Updates from Mai, 2009

  • Andreas 07:13 am 19. Mai 2009 | 9 Permalink | Reply
    Tags: , , , , rustler, ,

    Alta VelocidadeDie Suche nach der ultimativen Quelle für Kreativität ist mit der Suche nach dem heiligen Gral vergleichbar. Viele suchen danach, keiner hat sie je gefunden oder auch nur eine Ahnung davon was es sein könnte. Der Prozess, wie Ideen entstehen, stellt die Wissenschaft immer noch vor ein unlösbares Phänomen. Eine Erforschung dieser Funktionsweise scheint ausgeschlossen, da es bei jedem Menschen anders funktioniert.

    Aufgrund dieses breiten Spektrums von Möglichkeiten wie Kreativität entsteht, ergeben sich auch unendlich viele Möglichkeiten diese zu fördern. Ich möchte in dem heutigen Post auf einige der verschiedenen Möglichkeiten eingehen. Lesen Sie sie in Ruhe, überlegen und testen Sie welche für Sie funktionieren kann.

    In früheren Beiträgen habe ich schon über Denkansätze geschrieben, die sich mit der Förderung von Kreativität befassen. Beispielsweise der Beitrag über John Cleese, der sein Unterbewusstsein die Kreativität erledigen läßt. Dieser Ansatz ist dem Praktmatiker zu passiv, er möchte etwas tun um seiner Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Angeblich soll sich Kreativität durch äussere Einflusse steigern lassen hier durch die Farbe des Raumes, in dem man sich befindet.

    Im heutigen Beitrag möchte ich etwas griffiger zu Werke gehen und zwar mit richtigen Tipps was Sie machen können um kreativer zu sein. Anfangs möchte ich noch einmal auf meine bisherigen 10 Lieblingsmethoden für Kreativität hinweisen. Aber genug von mir – im Blog Überzeugend präsentieren von Dr. Michael Gerharz habe einen interessanten Artikel von Florian Rustler entdeckt. Auch er hat sich mit der Thematik der Kreativitätsförderung beschäftigt und der Post gefällt mir deshalb so gut, weil er sehr praxisnah ist.

    All die eingangs erwähnten Theorien zur Steigerung von Kreativität sind allgemeiner Natur. Sie wirken längerfristig, bringen keine sofortigen Resultate. Doch genau das ist es, was wir im heutigen Berufsleben brauchen – “Instant-On”-Creativity (Kreativität auf Knopfdruck). Genau für diese Art von Kreativität unter Druck muss man gewisse Techniken und Instrumente zur Hand haben, damit das Blatt vor einem nicht leer bleibt. Im Beitrag von Dr. Gerharz wird anhand eines Beispieles anschaulich erklärt was man machen kann. Ich möchte nicht allzu sehr ins Detail einsteigen sondern mich allgemein auf die Techniken beschränken.

    Die Aufgabe strukturiert angehen

    Zu allererst muss man sich darüber im Klaren sein, wo die Reise hingehen soll. Was ist das Ziel? Welches Problem gilt es zu lösen? Was wollen wir erreichen? (CPS – Creative Problem Solving). Hat man die Ziele und ggf. die Teilziele definiert und formuliert, kann man sich an die Ideensammlung machen.

    Brainstorming immer noch hilfreich

    Speziell wenn man nicht alleine sondern im Team arbeitet ist das Brainstorming immer noch eine geeignete Methode um schnell viele Denkansätze zu bekommen. Um effektiv und korrekt zu “brainstormen” ist es wichtig, dass man die einfachen Grundregeln kennt und einhält:

    1. nur ein Thema
    2. Vorschläge notieren, nicht bewerten
    3. jeder muss frei seine Vorschläge bringen können

    Durch diese kreative Zusammenarbeit lassen sich bereits viele Fragestellungen in eine Richtung lenken oder gar lösen.

