
photo credit: Hometown Invasion Tour
Weblogs oder Blogs, findet man heute auf jeder Seite. Teilweise ist der Blog ein Bestandteil einer Seite oder er ist die Seite. Bloggen wird immer populärer und es findet sich zu beinahe jedem Thema eine ganze Reihe von Blogs im Netz.
Auch auf meiner Seite nimmt der Blog einen großen Teil ein. Ich blogge regelmäßig über Tipps und Ideen für Websites, die mir bei der Arbeit an meinen Projekten kommen.
Desöfteren habe ich schon darüber geschrieben, dass ich die Blogs von Leo Babauta sehr gerne und regelmäßig lese. Er ist ein gutes Vorbild wenn es darum geht, erfolgreich im Internet zu sein und eine Idee umzusetzen. In seinem Blog „Write to Done“ geht es hauptsächlich um das Thema „Bloggen“ und „Schreiben“. Der Blog bietet gerade Einsteigern viele hilfreiche Tipps, so dass ich diese gerne adaptieren möchte und heute eine eigene WTD-Serie in meinem Blog starte.
Ich möchte mit einem Post beginnen, der sich mit der Grundlage eines guten Blogs befasst – den Beiträgen selbst. Leo hat seine Art, wie man Blogeinträge verfasst, einmal theoretisiert und bietet somit seinen Leitfaden für Blogposts an. Wenn man sich den Erfolg seiner Blogs ansieht, so ist seine Art einen Blogeintrag zu verfassen sicher keine schlechte.
Beinahe niemand, der diesen Blogpost liest, wird jedes einzelne Wort lesen.
Dies ist eine Tatsache des Online-Lesens, die sich in der Vergangenheit mehrfach bestätigt hat. Der Blogeintrag wird nach den gesuchten oder nach interessanten Informationen abgesucht und dann wird weitergezogen.
Sind Sie ein Blogger oder betreiben Sie einen Blog auf Ihrer Website, sollten Sie dieser Tatsache folgen oder Sie versäumen es mit Ihren Lesern effektiv zu kommunizieren – und das ist es doch wofür Sie den Blog haben, nicht wahr? Egal um was es geht, in Ihrem Blog wollen Sie irgendeine Art von Nachricht verbreiten, eine Aussage treffen.
Wenn Sie nicht wissen wie Leser lesen, werden Sie als Blogger keinen Erfolg haben.
Wie Leser einen Blog lesen.
Studien zeigen, dass Leser nur den oberen Teil eines Artikels überwiegend waagerecht lesen. Der mittlere Teil wird schon deutlich seltener waagerecht gelesen, der Rest wird senkrecht gelesen, eher überflogen. Ihr Blogeintrag wird also ab der Mitte nur überflogen und nicht wirklich gelesen. Wenn Sie regelmäßig und viele Blogs lesen, wird Sie diese Erkenntnis nicht überraschen. Man scannt einen Post, sucht die Highlights und durchsucht den nächsten Artikel bzw. verlässt den Blog. Man könnte nun anbringen, dass dies die falsche Art ist einen Blog zu lesen oder das dies Schade um die Mühe ist, die der Verfasser in einen Artikel investiert hat – aber es ist eine Tatsache.
Zuerst die Überschrift
Das erste, was ein Leser liest, ist die Überschrift oder den “Titel” eines Posts. Tatsächlich ist die Überschrift der Grund warum ein Artikel gelesen wird. Denken Sie einmal darüber nach, wie man einen Blogpost findet. Meist gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Durch einen RSS-Reader oder ein E-Mail Abo der Seite. Abhängig von der Einstellung oder des verwendeten Readers, sieht der Empfänger nicht mehr als die Überschrift oder den Titel des Posts auf dessen Basis der Leser entscheiden muss ob er den Eintrag liest.
- Durch einen Link auf einer anderen Seite. Und auch in diesem Fall ist es meist die Überschrift, die den Link ausmacht. Auch hier muss der Leser anhand der Überschrift entscheiden, ob er den Rest des Beitrages liest oder nicht.
- Durch Social Media wie Delicious, o. ä.. Und auch hier, ist die Überschrift das Einzige, was der Leser zunächst von dem Eintrag sieht.
Sie sehen also wie wichtig die Überschrift ist. Also: die Überschrift ist das Wichtigste, was Sie schreiben werden. Ist sie nicht gut, wird niemand den Blogeintrag an sich lesen. Dazu einige Gedanken, wie Sie Ihre Überschrift attraktiv gestalten können:
- Sie muss Aufmerksamkeit erregen. Das bedeutet nicht, dass Sie besonders sensationell sein muss, nur langweilig ist eher unpassend. Es gibt leider viel zu viele Post-Überschriften, die langweilig sind.
- Sie muss neugierig machen. Warum sollte ich mir einen Post ansehen? Weil die Überschrift mit neugierig gemacht hat. Eine Frage oder eine andere Art von “Verlockung” kann dies erreichen.
