieht. Genau hierüber nachzudenken hat mich ein Blogpost auf Scobelizer.com angeregt und mich dazu bewogen die Seite LegacyLocker.com als meine Seite der Woche zu präsentieren.

    Das Konzept ist wirklich schnell und einfach erklärt. Auf LegacyLocker.com kann man nach der Registrierung sämtliche Online Services einrichten, die Login-Informationen erfordern.
    Man gibt den Service ein, die Login-Informationen und die Informationen über die Person, die nach dem Versterben diese Informationen bekommen soll. Ein weiterer Service, den Legacy Locker anbietet ist der automatische Versand von persönlichen Abschiedsbriefen. Nach Ihrem Tod, versendet Legacy Locker in Ihrem Namen eMails an Menschen die Sie über Ihren Tod informieren möchten. Das können sehr persönliche Botschaften sein, sogar mit Video oder aber förmliche.

    Der Service von LegacyLocker.com soll nächsten Monat an den Start gehen. Es gibt drei verschiedene Accounts, (Stand heute) die man eröffnen kann. Der kostenfreie Test-Account beinhaltet die Möglichkeit die Informationen über drei Dienste zu hinterlassen und einen Begünstigten zu nennen. Darüberhinaus kann man einen Abschiedsbrief abspeichern. Die Jahresmitgliedschaft erlaubt es unbegrenzt viele Hinterlassenschaften einzurichten und diese auf ebenfalls unbegrenzt viele Begünstigte zu verteilen. Auch die Anzahl der Abschiedsbriefe ist unbegrenzt. Die einzige Begrenzung ist die Laufzeit – sie ist auf 12 Monate beschränkt. Die Jahresmitgliedschaft kostet 29,99 $ (~ 23 €). Wer gänzlich keine Beschränkung möchte, der ist mit einer Einmalzahlung von 299,99 $ (ca. 226 €) auf Lebenszeit abgesichert.

    Diese neue Geschäftsidee aus Amerika (woher auch sonst) klingt, auf den ersten Blick, wie eine die niemand wirklich braucht. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, fallen mir etliche Accounts ein, von denen ich schon möchte, das meine Hinterbliebenen Zugriff auf sie haben, ich aber aktuell der einzige bin der die Zugangsdaten hat. Wenn ich alleine bedenke wie viele persönliche Bilder ich auf FlickR gespeichert habe. Es wäre ein großer Verlust wenn meine Familie hierauf keinen Zugriff hätte. Auch Bankkonten werden heute online geführt, doch durch das reale Institut ist dies kein Problem. Denken wir aber an PayPal. Die Familie weiß unter Umständen nicht einmal von dem PayPal-Account und vielleicht ereilt mich der Tod ja so schnell, dass die letzten Überweisungen noch dort liegen?

    Es gibt also durchaus Berechtigung für einen solchen Service und ich finde es eine ganz gute Idee. Ob der Preis gerechtfertigt ist vermag ich nicht zu beurteilen. Ich denke, wenn man ein Testament beim Notar erstellen lässt sind ähnliche Summen fällig.

    Ein Knackpunkt ist, wie so oft, die Pflegeintensität. Wer weiß schon, ob die Account-Daten in bspw. 50-60 Jahren noch die gleichen sind? Vielleicht ändern sich die Passwörter, man löscht sein Account um ein neues zu eröffnen oder ähnliches. Um also eine wirkliche Absicherung seiner Daten für die Hinterbliebenen zu gewährleisten ist ein regelmäßiger Abgleich unerlässlich. Ob also eine solche Absicherung online erfolgen muss oder genauso gut als Testamentserweiterung gehandhabt werden kann, muss jeder selbst entscheiden und beurteilen. Darüber nachzudenken und sich in dieser Hinsicht vorzubereiten halte ich für ratsam.

    Creative Commons License photo credit: hans s

     
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