    Blickwinkel verändern

    In vielen Situation sieht man sprichwörtlich “den Wald vor lauter Bäumen nicht”. Warum? Man versperrt sich selbst die Sicht, in dem man in bekannten und sicherlich auch bewährten Denkmustern denkt. Eine gute Methode um aus dieser Sackgasse herauszukommen ist, die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen. “Kopfstandmethode” nennt sich dies. Das Prinzip ist schnell erklärt. Nehmen Sie Ihre Aufgabenstellung und verkehren Sie sie ins Gegenteil. Beispielsweise könnte “Was müssen wir tun um unsere Kunden stärker an unser Unternehmen zu binden?” in der Kopfstandbetrachtung zu “Was müssen wir tun um unsere Kunden möglichst schnell loszuwerden?” werden. Die Antworten auf diese “verkehrte” Fragestellung gibt also die Antworten auf das, was nicht zu tun ist. Durch diese Methode bringt man das Gehirn auf Trab und ermöglicht frische Ansätze ausserhalb des Standards zu entwicklen.

    Osborne Checkliste

    Je nach dem an welchem Problem sie arbeiten, kann Ihnen die Technik der Osborne Checkliste weiterhelfen, die ich im Anders|Denken Blog entdeckt habe. Die Osborne Checkliste ist ein Fragenkatalog, der dabei helfen soll ein Problem zu lösen. Ansatz dabei ist, dass man oft zu kompliziert denkt und auf die naheliegendsten Dinge nicht kommt beziehungsweise die erstbeste Idee nimmt und nicht nachdenkt ob es ggf. bessere Lösungen gibt.

    Die 100er-Liste

    Das “Brainstorming für die One-Man Show” ist mir im imgriff-Blog über den Weg gelaufen. Diese Methode funktioniert ähnlich wie das Brainstorming in der Gruppe, nur alleine. Sie dient der Ideenfindung und ist ein erster Schritt zu Lösung einer Aufgabe oder eine Problems. Wichtig ist es, sich ungestört und wirklich konzentriert mit einer Fragestellung zu beschäftigen und nicht eher aufzuhören, bis man 100 Punkte notiert hat. Dies ist eine sehr radikale Methode doch die Arbeit wird sich lohnen.

    Dieser Beitrag kann keine vollständige Liste sein denn, wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei “Kreativität” um ein so komplexes Thema, dass niemals wirklich abschließend und erschöpfend beantwortet werden kann. Im weiteren Verlauf werde ich weitere Tipps und Methoden präsentieren und ich hoffe, dass für Sie der ein oder andere Tipp dabei ist. Wenn Sie weitere Kreativitätstipps haben, freue ich mich wenn Sie mir einen Kommentar hinterlassen. Abschließend möchte ich Sie noch gerne auf einen Beitrag von Jochen Mai vom Karrierebibel-Blog aufmerksam machen. Er hatte, ebenfalls im Bezug auf Kreativität, die Abonennten seines Twitter-Channels befragt, wie Sie auf Ihre Ideen kommen und hat wirklich interessante Antworten bekommen – auch meine Antwort wurde veröffentlicht.

    Creative Commons License photo credit: Luciano Meirelles

     
  • Andreas 20:45 am 5. Mai 2009 | 28 Permalink | Reply
    Tags: , , , , rückblick, scheitern,

    Be the Difference that Makes the Difference
    Eine Idee und ihre Umsetzung hat einen harten Weg vor sich. Zunächst muss einmal die Idee entstehen. Im weiteren Verlauf, muss der, der die Idee hatte, zu seiner Idee stehen und den Mut aufbringen sich mit ihr eingehend zu befassen und die Umsetzung in Erwägung ziehen.

    Es ist also schon recht viel nötig, damit eine Idee überhaupt erst einmal auf den Weg geschickt wird. Wer jetzt denk, damit wäre der “Drops gelutscht” und jetzt läuft es quasi von selbst, der täuscht sich gewaltig. Denn sind wir mit unserer Idee erstmal auf dem Weg gibt es noch viele weitere “Gefahren”. Über eine dieser Gefahren möchte ich heute schreiben – die Motivation.

    Nach dem Mut, bzw. dem fehlenden Mut (zur Umsetzung nämlich), ist die Motivation der zweitgrößte Feind einer noch so guten Idee. Viele werden sich fragen, warum? Die Motivation für ein Projekt blüht auf, wenn ich mich dazu entschlossen habe den Weg zu gehen, aufzubrechen ein Projekt umzusetzten. In dieser Phase ist man voll Tatendrang und motiviert bis in die Haarspitzen. Es ist auch nicht diese Motivation, die ich als Feind des Projektes oder der Idee sehe. Es ist die Motivation, die abflacht und die eines Tages auf einmal weg ist.