- Sie muss ein Versprechen geben, das von dem Blogpost gehalten wird. Sie sollten bei der Überschrift nicht übertreiben und den Leser dann mit dem tatsächlichen Inhalt des Beitrages enttäuschen. Machen Sie keine Ankündigungen oder Versprechen, die Sie im Text nicht einhalten können. Dies verärgert Leser und sie werden Ihren Blog sicher nicht noch einmal besuchen.
Die ersten ein bis drei Sätze in einem Zeitungsartikel sind die Einführung (Lead oder Lede) im Journalisten-Jargon. Sie wird oft als der wichtigste Teil eines Artikels angesehen, aus den gleichen Gründen wie die Überschrift. Wenn die Einführung nicht gut ist, wird der Leser den Rest des Artikels überspringen.
Die Einführung ist gerade online sehr wichtig. Wie bereits eingangs erwähnt schenken die meisten Online-Leser den ersten Sätzen die meiste Aufmerksamkeit. Daher sollten Sie das Beste direkt am Anfang schreiben.
Was macht aber eine gute Einführung aus? Nun, dasselbe wie eine Gute Überschrift. Sie soll die Leser neugierig machen auf den Rest des Artikels ohne aber zu übertreiben. Eine kurze Zusammenfassung des Posts und ein guter Grund warum man weiterlesen sollte können eine gute Strategie sein.
Der Haupttext – Wie kann man den Beitrag “scannbar” machen
Den Rest des Textes, also nach der Überschrift und der Einführung, können Sie vergessen, wenn Sie es nicht schaffen Ihre wichtigsten Punkte in einer möglichst einfachen und verständlichen Form rüberzubringen. Ich nenne dies gerne, den “Text scannbar machen”, so dass der Leser schnell alle Ihre Punkte findet und mitbekommt, auch wenn er nicht den gesamten Text lesen möchte.
Natürlich können Sie einen langen, prosaischen Text über tief philosophische Themen verfassen, aber wenn es niemand liest, wofür? Beim Bloggen geht es um Kommunikation auf den Punkt ohne hochtrabende literarische Ergüsse.
Hier also einige Vorschläge, wie Sie Ihren Text scannbar machen können:
- Listen. Sie lesen gerade eine Liste. Ich schreibe eine Menge Listen, denn ich denke in Listen, arbeite nach Listen und liebe es Listen zu schreiben. Und Listen sind großartig, da sie scannbar sind. Man kann die Hauptpunkte von Listen durchgehen und mehr lesen wenn man möchte. Sie Sind enorm effizient. Selbstverständlich sollten nicht alle Posts aus Listen bestehen aber es ist ein gutes Tool für das schreiberische Repertoire.
- Gestaffelte Überschriften. Wenn ein Leser die Hauptüberschrift liest, wird er auch die weiteren Überschriften, lesen. In diesem Post sind mehrere Überschriften gestaffelt. Jeder Teil dieses Posts beginnt mit einer eigenen Überschrift. So weiß der Leser genau, was ihn im folgenden Teil erwartet und kann danach selektieren ob er alles liest oder nur gewisse Teilbereiche.
- Fettgedruckte Hauptpunkte. Wenn Sie eine Aussage aus dem Text besonders hervorheben wollen, markieren Sie sie “Fett”. Wichtig ist aber auch hier, die Dosis macht das Gift. Überziehen Sie es nicht. Erstens sieht es merkwürdig aus, wenn der gesamte Text viele fett gedruckte Passagen enthält und zweitens wird der Leser dann nur die fettgedruckten Passagen lesen, da er den Rest für unwichtig hält.
- Fotos oder Grafiken. Ein schönes Foto zu Anfang des Posts erhöht die Aufmerksamkeit auf den Beitrag. Aber auch innerhalb des Beitrages erhöhen untermalende Fotos und Grafiken zum Thema die Aufmerksamkeit und können Interessante Punkte noch aufwerten.
- Eingerückte Passagen. Wenn Sie die wichtigsten Informationen hervorheben etwa durch Einrücken und eine spezielle Schriftart oder durch farbige Abgrenzung zum Rest des Artikels kann dies helfen Ihre Kernaussage nicht verloren gehen zu lassen.
Es gibt zahlreiche weitere Wege, wie man einen Artikel scannbar machen kann. Sie haben jetzt aber sicher verstanden worauf es ankommt und können nun experimentieren, welche Wege für Sie und für Ihre Leser am besten funktionieren.
Für diejenigen, die den Originalpost von Leo lesen möchten, hier der Trackback.
jeremaier 15:41 on 13. Februar 2009 Permalink |
immer lustig das von leuten zu lesen, die selber etwa 0 Kommentare haben.
Andreas 16:40 on 13. Februar 2009 Permalink
Schon richtig, dieser Post hatte, vor Deinem, 0 Kommentare. Mein Blog ist noch recht jung und daher noch nicht so frequentiert – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Dennoch sehe ich hierin keinen Grund dafür, keine Tipps von erfolgreichen Bloggern zu rezitieren, wie man seine Seite erfolgreicher machen kann.
Ich lerne hieraus und möchte diese Informationen mit meinen Lesern teilen. Das ist das Ziel meines Blogs.