
photo credit: James Jordan
Eines Tages werde ich eine eigene Firma haben und mit dem was ich gerne tue erfolgreich sein.
Eines Tages werde ich ein berühmter Sänger sein, ich muss nur entdeckt werden.
Wie oft verbinden wir unsere eigenen Träume und Ideen mit dem Zusatz “… eines Tages…”?
Die schlechte Nachricht gleich zu Anfang: “Eines Tages” wird niemals kommen.
Mit “eines Tages” schieben wir unsere Träume auf die lange Bank obwohl wir im tiefsten Inneren wissen, dass es an uns liegt unsere Träume und Pläne zu verwirklichen. Wir rechtfertigen vor uns selbst, warum wir noch nicht angefangen haben an unseren Plänen und Träumen zu arbeiten. Nach dem Motto “ich habe doch noch Zeit, eines Tages wird es schon soweit sein” beruhigen wir unser schlechtes Gewissen und legen die Verantwortung für das Nichtstun ab. Selbstverständlich wissen wir, dass es keine Heinzelmännchen gibt, die sich für uns ans Werk machen aber irgendwie scheinen wir doch darauf zu hoffen. Ich glaube, es geht vielen so dass sie auf die kleinen Helferlein wartet, dabei gibt es doch ein uraltes Sprichwort was besagt: “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.” Ich möchte dieses Thema nicht ganz so religiös oder philosophisch angehen, sondern Ihnen ganz pragmatisch einige Ratschläge geben, wie Sie Ihrem Traum auf die Sprünge helfen können.
Ein Traum ohne Zeitplan bleibt ein Traum.
Wenn Sie eine Idee haben, einen Traum, dann müssen Sie sich einen Zeitplan machen wie und wann Sie den Plan erreichen wollen. Ohne einen solchen Plan überlisten Sie sich regelmäßig selbst und vertrösten sich mit Ausreden wie eingangs erwähnt.
Sagen wir, Sie wollen eines Tages nicht mehr rauchen, dann setzen Sie sich ganz gezielt einen Termin an dem Sie nicht mehr rauchen – je früher desto besser.
Oder wenn Sie eines Tages selbstständig sein wollen setzen Sie sich einen Termin, ab wann Sie selbstständig sein möchten.
Ich habe aus guten Gründen diese Beispiele ausgewählt. Das Erste, also das Aufhören zu rauchen, bedarf weniger Planung sondern mehr Überwindung und Durchhaltevermögen und ist mit dem Start erreicht – also mit dem nicht mehr rauchen.
Das zweite, also die eigene Selbstständigkeit, will gut geplant sein. Hier ist nicht der erste Schritt bereits die Umsetzung sondern nur der Start, denn es gibt viele Dinge zu beachten und zu überlegen.
Für alle Ihre Träume und Ideen habe ich folgende Tipps um sie zeitlich und inhaltlich zu planen:
- Malen Sie sich Ihr Zielszenario aus. Visualisieren Sie Ihr Ziel. Malen Sie sich genau aus, wie es aussehen soll was Sie vorhaben. Wie fühlt es sich an wenn es fertig ist und läuft, was machen Sie dabei, etc. Je detaillierter Sie sich Ihr Ziel ausmalen können desto größer die Chance, dass Sie es auch schaffen werden.
- Machen Sie Ihr Ziel “fassbar”. Wenn Sie sich Ihr Ziel in allen Facetten ausgemalt haben und somit wissen wohin die Reise gehen soll, machen Sie Ihre Gedanken greifbar. Schreiben Sie alles auf, machen Sie Zeichnungen, versuchen Sie das Gefühl zu beschreiben, das Sie in sich haben wenn Sie an die Erfüllung der Idee, des Traumes denken. Auch hier gilt, je detaillierter Sie es niederschreiben können desto besser. Diese Aufzeichnungen sollten Sie immer greifbar haben, wenn Sie an Ihrem Plan arbeiten. Er wird Sie motivieren und an das Ziel erinnern, so dass Sie auf dem Weg immer wieder überprüfen können ob die Richtung stimmt.
- Zwischenschritte planen. Nun, da Sie wissen wohin Sie wollen, wie das Resultat Ihres Planes aussieht, geht es daran die Schritte dorthin zu planen. Wichtig ist es, dass Sie die einzelnen Schritte in Meilensteine unterteilen, also in größere Zwischenziele, die Sie erreichen wollen.