    Die Gründe warum die Motivation nachlässt und eines Morgens nicht mehr da ist, wo wir sie abends zuvor noch gesehen haben, sind vielfältig:

    • der Erfolg bleibt im gewünschten Maße aus
    • man hat andere Ideen, die auf einmal viel brillianter wirken
    • man arbeitet an mehreren Projekten gleichzeitig und ein Projekt verschlingt auf einmal mehr Zeit
    • an Stelle eines weiteren Projektes kann es auch die “reguläre” Arbeit sein der man nachgeht und die nicht ausreichend Zeit lässt das Projekt zu verfolgen

    Ich bin mir sicher, viele meiner Leser könnten die Liste der Gründe beliebig fortsetzen. Ist die Motiation erstmal weg ,setzt ein schleichender Prozess ein. Man verschiebt Aufgaben, man erledigt Dinge halbherzig und das, nicht zufriedenstellende, Resultat verringert die Motivation noch weiter. Die Abwärtsspirale kommt in Gang und die Idee, das Projekt, ist in ernsthafter Gefahr.

    Was tun?

    Zunächst, was sollten Sie nicht tun? Nichts überstürzen. Fällen Sie jetzt nicht aus der negativen Stimmung heraus (und Sie sind sicher negativer Stimmung denn Sie stellen fest, dass Ihre tolle Idee nicht mehr so toll ist oder nicht so funktioniert, wie Sie es anfänglich geplant haben) eine folgenschwere Entscheidung. Nehmen Sie sich Zeit um Ihre Idee, Ihr Projekt zu überdenken. Reflektieren Sie was schief gegangen ist. Sinnvoll ist es jetzt, sich die Aufzeichnungen hervorzusuchen, die Sie bei der Umsetzung der Idee gemacht haben (vorrausgesetzt Sie haben meinen Tipp aus dem Blog befolgt). Schauen Sie sich an, welche Annahmen Sie damals getroffen haben, wie Ihr Projekt aussehen sollte und überprüfen Sie ob diese “Vision” heute noch Bestand hat. Sollten Sie eine solche Aufzeichnung nicht haben, können Sie immer noch ein Wunschszenario erstellen.

    Dann gilt es die Situation genau zu analysieren:

    • gab es eine Fehleinschätzung bei der damaligen Planung
    • haben Sie einige Ihrer Ziele nicht erreicht
    • waren die Teilschritte falsch oder nicht korrekt eingeschätzt

    Gehen Sie selbstkritisch und vor allen Dingen offen mit sich ins Gericht und analysieren Sie die Situation genau.

    Abbrechen oder neu ausrichten und weitermachen?

    Basierend auf den Erkenntnissen die sich aus der genauen Situationsanalyse ergeben, können Sie nun Entscheidungen treffen, die Sie auch später nicht bereuen werden. Auch hier gilt es schonungslos ehrlich zu sich selbst zu sein.

    Viele Ideen bedürfen nur einer Korrektur um wieder fit gemacht zu werden. Einer der Hauptfehler liegt darin, dass man sich am Anfang zu viel zugetraut hat und dabei die anderen Lebensbereiche (Job, Familie, Hobbies) zu wenig berücksichtigt hat. Zeit ist hier das Zauberwort. Wenn man nur noch arbeitet und sich nach der Arbeit der Umsetzung seiner Idee widment, bleibt die Erholung und andere wichtige Lebensbereiche auf der Strecke. Das kann man nicht auf Dauer durchhalten.

    Auch wenn der Erfolg ausbleibt, sehen Sie sich Ihr Konzept noch einmal genau an. Was wollen Sie erreichen? Vielleicht müssen kleine Anpassungen gemacht werden damit es zu einem Erfolg wird.

    Das Wichtigste ist, nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und an der Stelle, an der Sie jetzt sind, waren vor Ihnen schon viele andere auch. Hier trennt sich die “Spreu vom Weizen”, wie man so schön sagt. Lernen Sie aus den Fehlern und nehmen Sie die nötigen Anpassungen vor, um die Motivation wieder zu erlangen. Drehen Sie Ihren Zeitplan etwas runter, richten Sie sich neu aus und schon geht es weiter.

    Aber: sollten Sie feststellen, dass Sie wirklich nicht weiterkommen oder es zeitlich nicht geregelt bekommen, kann es auch besser sein das Buch final zu schließen und sich die Sackgasse einzugestehen, in die man sich verrannt hat. Sparen Sie sich Ihre Lust und Zeit für die nächste Idee auf. Wenn Sie den Kopf erstmal wieder frei haben, wird sie bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

    Creative Commons License photo credit: Faithful Chant

     
  • Andreas 21:37 am 23. März 2009 | 4 Permalink | Reply
    Tags: , , , ,

    Blogging tools, at Nerja Parador...Seit dem es das Internet gibt, ist es so einfach geworden wie noch nie, sich seine eigene Beschäftigung zu suchen und damit sogar Geld zu verdienen. Websites sind schnell erstellt und kosten nicht viel Geld. Darüber hinaus ist das Feld offen und man kann sich in alle Richtungen bewegen. Egal ob man als Power-Seller seinen eigenen Shop betreibt, ob man eine Community oder ein Forum betreibt oder ob man sich als Blogger versucht mit interessanten Artikeln die Aufmerksamkeit von möglichst vielen Lesern zu gewinnen. Der Fantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

    Heute möchte ich mich dem Thema “bloggen” widmen, da ich mich seit einiger Zeit selbst dazu zähle. Wenn man sich entscheidet einen Blog zu starten, egal ob aus Spaß am Schreiben oder mit dem Ziel Geld damit zu verdienen (wobei letzteres wirklich nicht als primäres Ziel zu empfehlen ist – es wird schief gehen), versucht man seine Themen für sich zu umreißen. Worüber schreibt man, welche Zielgruppe könnte sich dafür interessieren, etc. Schaut man sich die erfolgreichen Blogs an, dann stellt man fest, dass viele erfolgreiche Blogs übers Bloggen selbst schreiben. Warum ist das so?

    Nun, ich denke es liegt daran, dass es für Blogger kein Handbuch gibt, keine goldene Regel. Das lässt Spielraum für sehr viel Spekulation. Erfolgreiche Blogs, die das “erfolgreiche Bloggen” als Thema haben werden nie müde zu erwähnen, wie viel Geld sie damit verdienen und wie wenig Zeit sie investieren. Angezogen vom Traum reich zu sein und dafür wenig zu tun, suchen viele ihr Glück im Internet und dort das Rezept wie sie möglichst ohne Umwege in die Schlossallee des Web 2.0 einziehen können. So füttern diese Blogger geschickt Ihre Kunden.

    Es gibt kein Patentrezept

    Wenn man all diese Blogs über die Zeit verfolgt, stellt man eines ganz deutlich fest: es gibt kein Patentrezept für Erfolg beim Bloggen. Das wäre auch das Ende all der “Blogging-Blogs“, dann gäb es nämlich nichts mehr zu schreiben. Keine Sorge, das wird kein weiterer Beitrag der in die Reihe der so bloggen Sie richtig-Kategorie fällt. Mich beschäftigt, da ich diesen Blog nun seit fast einem halben Jahr betreibe, die Frage wie man es als Amateurblogger dauerhaft schafft einen Blog einigermaßen erfolgreich, und ohne totale Aufgabe des Privatlebens, zu betreiben. Ich bin selbst berufstätig und habe einen Job, der mich ziemlich in Anspruch nimmt (9-10 Stundentage sind die Regel, eher sogar mehr). Darüberhinaus habe ich Familie, mit der ich ebenfalls meine Zeit verbringen möchte. Wie schafft man es also, das alles zu kombinieren wenn der Tag doch nur 24 Stunden hat und ich meine 7,5 – 8 Stunden Schlaf brauche, um zu gebrauchen zu sein?

    Wie viel, wie oft?