- Aufgaben ableiten. Die kleinste Ebene Ihrer Planung sind die notwendigen Aufgaben, die Sie erledigen müssen um zunächst Ihre Zwischenziele nach der Reihe zu erreichen und am Ende den Plan umgesetzt zu sehen. Hierbei müssen Sie darauf bedacht sein, sich möglichst nur auf die Erreichung des nächsten Meilensteins (des nächsten Zwischenziels) zu konzentrieren, sonst verlieren Sie den Fokus.
- Machen Sie einen Zeitplan. Da Sie nun ein genaues Raster haben, welche Aufgaben Sie erledigen müssen um die Zwischenziele zu erreichen, geht es an die zeitliche Einteilung. Setzen Sie sich ein Datum, wann Sie Ihren Plan in Gänze vervollständigt sehen wollen und überlegen Sie dann, wie lange Sie für die einzelnen Meilensteine benötigen. Machen Sie sich Stichtage für die Vervollständigung der einzelnen Meilensteine. Sie haben jetzt ein geschlossenes System von Aufgaben und Zielen mit genauen Terminen. Sie haben jetzt den Fahrplan zu Ihrem Traum.
- Packen Sie es an. Da Sie sich gründlich überlegt haben was bis wann zu erledigen ist, müssen Sie jetzt die Ärmel hochkrempeln und beginnen. So abgegriffen es auch klingen mag, der erste Schritt ist der Schwerste. Planen Sie daher die erste Aufgabe, vielleicht auch schon den ersten Meilenstein, mit dem Sie beginnen möchten, nicht allzu schwierig und zu weit weg. Nichts motiviert mehr, als das Gefühl es endlich anzupacken und vorwärts zu kommen.
- Kontrollieren und korrigieren Sie Ihren Zeitplan. Sie sind auf dem Weg. Sie haben die Aufgaben angepackt, schon einiges erreicht aber die Zeit spielt gegen Sie? Kein Plan ist perfekt. Wenn Sie merken, dass Sie bei der Planung etwaige Umstände falsch eingeschätzt oder den Aufwand unterschätzt haben und daher nun Ihrem Zeitplan hinterherrennen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, den Plan zu überarbeiten. Betrachten Sie Ihn nicht als in Stein gemeißelt sondern als dynamisches Hilfsmittel. Wenn Sie etwas falsch eingeschätzt oder übersehen haben, korrigieren Sie es, passen Sie den Plan an. Verschieben Sie die Termine innerhalb Ihres Planes. Nur im äußersten Fall sollten Sie jedoch das Finaldatum verändern, denn ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich der Schlendrian einschleicht.
- Motivieren Sie sich laufend. Schon bei der Planung aber besonders bei der Umsetzung Ihres Planes, werden Sie die Euphorie, die in Ihnen aufkocht, spüren. Dieser Schaffensdrang wird Sie kaum noch loslassen. Wenn Sie einen Plan verfolgen, dessen Umsetzung länger dauert, ist es notwendig diese Motivation aufrecht zu erhalten. Häufig lässt bei größeren Projekten die Anfangseuphorie nach einigen Wochen nach. Vielleicht gab es auch Rückschläge oder es läuft nicht alles so wie geplant? Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen. Nehmen Sie sich in solchen Momenten die Aufzeichnungen zur Hand, die Sie zu Anfang erstellt haben und lesen Sie sie. Hilfreich kann es auch sein, wenn Sie Mitmenschen in Ihr Projekt einbeziehen. Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner über den Plan und über die Erfolge und Misserfolge auf dem Weg. Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. Der Zuspruch einer nahestehenden Person, kann helfen über kommende Tiefpunkte hinwegzukommen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und dass meine Tipps Ihnen helfen einige Ihrer Ideen umzusetzen. Mir haben Sie auf dem Weg zu dieser Seite geholfen und ich hoffe, dass ich mit dieser Methode auch meine noch kommenden Projekte meistern werde.
Ich würde mich sehr über Ihr Feedback in einigen Kommentaren freuen. Vielleich können Sie Ihre Erfolgsgeschichte berichten?
uihyhrvxi 17:09 on 14. Dezember 2009 Permalink |
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