    Stellt sich zuerst einmal die Frage wie oft man bloggen sollte und wann. Alleine darauf eine Antwort zu finden ist müßig. Fragen Sie 10 Leute bekommen Sie mindestens genauso viele, unterschiedliche Antworten. Die einen sagen, man müsse mindestens jeden Tag etwas schreiben. Andere wiederum sagen, dass 2-3 gute Beiträge pro Woche völlig ausreichen. Schließt sich die Frage an, wann man bloggen sollte. Auch hierzu gibt es zahlreiche Meinungen. Während die einen fest davon überzeugt sind, dass man feste Blogzeiten haben sollte, vertreten andere die Meinung man solle schreiben, wenn es etwas zu schreiben gibt. Wer nun Recht hat und wer nicht wird sich niemals abschließend klären lassen, denn es gibt sowohl Blogs, die sehr erfolgreich mit der einen als auch mit der anderen Methode sind. Bloggen ist sehr individuell, kein Blog ist wie der andere und so lassen sich auch die Methoden nicht kopieren. Was für Blog X gut funktioniert, mag bei Blog Y floppen.

    Technik, die den Bloggern hilft

    Seit der Erfindung von RSS und der großen Popularität von RSS-Feed Readern spielt die Blogfrequenz nicht mehr die entscheidende Rolle, da der Leser nicht regelmäßig auf die Seite kommen muss um zu sehen ob es etwas neues gibt, sondern in seinem Reader sieht wenn neue Beiträge erschienen sind. Daher kann man sich etwas entspannter zurücklehnen und seinen Gedanken freien Lauf lassen.
    Ich persönlich habe es mir zum Ziel gesetzt 3-4 Posts pro Woche zu verfassen und habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich es nicht schaffe (verrückt, oder?). Gerade in der letzten Zeit beläuft sich meine Frequenz eher auf 1-2 Posts die Woche, was mir persönlich deutlich zu wenig ist. Aber wie bekommt man nun seinen Job, die Familie und das Bloggen (Reihenfolge ist zufällig und entspricht nicht meinen Prioritäten) unter einen Hut?

    Organisation, Organisation, Organisation.

    Es ist, wie so oft im Leben, alles eine Sache der Organisation. Man hat Tage in der Woche, das sitzt man bis spät Abends im Büro und ist froh wenn man den Computer für den Tag nicht mehr sehen muss. Solche Tage sind keine Blogtage. Wenn man sich jetzt aufrappelt und einen Post schreibt, wird das mit ziemlicher Sicherheit eine mittelschwere Quälerei und das sieht man dem Beitrag später an. Ich werde an solchen Tagen Blog Blog sein lassen und mich aufs Sofa setzten. Meist ist nicht jeder Tag der Woche so und man findet einen entspannten Abend oder, für die Frühaufsteher unter uns, Morgen um etwas zu schreiben. An solchen Tagen sollte man der Kreativität freien Lauf lassen und soviel zu schreiben wie man kann. Vielleicht einen Post fertig schreiben und 2-3 andere Rohschriften verfassen. Durch den Puffer, den man sich so zurecht schreibt, kann man das schlechte Gewissen vertreiben und es ist weniger zeitaufwendig einen Beitrag zu veröffentlichen, denn die Hauptarbeit ist bereits getan. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass man den verfassten Rohtext nach einigen Tagen erneut durchgeht und bearbeitet. Durch den zeitlichen Abstand hat man einen ganz anderen Blickwinkel und man kann den Text effektiver korrigieren, so dass dabei meist bessere Ergebnisse zu Tage treten als wenn man den Text an einem Tag geschrieben und veröffentlicht hätte.

    Es muss nicht immer ein großer Text sein.

    Der Blogger blogt um sich mitzuteilen, um Informationen, von denen er denkt sie könnten für andere interessant sein, zu verbreiten. Der geschriebene Text ist aber nicht der einzige Weg, wie man sich mitteilen kann. Für die Tage an denen man nichts zu schreiben hat, aber dennoch einen Beitrag veröffentlichen möchte, gibt es vielerlei Möglichkeiten an “Füllmaterial” die keineswegs schlechter sind als ein guter Beitrag. Sollten Sie Social Bookmarking, wie beispielsweise Delicious nutzen, können Sie Ihre Bookmarks veröffentlichen und somit Ihren Lesern zeigen was Sie im Internet interessantes gefunden haben. Andere Alternativen sind Umfragen (vielleicht als Recherche für einen zukünftigen Beitrag), Gewinnspiele, Interviews, etc. Eine besonders gelungen Variante fand ich neulich im Kwerfeldein Blog. Als der Autor aufgrund einer Erkältung matt gesetzt war, machte er einen sogenannten Netzwerktag und teilte seinen Lesern mit, wo sie ihn im Internet überall finden können. Eine super Idee, denn so vernetzt man sich mit seinen Lesern und erzeugt eine qualitativ viel höhere Bindung.

    Es gibt viele Möglichkeiten seinen Blog mit Leben zu füllen, welche für den eigenen Blog die Richtige ist kann niemand sagen. Es hängt vom Thema des Blogs ab, von der Zielgruppe und vom Autor selbst. Ich werde für meinen Blog versuchen die oben genannten Dinge zu befolgen und hoffe, damit meinem Ziel der 3-4 Posts näher zu kommen.

    Sind Sie auch Amateurblogger? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht. Ich bin für Ihre Tipps dankbar.

    Creative Commons License photo credit: Ben30

     
  • Andreas 18:59 am 25. Februar 2009 | 3 Permalink | Reply
    Tags: , , john cleese, , monty phyton, ,

    Toni Frissell: Weeki Wachee spring, Florida, 1947Im Geistesblitzblog bin ich kürzlich auf das Video von John Cleese und seinem Vortrag beim World Creativity Forum gestoßen.

    Sollte bei Ihnen der Namen John Cleese nicht gleich einen fallenden Groschen auslösen, will ich Ihnen kurz auf die Sprünge helfen. John Cleese ist britischer Komiker und Drehbuchautor. Berühmt wurde er durch Monty Phyton´s Flying Circus, bei dem er 3 Staffeln lang mitgespielt, mitgeschrieben und für den er auch lange über seine aktive Zeit noch geschrieben hat. Für seine Leistungen, sowohl schauspielerisch als auch als Autor, bekam er viele Auszeichnungen darunter eine Oskar-Nominierung für sein Drehbuch zu “Ein Fisch namens Wanda“.

    John Cleese kann als kreativ arbeitender Mensch bezeichnet werden und überdies auch noch ziemlich erfolgreich. Das Rezept für seine Kreativität ist sehr simpel – er überlässt es seinem Unterbewusstsein.

    Es handelt sich dabei nicht um seine Theorie sondern um eine Erkenntnis aus dem eigenen Erleben.

    Man kann sein Unterbewusstsein Probleme lösen oder sich bei Ideen unterstützen lassen

    Überrascht Sie diese These, dann werden Sie anhand eines Beispiels bemerken, dass es tatsächlich so ist und Sie wahrscheinlich bereits ähnliches erlebt haben.

    • Probleme im Schlaf lösen. Kennen Sie doch bestimmt auch: Sie sitzen den ganzen Tag an etwas, dass Ihnen partout nicht gelingen will oder auf dessen Lösung Sie nicht kommen? Frustriert gehen Sie zu Bett. Im Schlaf arbeitet Ihr Unterbewusstsein an der Aufgabe weiter. Am nächsten Morgen stehen Sie auf, widmen sich wieder Ihrer Aufgabe und auf einmal fällt ihnen mühelos die Lösung ein und Sie fragen sich was daran gestern denn so schwer war.

    Ideen entstehen unterbewusst.

    Auf die Frage “woher seine Ideen kommen” antwortete Cleese einmal, dass er jemanden kenne, der ihm die Ideen jeden Montag auf einer Postkarte schickt. Auch hätte er seinen Freund einmal gefragt, woher dieser seine Ideen bekäme. Er sagte, er bekäme die Ideen von einer Dame auf der Isle of Whight – diese wollte aber nicht verraten woher sie wiederum Ihre Ideen herbekäme.

    Was er damit sagen will: wir wissen nicht woher unsere Ideen kommen. Sie entstehen auf nicht nachvollziehbare und damit nicht reproduzierbare Weise in unserem Unterbewusstsein.

    Die Rezeptur für kreative Leistung lautet also: lass Dein Unterbewusstsein arbeiten.

    Dies ist in der heutigen Welt, in der man von Termin zu Termin eilt und zwischendurch noch seine Aufgaben erledigen will, gar nicht so leicht. Das kreative Unterbewusstsein ist wie eine Schildkröte die, bei all dem Stress, nicht den Kopf aus Ihrem Panzer herausstrecken will. Sie kommt nur heraus, wenn die Luft “rein” ist. Diesen Zustand muss man schaffen, will man das kreative Potenzial des Unterbewussten nutzen.

    Oasen schaffen

    Um diesen Zustand herzustellen, benötigt man “Oasen” in seinem Tagesablauf. Solche “Oasen“, in denen man sich seiner Kreativität hingeben und mit Gedanken spielen kann, schafft man in dem man zwei einfache Dinge berücksichtigt:

    1. keine Störung – schalten Sie alles aus, was Sie ablenken könnte oder gehen Sie an einen Ort an dem Sie definitiv nichts und niemand ablenken kann.
    2. festgelegte Zeit – schaffen Sie sich einen Zeitraum in dem Sie spielen wollen. Legen Sie eine Start- und eine Endzeit fest und halten Sie sich dran. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Oase von dem Rest des Tages abkoppeln.

    Erstaunlich simpel und so faszinierend einleuchtend: Die Erkenntnis, dass unser Unterbewusstsein die Kreativleistung für uns übernimmt wenn wir ihm nur Zeit und Ruhe zur Verfügung stellen.

    Eine Technik die wirkt, denn von John Cleese kann man mit Fug und Recht behaupten, dass er und seine Berufsgattung der Komiker äußerst kreative Menschen sind. John Cleese ist zudem ein bemerkenswert erfolgreicher Vertreter seiner Gattung.

    Wenn Sie die Ausführungen von John Cleese im Original sehen möchten, finden Sie hier das Video des Vortrages.

     
  • Andreas 21:47 am 12. Februar 2009 | 6 Permalink | Reply
    Tags: farbe rot, juliet zhu, , , ravi mehta, stimulus,

    go with the flowKreativität ist für viele eine wichtige Eigenschaft. Kaum jemand kommt heute noch ohne eine gehörige Portion dieser aus. Und doch wissen wir so wenig über sie. Wir haben gelernt, dass Kreativität sich in gewissem Maße beeinflussen lässt doch man kann sie nur bedingt steigern.

    Auch Jochen Mai des geschätzten Karrierebibel-Blog hat darüber einen interessanten Post geschrieben. Es geht darum, wie Farben die Kreativität beeinflussen.

    Mai zieht hierzu Material der NY Times zu Rate. Hier haben die Wissenschaftler Ravi Mehta und Dr. Juliet Zhu Theorien und Studien zum Kausalzusammenhang zwischen Farben und Kreativität bzw. Leistung allgemein präsentiert. Mit erstaunlichem Ergebnis.

    Die Farbe Rot erhöht die Aufmerksamkeit, Blau jedoch die kreative Leistungsfähigkeit.

    In einer Versuchsreihe mussten 600 Probanden verschiedene Aufgaben lösen. Jeweils mussten Sie diese an einem Bildschirm erfüllen der entweder rot, blau oder weiß war.

    Das interessante Ergebnis: die Versuchspersonen, die an dem roten Bildschirm arbeiteten, erledigten z. B. Gedächtnisaufgaben besser und konnte besser buchstabieren, während die Personen an blauen Bildschirmen bei Aufgaben besser abschnitt, die die Vorstellungskraft beanspruchen wie z. B. sich kreative Anwendungen mit Bauklötzen ausdenken.

    Sollten Sie also einen Text Korrektur lesen müssen, sollten Sie sich hierzu besser mit roten Farben umgehen. Für das nächste Meeting, bei dem Sie sich mit Ihren Kollegen neue Strategien ausdenken wollen, lassen Sie den Raum blau anstreichen.

    Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie vielfältig und facettenreich unser Gehirn funktioniert. Auch die Methode ist sicher kein Allheilmittel um ab morgen kreativ zu sein. Als Unterstützung Ihrer kreativen Fähigkeiten oder als Brücke bei kreativen Hängern lässt sich ein entsprechender Stimulus aber bestimmt positiv einsetzen.

    Creative Commons License photo credit: notsogoodphotography

     
c
Neu
j
weitere posts/weitere kommentare
k
vorherige posts/vorherige kommentare
r
antworten
e
bearbeiten
o
zeige/verberge kommentare
t
zum anfang
esc
abbruch